Die Arbeit enthält eine Aufreihung der Prozesse bei Lagerdienstleistern sowie Möglichkeiten diese in Kennzahlen zu fassen und in Form einer Prozesskostenrechnung als Angebotsbasis zu nutzen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Untersuchungsgegenstand
2.1 Kostenrechnung in Bezug auf die Logistik
2.2 Entstehung der Prozesskostenrechnung
2.3 Notwendigkeit der Prozesskostenrechnung für Lagerdienstleister
2.4 Ziele der Prozesskostenrechnung bei Lagerdienstleistern
3 Aufbau der Prozesskostenrechnung in Bezug auf Lagerdienstleister
3.1 Definitionen
3.2 Voraussetzungen für den Einsatz der Prozesskostenrechnung
3.3 Einsatzmöglichkeiten bei Lagerdienstleistern
3.4 Analyse der Teilprozesse
3.4.1 Die Prozessbewertung
3.4.2 Die Tätigkeitsanalyse
3.4.3 Die Formulierung der Maßgrößen
3.5 Die Ermittlung der Prozesskosten
3.6 Verdichtung der Teilprozesse zu Hauptprozessen
3.7 Sonderleistungen bei Lagerdienstleistern
3.8 Kalkulation mit Prozesskostensätzen
4 Erweiterte Anwendungsmöglichkeiten der Prozesskostenrechnung
4.1 Management der Prozesskosten
4.2 Prozessorientierte Ergebnisrechnung
4.3 Performance Measurement
5 Grenzen und Probleme der Prozesskostenrechnung
6 Abschließende Betrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung und Anwendung der Prozesskostenrechnung für Lagerdienstleister, um eine verursachungsgerechte Kostenzuordnung komplexer logistischer Serviceleistungen zu ermöglichen und damit die Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
- Methodische Grundlagen und historische Entwicklung der Prozesskostenrechnung
- Analyse von Teilprozessen und deren Verdichtung zu Hauptprozessen bei Lagerdienstleistern
- Kalkulation und Steuerung mittels Prozesskostensätzen
- Anwendung von Instrumenten zur prozessorientierten Ergebnisrechnung und Performance Messung
- Kritische Würdigung der Einsatzgrenzen und Problematiken im operativen Betrieb
Auszug aus dem Buch
3.4.2 Die Tätigkeitsanalyse
Die Tätigkeitsanalyse ist der erste und aufwendigste Schritt der Prozesskostenrechnung. Je detaillierter sie vorgenommen wird, desto unproblematischer lassen sich die aus den Tätigkeiten resultierenden Teilprozesse bilden und voneinander abgrenzen.
Auf Grundlage von bereits vorhandenen Bereichs- und Kostenstelleneinteilungen sollen unterscheidbare Teilprozesse identifiziert und die Kostenstellenleistung in Form operativer Tätigkeiten abgebildet werden. Ziel ist es unübersichtliche Prozesse erkennbar darzustellen und ihren Zusammenhang mit anderen Prozessen sowie deren Ressourcenbelastung aufzuzeigen.
Gängige Kostenstellen bei Lagerdienstleistern sind der Wareneingang, Lager, innerbetrieblicher Transport, Materialdisposition und Versand. Je nach Serviceangebot können diese um Kostenstellen bspw. der Vormontage, Qualitätskontrolle oder Retouren erweitert sein. Darüber hinaus ist auch die Kostenstelle der Abteilungsleitung und Administration zu berücksichtigen.
Insbesondere durch Dokumentenanalysen, Arbeitsbögen oder Interviews mit den Kostenstellenleitern werden die Aktivitäten einer Kostenstelle ermittelt, strukturiert und zu Teilprozessen verdichtet. Da Arbeitsbögen nicht die realen Vorgänge wiederspiegeln, sind Interviews und/oder Beobachtungen besser geeignet. Eine gute Analyse lässt sich mittels der REFA-Beobachtungsmethode vornehmen, indem die über einen längeren Zeitraum ermittelten Daten in das folgende Diagramm eingetragen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Darstellung der Ausgangslage mit steigendem Kostendruck und der Notwendigkeit einer detaillierten Kostenaufschlüsselung bei Lagerdienstleistern.
2 Untersuchungsgegenstand: Überblick über die logistische Kostenrechnung, die historische Entstehung der Prozesskostenrechnung und die spezifischen Anforderungen im Dienstleistungssektor.
3 Aufbau der Prozesskostenrechnung in Bezug auf Lagerdienstleister: Detaillierte Erläuterung der methodischen Vorgehensweise, von der Prozessdefinition über die Tätigkeitsanalyse bis hin zur Kalkulation.
4 Erweiterte Anwendungsmöglichkeiten der Prozesskostenrechnung: Erörterung strategischer Vorteile durch Prozessmanagement, prozessorientierte Ergebnisrechnung und Performance Messung.
5 Grenzen und Probleme der Prozesskostenrechnung: Reflexion über den hohen Analyseaufwand, das Fixkostenproblem und die Schwierigkeiten bei der kurzfristigen Planung.
6 Abschließende Betrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Prozesskostenrechnung als strategischer Erfolgsfaktor für flexible und kundenorientierte Lagerdienstleister.
Schlüsselwörter
Prozesskostenrechnung, Lagerdienstleister, Logistik, Kostentransparenz, Prozessorientierung, Gemeinkosten, Teilprozesse, Hauptprozesse, Cost Driver, Prozesskostensatz, Tätigkeitsanalyse, Ergebnisrechnung, Performance Measurement, Ressourcenverbrauch, Wettbewerbsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Implementierung einer Prozesskostenrechnung bei Lagerdienstleistern, um eine verursachungsgerechte Kostenverteilung zu erreichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse operativer Teilprozesse, der Kalkulation mittels Prozesskostensätzen und der strategischen Nutzung dieser Daten für das Controlling.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Lagerdienstleistern eine Methode zur Hand zu geben, mit der sie komplexe, kundenindividuelle Leistungen transparent bepreisen und steuern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden methodische Ansätze der Prozesskostenrechnung (z.B. nach Horváth und Mayer) auf den speziellen Kontext der Lagerlogistik und der Tätigkeitsanalyse angewendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beschreibt den Aufbau der Prozesskostenrechnung, die Prozessbewertung, die Ermittlung von Prozesskosten sowie die Verdichtung zu Hauptprozessen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Prozesskostenrechnung, Lagerdienstleister, Logistik-Controlling, Kostentreiber (Cost Driver) und Prozessorientierung.
Warum ist die Unterscheidung in lmi- und lmn-Kosten so wichtig?
Die Trennung in leistungsmengeninduzierte und leistungsmengenneutrale Kosten erlaubt eine präzisere Zuordnung der variablen Kostenanteile und verhindert eine ungenaue Pauschalverrechnung.
Welche Rolle spielt das Performance Measurement in diesem Kontext?
Es dient dazu, die Effektivität und Produktivität der Prozesse messbar zu machen, um die Leistungsfähigkeit des gesamten Unternehmens kontinuierlich zu verbessern.
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- Michael Bandl (Author), Dirk Oder (Author), 2002, Prozesskostenrechnung: Lagerdienstleister. Verursachungsgerechte Leistungszuordnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13488