Man kennt es - überall in der Stadt und auf dem Land begegnet man Menschen, die sich durch Kopfhörer und lauter Musik hermetisch gegen die Außenwelt abriegeln. Musiksoziologisch betrachtet diese Arbeit die Frage, welche Wirkung Mp3-Player, Walkman und Co. auf den Alltag, bzw. vor allem auf die Alltagskommunikation haben. Ist die neue Technik also Fluch oder Bereicherung?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Eine kurze Geschichte der transportablen Medien
- Moderne Medien - Mittel zur Identitätsbildung
- Fremd- und Selbstsozialisation
- Identitätsbildung durch Konsum
- Soziale Interaktion
- Musik als Ausdruck von Subkulturen
- Öffentliche Einsamkeit
- Der Soundtrack für den Alltag
- Veränderung der Wahrnehmung
- Verselbstständigung der Musik
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Wirkung transportabler Musikabspielgeräte auf den Alltag und untersucht dabei, ob diese Geräte zu einer Abkapselung von der Umwelt führen oder ob sie eine Form der Kommunikation ermöglichen. Sie analysiert die Auswirkungen auf die Wahrnehmung, die Funktion der Musik und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.
- Identitätsbildung durch Medienkonsum
- Musik als Ausdruck von Subkulturen und Individualität
- Die Rolle der Musik bei der Bewältigung von Alltagssituationen
- Veränderung der Wahrnehmung und Kommunikation durch Musikhören
- Verselbstständigung der Musik durch ihre Transportfähigkeit
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die Problematik der Musiksoziologie als Forschungsbereich dar und erklärt die Methodik der empirischen Studien, auf die sich die Arbeit stützt. Sie stellt das Thema der transportablen Musikabspielgeräte und deren Wirkung auf das öffentliche Verhalten in den Vordergrund.
- Eine kurze Geschichte der transportablen Medien: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung von tragbaren Musikabspielgeräten von den ersten Walkman-Modellen bis hin zu modernen Mp3-Playern nach.
- Moderne Medien - Mittel zur Identitätsbildung: Dieses Kapitel befasst sich mit der Bedeutung von Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen und analysiert die Rolle von tragbaren Musikabspielgeräten bei der Selbst- und Fremdsozialisation sowie bei der Entwicklung der eigenen Identität.
- Soziale Interaktion: Dieses Kapitel beleuchtet die Funktion der Musik als Ausdruck von Subkulturen und die Rolle, die tragbare Musikabspielgeräte bei der Abgrenzung von anderen Gruppen und bei der Inszenierung von „öffentlicher Einsamkeit“ spielen.
- Der Soundtrack für den Alltag: Dieses Kapitel analysiert die Auswirkungen von Musik auf die Umweltwahrnehmung und betrachtet Musik als „Soundtrack für den Alltag“, der bestimmte Stimmungen und Atmosphären erzeugt und die Alltagsbewältigung unterstützt.
- Veränderung der Wahrnehmung: Dieses Kapitel untersucht die Veränderung der Wahrnehmungsprozesse durch den Konsum von Musik über Kopfhörer und die Auswirkungen auf die Kommunikation mit der Umwelt.
- Verselbstständigung der Musik: Dieses Kapitel analysiert die Auswirkungen der Transportfähigkeit von Musik auf ihre Funktion und Bedeutung. Es argumentiert, dass die Musik durch ihre Unabhängigkeit von ihrem Schöpfer eine zunehmende Autonomie erlangt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen der Musiksoziologie, Selbst- und Fremdsozialisation, Identitätsbildung, Subkulturen, Wahrnehmung, Kommunikation, öffentliche Einsamkeit, transportable Musikabspielgeräte, Discman, Mp3-Player, und die Verselbstständigung von Musik. Sie betrachtet dabei die Interaktion zwischen Mensch und Musik und die Auswirkungen moderner Technik auf das menschliche Verhalten und die Umwelt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist mit dem Begriff „Öffentliche Einsamkeit“ gemeint?
Er beschreibt das Phänomen, dass sich Menschen im öffentlichen Raum durch Kopfhörer und Musik hermetisch abriegeln und so eine private Sphäre inmitten der Menge schaffen.
Wie beeinflussen MP3-Player die Alltagskommunikation?
Sie können zu einer Abkapselung führen, dienen aber auch der Demonstration von Individualität und der Zugehörigkeit zu bestimmten Subkulturen.
Welche Rolle spielt Musik bei der Identitätsbildung Jugendlicher?
Musik dient als Mittel zur Selbstsozialisation und hilft dabei, sich von anderen abzugrenzen oder die eigene Persönlichkeit nach außen zu inszenieren.
Was versteht die Arbeit unter dem „Soundtrack für den Alltag“?
Musik wird genutzt, um die Wahrnehmung der Umwelt zu ästhetisieren, Stimmungen zu steuern und schwierige Alltagssituationen besser zu bewältigen.
Führt transportable Musik zur Verselbstständigung der Musik?
Ja, durch die ständige Verfügbarkeit und Unabhängigkeit vom Entstehungsort erlangt Musik eine neue Form der Autonomie im Leben des Konsumenten.
- Arbeit zitieren
- Sina Schmidt (Autor:in), 2007, "Öffentliche Einsamkeit" - Die Wirkung transportabler Musikabspielgeräte auf den Alltag, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69488