Liebe Leserin, lieber Leser,
dies ist eine Unterweisung für Friseure. Neben der Unterweisung finden Sie auch ein Vortrags-Beispiel, nämlich so wie ich auf meiner Prüfung die Unterweisung vorgetragen habe. Sehr praktisch um zu sehen wie man so einen Vortrag halten kann.
Viel Spaß und Erfolg wünscht Ihnen,
Jan Bunzel
Inhaltsverzeichnis
1. Einlegen des Haares mit Volumenwickeln an einem Teilbereich (Oberkopf) des Übungskopfes
2. Groblernziel
3. Feinlernziel
3.1 Kognitiver Lernbereich
3.2 Psychomotorischer Lernbereich
3.3 Affektiver Lernbereich
4. Sachanalyse
4.1 1. Inhaltlicher Schritt (Was?)
4.2 2. Inhaltlicher Schritt (Was?)
4.3 3. Inhaltlicher Schritt (Was?)
4.4 4. Inhaltlicher Schritt (Was?)
4.5 5. Inhaltlicher Schritt (Was?)
4.6 6. Inhaltlicher Schritt (Was?)
5. Analyse der Rahmenbedingungen
5.1 Angaben zum Auszubildenden
5.2 Vorraussetzungen des Auszubildenden
5.3 Angaben zum Ausbilder
5.4 Einordnung in den Ausbildungsrahmenplan
5.5 Allgemeine Unterweisungsvoraussetzungen
5.6 Dauer der Unterweisung
5.7 Werkzeuge, Geräte, Hilfsmittel, Lehrmittel
5.8 Zu beachtende Vorschriften
6. Phase 1 Vorbereitung
7. Phase 2 Überlegung zur Problemlösung/ Aufgabenerfassung
8. Phase 3 Erarbeitung/Lösungsumsetzung
9. Phase 4 Rückmeldung/Kontrolle
10. Phase 5 Einprägung/Übung
11. Phase 6 Transferleistung
12. Möglicher Vortrag der Unterweisung
Zielsetzung und Themen der Unterweisung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die strukturierte Vermittlung der Fertigkeit zum Einlegen von Haaren mit Volumenwickeln an einem Übungskopf, basierend auf der Ausbildungsordnung für Friseure. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch eine methodisch fundierte Unterweisung in sechs Phasen sowohl kognitive als auch psychomotorische Lernziele bei einem Auszubildenden effektiv erreicht werden können.
- Strukturierte Einlegetechnik für Volumenwickel.
- Didaktisch-methodische Gestaltung des Unterweisungsprozesses.
- Förderung der Handlungskompetenz und Selbstständigkeit.
- Anwendung von Arbeitssicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften.
- Motivation und Lernpsychologie in der Ausbildung.
Auszug aus dem Buch
1. INHALTLICHER SCHRITT (WAS?)
Haare anfeuchten
ARBEITSWEISE (WIE?)
Das Haar wird mit der Wasserflasche angefeuchtet, wobei darauf zu achten ist, dass der Zerstäuber auf die feine Stufe gestellt ist, um eine gleichmäßige Benetzung des Haares (vom Ansatz bis zur Spitze) mit dem Wasser zu erreichen.
BEGRÜNDUNG (WARUM?)
Das Eiweißgerüst des Haares bekommt durch 3 wesentliche chemische Bindungen seine Stabilität und Sprungkraft. Um das Haar formbarer und plastischer zu machen, muss es mit Wasser benetzt werden. Dadurch lösen sich einige der Wasserstoff- und Salzbindungen, wodurch sich das Haar formen und besser bearbeiten lässt. Dadurch wird sauberes Arbeiten möglich und das Haar lässt sich mit gleichmäßiger Spannung wickeln!
Zusammenfassung der Kapitel
Groblernziel: Definiert den übergeordneten Rahmen der Unterweisung gemäß Ausbildungsordnung für das Gestalten von Frisuren durch Wickeln.
Feinlernziel: Präzisiert die konkreten Lernziele in kognitiver, psychomotorischer und affektiver Hinsicht für den Auszubildenden.
Sachanalyse: Detaillierte Aufschlüsselung der einzelnen Arbeitsschritte, deren fachgerechte Ausführung und die zugrundeliegende Begründung.
Analyse der Rahmenbedingungen: Erfasst die persönlichen Voraussetzungen des Auszubildenden und Ausbilders sowie die materiellen und organisatorischen Gegebenheiten der Unterweisung.
Phase 1 Vorbereitung: Beschreibt die pädagogische Einstimmung und Motivation des Auszubildenden sowie die methodische Einführung in das Groblernziel.
Phase 2 Überlegung zur Problemlösung/ Aufgabenerfassung: Dokumentiert die gemeinsame Erarbeitung der Vorgehensweise durch ein fragend-entwickelndes Lehrgespräch.
Phase 3 Erarbeitung/Lösungsumsetzung: Legt den Fokus auf das praktische Vor- und Nachmachen der Wickeltechnik unter Berücksichtigung individueller Fähigkeiten.
Phase 4 Rückmeldung/Kontrolle: Beschreibt die Überprüfung des Lernerfolgs durch praktische Demonstration und Selbstreflexion des Auszubildenden.
Phase 5 Einprägung/Übung: Fokussiert auf die Automatisierung der Abläufe durch selbstständiges Üben bei gleichzeitiger Verfügbarkeit des Ausbilders.
Phase 6 Transferleistung: Behandelt die Übertragung der erlernten Fertigkeiten auf neue, ähnliche Aufgabenstellungen im Salonalltag.
Möglicher Vortrag der Unterweisung: Fasst die didaktischen Überlegungen und den theoretischen Hintergrund der Unterweisungssituation zusammen.
Schlüsselwörter
Ausbildung, Friseurhandwerk, Volumenwickeln, Unterweisung, Lernziel, Sachanalyse, Didaktik, Methodik, Handlungskompetenz, Arbeitssicherheit, Psychomotorik, Motivation, Übungskopf, Lernprozess, Ausbildungsrahmenplan
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert eine strukturierte Unterweisung für Auszubildende im Friseurhandwerk zum Thema "Einlegen des Haares mit Volumenwickeln".
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die fachgerechte Wickeltechnik, didaktische Unterweisungsphasen, Arbeitssicherheit sowie die pädagogische Motivationsförderung.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Ziel ist die Vermittlung der praktischen Fähigkeit zur Volumenwicklung, damit der Auszubildende diese später eigenverantwortlich am Kunden anwenden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine methodisch gegliederte Unterweisung nach dem 4-Stufen-Modell (hier erweitert auf 6 Phasen) angewendet, ergänzt durch Lehrgespräche und praktische Demonstration.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Sachanalyse der einzelnen Arbeitsschritte sowie die sechs didaktischen Unterweisungsphasen detailliert ausgeführt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Schlüsselbegriffe sind Ausbildung, Volumenwickeln, Didaktik, Sachanalyse, Handlungskompetenz und Arbeitssicherheit.
Welche Rolle spielt die Sachanalyse für die Unterweisung?
Die Sachanalyse dient als fachliche Basis, indem sie jeden Schritt in "Was", "Wie" und "Warum" gliedert, um die fachliche Korrektheit sicherzustellen.
Warum ist der Übergang von extrinsischer zu intrinsischer Motivation wichtig?
Der Ausbilder nutzt extrinsische Anreize (z.B. Lob, Ausblick auf Kundenarbeit), um die anfängliche Lernbarriere zu überwinden, bis durch Erfolgserlebnisse intrinsische Motivation entsteht.
- Quote paper
- Jan Bunzel (Author), 2006, Einlegen des Haares mit Volumenwickeln an einem Teilbereich (Oberkopf) des Übungskopfes (Unterweisung Friseur/-in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52136