Warum kollabieren demokratische Staaten? Was sind Gründe für ihren Zerfall, beziehungsweise ihre Stabilität? Gibt es eventuell bestimmte Elemente, Schlüsselmechanismen oder Strukturen, welche Aufgrund gewisser Ausprägungen den „democratic collapse“ herbei führen? Und könnte man bei der Kenntnis solcher Effekte durch statistische Analysen den „worst-case“ schätzen oder vorhersagen? Diese und ähnliche Fragen stehen im Kontext des Artikels: „Why democracies collapse: The reasons for democratic failure and success“, von Abraham Diskin, Hanna Diskin und Reuven Y. Hazan, veröffentlicht im Jahr 2005 in der „International Political Science Review“, welcher auf den folgenden Seiten analysiert und erörtert wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Variablen zur Messung demokratischer (In)Stabilität
- Institutionell
- Gesellschaftlich
- Verbindend
- Extern
- Methode - Durchführung - Ergebnisse
- Kodieren
- Berechnen
- Interpretieren
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert Abraham Diskins Forschungsansatz zur Stabilität und zum Zerfall demokratischer Staaten, wie er im Artikel „Why Democracies Collapse: The Reasons for Democratic Failure and Success“ präsentiert wird. Diskin strebt eine Synthese von sozioökonomischen und politisch-institutionellen Ansätzen an, um ein umfassenderes Verständnis von demokratischer (In)Stabilität zu ermöglichen. Die Arbeit fokussiert auf die Identifizierung und Analyse von Variablen, die für die Messung demokratischer (In)Stabilität relevant sind, sowie auf die Präsentation der von Diskin angewendeten Methoden und der daraus resultierenden Ergebnisse.
- Messung demokratischer (In)Stabilität
- Analyse von institutionellen, gesellschaftlichen, verbindenden und externen Variablen
- Kombination von sozioökonomischen und politisch-institutionellen Ansätzen
- Kritische Auseinandersetzung mit bisherigen Forschungsansätzen
- Erstellung eines neuen theoretischen Rahmens für das Verständnis von demokratischer (In)Stabilität
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung erläutert Diskins Forschungsfrage und den Hintergrund des Artikels. Sie stellt das Projekt „Democratic stability and consolidation of democracy“ vor, in dessen Kontext der Artikel entstanden ist. Der Fokus liegt auf der kritischen Auseinandersetzung mit bisherigen Studien zur demokratischen Stabilität und der Notwendigkeit einer interdisziplinären und synthetischen Betrachtungsweise.
Das erste Kapitel befasst sich mit den 11 Variablen, die Diskin mit demokratischer Stabilität in Verbindung bringt. Er gruppiert diese in vier Kategorien: institutionell, gesellschaftlich, verbindend und extern. Das Kapitel untersucht jede Variable im Detail, beleuchtet deren positive und negative Ausprägungen und diskutiert deren potenziellen Einfluss auf demokratische Stabilität bzw. Kollaps.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schlüsselbegriffen demokratische (In)Stabilität, Staatszusammenbruch, politische Gewalt, institutionelle und gesellschaftliche Faktoren, vergleichende Politikwissenschaft, Wahlsysteme, Wahlverhalten, Spieltheorie. Diskin untersucht die Bedeutung von Variablen wie Föderalismus, Präsidentalismus, Proportionalität, konstitutionelle Schwäche, soziale Konfliktlinien, Wirtschaft und Geschichte für das Verständnis von demokratischer (In)Stabilität.
Häufig gestellte Fragen
Welche Kernfrage untersucht Abraham Diskin in seiner Forschung?
Diskin untersucht, warum Demokratien kollabieren oder stabil bleiben und ob man diesen „worst-case“ durch statistische Analysen vorhersagen kann.
In welche Kategorien unterteilt Diskin die Variablen für demokratische Stabilität?
Er gruppiert insgesamt 11 Variablen in vier Kategorien: institutionelle, gesellschaftliche, verbindende und externe Variablen.
Was ist das Besondere an Diskins methodischem Ansatz?
Diskin strebt eine Synthese aus sozioökonomischen und politisch-institutionellen Ansätzen an, um ein umfassenderes Bild der demokratischen (In)Stabilität zu erhalten.
Welche institutionellen Faktoren beeinflussen laut der Arbeit die Stabilität?
Untersucht werden unter anderem Wahlsysteme, Föderalismus, Präsidentalismus sowie konstitutionelle Stärken oder Schwächen eines Staates.
Welche gesellschaftlichen Faktoren spielen eine Rolle beim Staatszusammenbruch?
Wichtige Variablen sind soziale Konfliktlinien, die wirtschaftliche Lage und die historische Entwicklung eines Landes.
Wozu dient die Verwendung der Spieltheorie in diesem Kontext?
Die Spieltheorie hilft dabei, das Verhalten politischer Akteure und deren Entscheidungsfindungen in Krisensituationen besser zu verstehen und zu modellieren.
- Citar trabajo
- Erik Buder (Autor), 2007, Demokratische (In)Stabilität messen - A. Diskin, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73147