Wie viele andere Sprachen auch, verfügt das Japanische über ein System der Honorifikation. Dabei weißt das Japanische Honorifikationen auf, die dem deutschen Muttersprachler so nicht bekannt sind. In der folgenden Arbeit soll auf die Entwicklung der Honorifikation im Japanischen eingegangen werden. Dabei soll vor allem die Zeit vom Altjapanischen (OJ) ab dem 8. Jhd. n. Chr. bis zum modernen Japanischen (MdJ), das ab dem 17. Jhd. eingesetzt hat, beleuchtet werden. Es soll auf verschiedene Klassen und Muster von Honorifikation eingegangen werden. Bezug genommen wird hier vor allem auf die Arbeit von Traugott und Dasher, welche in ihrem Werk Regularity In Semantic Change sich intensiv mit der Entwicklung der Honorifikation im Japanischen auseinandergesetzt haben. Des Weiteren fließen auch noch Gedankengänge von weiteren Autoren wie z.B. Brown und Levinson in diese Arbeit mit ein. Um die nachfolgenden Erläuterungen dieser Arbeit verständlich zu machen, müssen einführend zuerst ein paar Begriffe erklärt werden, damit die Theorie über die Entwicklung der Honorifikation im Japanischen verständlich wird. Begonnen wird dabei mit den Sozialdeixis.
Inhaltsverzeichnis
- Einführende Begriffserklärung
- Sozialdeixis
- CDE und CSE
- Referenten Honorifikation und Adressaten Honorifikation
- Referenten Honorifikation und Adressaten Honorifikation
- Klassen
- Muster
- Entwicklung der Referenten Honorifikation
- Entwicklung der Adressaten Honorifikation
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Honorifikation im Japanischen, beginnend mit dem Altjapanischen (OJ) im 8. Jahrhundert n. Chr. bis zum modernen Japanischen (MdJ) ab dem 17. Jahrhundert n. Chr. Dabei wird die Arbeit von Traugott und Dasher, die sich in ihrem Werk "Regularity In Semantic Change" intensiv mit der Entwicklung der Honorifikation im Japanischen auseinandergesetzt haben, als zentrale Quelle genutzt. Zusätzlich werden Gedankengänge weiterer Autoren wie Brown und Levinson einbezogen. Die Arbeit konzentriert sich auf verschiedene Klassen und Muster der Honorifikation im Japanischen und betrachtet dabei insbesondere die Entwicklung von Referenten- und Adressaten-Honorifikationen.
- Entwicklung der Honorifikation im Japanischen von Altjapanisch (OJ) bis zum modernen Japanischen (MdJ)
- Analyse verschiedener Klassen und Muster der Honorifikation
- Besondere Beachtung der Entwicklung von Referenten- und Adressaten-Honorifikationen
- Einbezug von theoretischen Ansätzen von Traugott & Dasher und Brown & Levinson
Zusammenfassung der Kapitel
- Einführende Begriffserklärung: Dieses Kapitel erläutert die grundlegenden Konzepte von Sozialdeixis, Conceptualized Described Event (CDE) und Conceptualized Speech Event (CSE) sowie Referenten- und Adressaten-Honorifikation, um die nachfolgende Analyse der Honorifikation im Japanischen verständlich zu machen.
- Referenten Honorifikation und Adressaten Honorifikation: Dieses Kapitel befasst sich mit den verschiedenen Klassen und Mustern der Honorifikation im Japanischen, die sich auf die soziale Beziehung zwischen Sprecher, Adressat und anderen Personen beziehen.
- Entwicklung der Referenten Honorifikation: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung der Referenten Honorifikation im Japanischen, die verwendet wird, um über Personen zu sprechen.
- Entwicklung der Adressaten Honorifikation: Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung der Adressaten Honorifikation, die verwendet wird, um eine Person direkt anzusprechen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse der Entwicklung der Honorifikation im Japanischen, mit besonderem Fokus auf die Konzepte von Sozialdeixis, CDE, CSE, Referenten- und Adressaten-Honorifikation sowie die Anwendung dieser Konzepte im Laufe der japanischen Sprachgeschichte. Wichtige Themen sind die Entwicklung von Honorifikationssystemen, die soziale Beziehung zwischen Sprecher, Adressat und Referent sowie die Rolle der Honorifikation in der japanischen Gesellschaft.
- Citar trabajo
- Daniel Balle (Autor), 2019, Die Entwicklung der Honorifikation im Japanischen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535531