Das Ziel der Abschlussarbeit ist es, einen Einblick zu erhalten, inwiefern es wichtig ist emotional/soziale Herausforderungen im Nachfolgeprozess von Familienunternehmen einer angemessenen Betrachtung zuzuwenden und wie im Hinblick darauf der Nachfolgeprozess gestaltet werden kann, um diesen als gelungen zu bewerten. Hierfür werden Experteninterviews durchgeführt und qualitativ aufbereitet. In diesem Zusammenhang lautet die forschungsleitende Fragestellung: "Welche Gestaltungsmöglichkeiten bieten sich für gelingende Nachfolgeprozesse von Familienunternehmen, im Hinblick auf emotionale und soziale Aspekte?"
Im ersten Kapitel wird zunächst die Situation von Familienunternehmen in der Bundesrepublik Deutschland dargestellt. Dazu werden die begrifflichen Grundlagen mittelständische Unter-nehmen und Familienunternehmen differenziert. Im weiteren Verlauf beschäftigt sich das zweite Kapitel mit typischen Nachfolgemodellen in Familienunternehmen, die einander gegenüber-gestellt werden. Das dritte Kapitel skizziert emotional/soziale Herausforderungen im Sinne des Seniors und Juniors. Schließlich werden weitere Herausforderungen anhand von Experteninterviews thematisiert und verglichen. Die Schlussbetrachtung fasst abschließend wesentliche Erkenntnisse dieser Arbeit zusammen.
Inhaltsverzeichnis
- Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
- Familienunternehmen in Deutschland
- Definition Mittelständische Familienunternehmen
- Definition Familienunternehmen
- Das Drei-Kreis-Modell
- Nachfolgemodelle
- Familieninterne Nachfolge
- Fremdmanagement
- Unternehmensunabhängigkeit
- Unternehmensverkauf
- Herausforderungen im Nachfolgeprozess
- Herausforderungen Senior und Junior
- Herausforderungen durch negative Wechselwirkungen
- Mehrere Nachfolgekandidaten
- Wenn die Eignung vorhanden ist, das Interesse aber nicht
- Fallbeispiel – Trumpf GmbH & Co. KG
- Expertenbefragung
- Kontaktaufnahme
- Interviewleitfaden
- Interviewdurchführung
- Datenauswertung
- Ergebnis der Expertenbefragung
- Zielsetzung
- Zeitpunkt der Nachfolge
- Identität des Seniors
- Empfinden von Gerechtigkeit
- Legitimation des Juniors
- Kommunikation als Herausforderung
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit untersucht die psychologischen Aspekte der Übergabe von Familienunternehmen. Sie analysiert die Herausforderungen und Chancen, die mit dem Übergang von der Führungsrolle des Seniors zum Junior verbunden sind. Die Arbeit konzentriert sich auf die Betrachtung der Beziehungen zwischen Familie, Unternehmen und Eigentum und analysiert die verschiedenen Nachfolgemodelle.
- Psychologische Herausforderungen im Nachfolgeprozess
- Analyse verschiedener Nachfolgemodelle
- Bedeutung der Kommunikation und des Empfindens von Gerechtigkeit
- Das Drei-Kreis-Modell der Familienunternehmensstruktur
- Fallbeispiele und Expertenbefragungen zur Unterstützung der Analyse
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel stellt die Problemstellung, Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit vor. Das zweite Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Familienunternehmen in Deutschland, mit Fokus auf die Definition und die Struktur des Drei-Kreis-Modells.
Kapitel drei beschäftigt sich mit verschiedenen Nachfolgemodellen, inklusive familieninterner Nachfolge, Fremdmanagement, Unternehmensunabhängigkeit und Unternehmensverkauf.
Das vierte Kapitel analysiert die Herausforderungen im Nachfolgeprozess, die sowohl für den Senior als auch für den Junior relevant sind. Die Kapitel fünf und sechs fokussieren sich auf eine Expertenbefragung, mit Analyse der Ergebnisse und Interpretation der Daten.
Schlüsselwörter
Familienunternehmen, Nachfolge, Übergabe, Psychologie, Herausforderungen, Chancen, Kommunikation, Gerechtigkeit, Drei-Kreis-Modell, Expertenbefragung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Drei-Kreis-Modell bei Familienunternehmen?
Das Drei-Kreis-Modell veranschaulicht die Überschneidungen zwischen den Bereichen Familie, Unternehmen und Eigentum. Es hilft, Konflikte zu verstehen, die durch unterschiedliche Rollen in diesen Kreisen entstehen.
Welche Nachfolgemodelle gibt es?
Zu den gängigsten Modellen gehören die familieninterne Nachfolge, die Übergabe an ein Fremdmanagement, der Verkauf des Unternehmens oder die Überführung in eine Stiftung.
Warum ist die Kommunikation im Nachfolgeprozess so schwierig?
Oft prallen emotionale Bindungen und geschäftliche Rationalität aufeinander. Der Senior muss loslassen (Identitätsverlust), während der Junior sich legitimieren und beweisen muss.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Übergabe?
Ein gelungener Prozess beginnt frühzeitig (oft Jahre im Voraus), um dem Nachfolger Zeit zur Einarbeitung und dem Senior Zeit zur emotionalen Ablösung zu geben.
Was bedeutet Gerechtigkeitsempfinden in der Nachfolge?
Es geht darum, wie Erbansprüche und Führungsrollen unter Geschwistern oder Familienmitgliedern verteilt werden, ohne den Familienfrieden oder die Liquidität des Unternehmens zu gefährden.
- Citation du texte
- Joel Jordan (Auteur), 2019, Die Übergabe von Familienunternehmen. Ein Vergleich von psychologischen Aspekten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922267