Oft hat der Auftraggeber die „Qual der Wahl“, wenn es um die Beauftragung eines externen Dienstleisters geht. Zumeist sind die Wahl sowie das einzugehende Vertragsverhaltnis mit Unsicherheiten und Risiken verbunden – typische Aspekte der Principal-Agent-Beziehung. Insbesondere in der Immobilienwirtschaft, welche zum Großteil aus dem Dienstleistungsgewerbe besteht, sind unzahlige Principal-Agent-Beziehungen zu finden. Sei es zwischen Eigentumer und Makler, Bauherr und Projektmanager, Property- und Facility Manager, Corporate und Projektentwickler oder im vorliegenden Fall – zwischen Portfolio- und Asset Manager. Die Principal- Agent-Theory ist daher von ihrem Leitgedanken heraus sehr praxisnah und grundsatzlich fur jeden leicht verstandlich. Dennoch wird sie in der Betriebswirtschaftslehre haufig umstandlich kompliziert und sehr theoretisch behandelt.
Hiervon soll sich diese Arbeit abheben und konzentriert sich dabei auf wesentliche Informationen der Theorie und aktuelle Praxisbeispiele.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Grundlagen
- Probleme der Principal-Agent-Beziehung
- Adverse Selection
- Moral Hazard
- Hold-up
- Agency Kosten
- Der Portfolio Manager (Principal)
- Der Asset Manager (Agent)
- Probleme der Principal-Agent-Beziehung
- Übertragbarkeit der Konflikte und Handlungsempfehlungen
- Die Richtige Auswahl des Asset Managers
- Beurteilbarkeit und Messbarkeit von Asset Management-Leistungen
- Grundsätze bei der Ausgestaltung von Asset Management Verträgen
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Principal-Agent-Theorie im Kontext von Vertragsbeziehungen zwischen Immobilienportfolio- und Asset Management. Ziel ist es, die relevanten Kernaspekte und -problematiken der Theorie herauszuarbeiten und eine Verknüpfung zwischen den beiden Akteuren herzustellen.
- Die Herausforderungen von Informationsasymmetrien in der Principal-Agent-Beziehung
- Die Anwendung der Principal-Agent-Theorie auf die Beziehung zwischen Portfolio- und Asset Managern
- Die Identifizierung von typischen Konflikten, die in dieser Beziehung auftreten können
- Die Suche nach geeigneten Lösungsansätzen für diese Konflikte
- Die Bedeutung der richtigen Auswahl und Bewertung von Asset Managern
Zusammenfassung der Kapitel
- Einführung: Die Arbeit stellt die Problematik der Principal-Agent-Beziehung im Immobilienbereich dar und stellt die Forschungsfrage: Welche Konflikte treten in der Vertragsbeziehung zwischen Asset Manager und Portfolio Manager auf und (wie) lassen sich diese lösen?
- Grundlagen: Die Arbeit beschreibt die grundlegenden Eigenschaften und Probleme der Principal-Agent-Theory, definiert die Rollen von Portfolio- und Asset Managern und erläutert die drei wesentlichen Gefahren der Theorie: Adverse Selection, Moral Hazard und Hold-up.
- Übertragbarkeit der Konflikte und Handlungsempfehlungen: Diese Kapitel untersucht die Übertragbarkeit der Principal-Agent-Theorie auf die Beziehung zwischen Asset- und Portfolio Managern und behandelt Themen wie die richtige Auswahl des Asset Managers, die Beurteilbarkeit und Messbarkeit von Asset Management-Leistungen sowie die Ausgestaltung von Asset Management Verträgen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Kernaspekte der Principal-Agent-Theorie und ihre Anwendung auf die Beziehung zwischen Portfolio- und Asset Managern. Die wichtigsten Schlüsselwörter sind: Principal-Agent-Beziehung, Informationsasymmetrie, Adverse Selection, Moral Hazard, Hold-up, Asset Management, Portfolio Management, Vertragsgestaltung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Principal-Agent-Theorie?
Die Theorie beschreibt die Beziehung zwischen einem Auftraggeber (Principal) und einem Beauftragten (Agent), die durch Informationsasymmetrien und potenzielle Interessenkonflikte geprägt ist.
Was versteht man unter 'Moral Hazard'?
Moral Hazard (moralisches Wagnis) tritt auf, wenn der Agent nach Vertragsabschluss Handlungen vornimmt, die für den Principal nicht beobachtbar sind und dessen Interessen schaden könnten.
Wie unterscheiden sich Portfolio Manager und Asset Manager?
Der Portfolio Manager agiert meist als Principal (Eigentümervertreter), während der Asset Manager als Agent die operative Steigerung des Immobilienwerts übernimmt.
Was bedeutet 'Adverse Selection'?
Adverse Selection (Negativauslese) beschreibt das Risiko, dass der Principal vor Vertragsabschluss aufgrund mangelnder Informationen einen ungeeigneten Agenten auswählt.
Wie lassen sich Agency-Konflikte im Asset Management lösen?
Durch die sorgfältige Auswahl der Partner, die Definition messbarer Leistungskriterien und die Gestaltung von Anreizsystemen in den Verträgen.
- Citation du texte
- Christoph Schmidt (Auteur), 2017, Principal-Agent Aspekte in Vertragsbeziehungen zwischen Immobilienportfolio und Asset Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436788