In dieser Arbeit soll es um die epochalen Gedanken sowie Vertreter der Aufklärungszeit gehen, aber auch im speziellen um Wilhelm von Humboldt, der mit seinen bildungstheoretischen Schriften als auch mit den von ihm eingeleiteten Reformen ein Wegbereiter für die neue Bildung war und dessen Gedanken noch heute zum Teil aktuell sind.
Darum lautet die Frage meiner Arbeit: Welche gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten machten es Humboldt und Ähnlichdenkenden möglich, ein neues Bildungssystem zu etablieren und welche bildungstheoretischen Grundsätze verfolgte Humboldt bei der Umsetzung?
Zur Beantwortung dieser Frage beziehe ich mich hauptsächlich auf Monografien, aber auch auf einen wissenschaftlichen Artikel von Wulf. Die Literatur zu dem Thema der Bildungspolitik im 18. und 19. Jahrhundert ist allgemein sehr umfassend und reicht von älteren bis hin zu aktuellen Arbeiten. Aufgrund der immerwährend angestrebten Verbesserung des Bildungssystems ist eine Weiterforschung auf dem Gebiet vorangegangener Systeme sehr wahrscheinlich.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zeit der Aufklärung
- Wilhelm von Humboldt und seine pädagogischen Leitgedanken
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Entwicklung des Schulsystems im 19. Jahrhundert und untersucht die einflussreichen Ideen der Aufklärung, die zu bedeutenden Reformen führten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den pädagogischen Gedanken von Wilhelm von Humboldt und seinen Beiträgen zur Gestaltung eines neuen Bildungssystems.
- Die Bedeutung der Aufklärung für die Bildung
- Die Rolle des Philanthropismus in der Bildung
- Die pädagogischen Leitgedanken von Wilhelm von Humboldt
- Die Einflüsse der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse auf die Bildung
- Die Entwicklung eines staatlich regulierten Schulsystems
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung
Die Einleitung stellt den Kontext der Bildung im 19. Jahrhundert dar und hebt die Bedeutung von neuen Theorien und Reformen im Bildungswesen hervor. Sie führt in das Thema der allgemeinen Menschenbildung ein und erläutert den Fokus der Arbeit auf Wilhelm von Humboldt.
2. Zeit der Aufklärung
Dieses Kapitel erörtert das Aufklärungszeitalter und seine Auswirkungen auf die Bildung. Es wird die Bedeutung von Vernunft und Rationalismus für die Erziehung sowie die Entstehung des Philanthropismus als pädagogische Bewegung beschrieben. Die Verbreitung der Ideen des Philanthropismus durch Schriften, Bildungseinrichtungen und das gebildete Bürgertum wird ebenfalls beleuchtet.
Häufig gestellte Fragen
Welche Bildungsreformen leitete Wilhelm von Humboldt ein?
Humboldt führte die Dreigliedrigkeit des Bildungswesens (Elementarschule, Gymnasium, Universität) ein und betonte die Freiheit der Lehre und Forschung.
Was war das Ideal der "allgemeinen Menschenbildung"?
Bildung sollte nicht nur der beruflichen Verwertung dienen, sondern die freie Entfaltung der individuellen Persönlichkeit und Vernunft zum Ziel haben.
Wie beeinflusste die Aufklärung das Schulsystem?
Die Aufklärung forderte ein Bildungssystem, das auf Vernunft, Rationalismus und der Befreiung aus Unmündigkeit basiert, statt auf religiöser Bevormundung.
Was ist Philanthropismus in der Pädagogik?
Eine pädagogische Strömung der Aufklärung, die auf Menschenfreundlichkeit, Natürlichkeit und praktischem Nutzen in der Erziehung setzte.
Welche gesellschaftlichen Gegebenheiten ermöglichten Humboldts Reformen?
Der Niedergang Preußens nach 1806 erforderte eine grundlegende staatliche Erneuerung, bei der Bildung als Schlüssel zur nationalen Stärke gesehen wurde.
Sind Humboldts Gedanken heute noch aktuell?
Ja, das Humboldt’sche Bildungsideal wird oft in Debatten über die Ökonomisierung der Bildung als Gegenmodell zur rein kompetenzorientierten Ausbildung angeführt.
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- Doreen Miersch (Autor), 2011, Das Schulsystem im 19. Jahrhundert. Humboldt und das Bildungssystem in der Zeit der Aufklärung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381363