Die Arbeit biete eine Einführung in die Planung, Vorbereitung, Durchführung sowie Evaluation von Bildungsprozessen anhand des 4C/ID- Modells (Four Component Instructional Design- Model) nach van Merrienboer und Kirschner. Ziel der fiktiven Schulung ist es, Nachwuchswissenschaftler für die Durchführung einer online- Sprechstunde zu befähigen. Die Schulung sowie die Komponenten des 4C/ ID- Modells wird im Detail beschrieben und durch eine Fertigkeitenhierarchie grafisch veranschaulicht.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1 Zielsetzung
- 1.2 4CID-Modell
- 1.3 Szenario
- 1.4 Virtualität
- 2 Theoretischer Exkurs
- 2.1 Die konstruktivistische Didaktik
- 2.2 Gute Lehre
- 2.3 Bezugstheorie des 4CID-Modells
- 3 Hierarchische Kompetenzanalyse
- 3.1 Hierarchiefunktion
- 3.2 Hierarchieerstellung
- 3.3 (Non-)Rekurrente Fertigkeiten
- 4. Bildung von Aufgabenklassen
- 4.1 Funktion
- 4.2 Vereinfachende Annahmen und Aufgabenklassen
- 5 Entwicklung von Lernaufgaben
- 5.1 Lernaufgaben
- 5.2 Variabilität
- 5.3 Mediale Umsetzung
- 5.4 Didaktische Szenarien
- 6 Prozedurale und unterstützende Informationen
- 6.1 Unterstützende Informationen
- 6.2 Prozedurale Informationen
- 7 Part-task Practice
- 8 Fazit
- 8.1 Verortung im ADDIE-Phasenmodell
- 8.2 Stärken-Schwächen-Abschätzung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines spielhaften Lehrplanentwurfs, der Nachwuchs-Wissenschaftler dazu befähigen soll, eine Online-Sprechstunde durchzuführen. Das Ziel ist es, die Fähigkeiten der Lernenden im Bereich digitaler Kommunikation und virtueller Lehre zu verbessern. Der Lehrplan basiert auf dem 4CID-Modell, einem empirisch erforschten Instruktionsdesign-Modell für komplexes Lernen.
- Das 4CID-Modell und seine Anwendung in der Entwicklung von Lehrmaterialien
- Die Bedeutung von virtuellen Lernumgebungen und deren Auswirkungen auf die Lehr- und Lernkultur
- Die Entwicklung von Lernaufgaben und didaktischen Szenarien für eine Online-Sprechstunde
- Die Rolle von prozeduralen und unterstützenden Informationen im Lernprozess
- Die Einbettung des Lehrplanentwurfs in das ADDIE-Phasenmodell
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in das Thema ein und beschreibt die Zielsetzung der Arbeit. Das 4CID-Modell wird als Grundlage für den Lehrplanentwurf vorgestellt. Kapitel 2 befasst sich mit theoretischen Exkursen, die den Rahmen für die Entwicklung des Lehrplans bilden. Hier werden die konstruktivistische Didaktik, die Prinzipien guter Lehre und die Bezugstheorie des 4CID-Modells erläutert. Kapitel 3 analysiert die Kompetenzhierarchie, die für die Entwicklung von Lernaufgaben relevant ist. Die einzelnen Fertigkeiten, die für die Durchführung einer Online-Sprechstunde notwendig sind, werden in einer Hierarchie dargestellt. Kapitel 4 beschreibt die Bildung von Aufgabenklassen, die auf vereinfachenden Annahmen basieren und den Lernprozess in Teilbereiche strukturieren.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Schlüsselwörter: 4CID-Modell, komplexes Lernen, Online-Sprechstunde, virtuelle Lernumgebungen, didaktisches Design, Kompetenzhierarchie, Lernaufgaben, prozedurale Informationen, unterstützende Informationen, ADDIE-Phasenmodell.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das 4CID-Modell?
Das Four Component Instructional Design-Modell nach van Merriënboer ist ein Ansatz zur Gestaltung von Lehrplänen für das Erlernen komplexer kognitiver Fertigkeiten.
Was ist das Ziel der Schulung für Nachwuchswissenschaftler?
Die fiktive Schulung soll Teilnehmer dazu befähigen, eine Online-Sprechstunde professionell zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.
Was sind die vier Komponenten des 4CID-Modells?
Die Komponenten sind: Lernaufgaben (Learning Tasks), unterstützende Informationen, prozedurale Informationen und Part-task Practice (Üben von Teilfertigkeiten).
Was ist eine Fertigkeitenhierarchie?
Eine grafische Darstellung, die zeigt, welche Basisfertigkeiten (rekurrent und non-rekurrent) notwendig sind, um eine komplexe Zielhandlung erfolgreich auszuführen.
Welche Rolle spielt die konstruktivistische Didaktik?
Sie bildet den theoretischen Rahmen, in dem Lernen als aktiver Prozess der Wissenskonstruktion durch die Auseinandersetzung mit realitätsnahen Problemen verstanden wird.
Was bedeutet "Part-task Practice"?
Es handelt sich um das gezielte Üben von hochgradig automatisierten Teilfertigkeiten, um die kognitive Belastung während der komplexen Gesamtaufgabe zu reduzieren.
- Quote paper
- Katarina Kozakiewicz (Author), 2017, Eine Schulung für Nachwuchswissenschaftler auf Grundlage des 4CID-Modells (Four Component Instructional Design-Model), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416710