Der Begriff Electronic-Commerce, im folgenden E-Commerce, hat sich aus dem elektronischen Datenverkehr entwickelt. Spätestens zur Zeit der New Economy ist der Begriff etabliert. Erst durch die weltweite Vernetzung, insbesondere des Internets, konnte sich Ende der 80er Jahre E-Commerce durchsetzen. „The real power of e-commerce is not just the ability to buy things online and have them delivered, but how it can change the way people live and work.“
Nach einer kurzen Einführung in das Thema E-Commerce und dessen Stellenwert in der Europäischen Union soll dessen Wichtigkeit und die damit verbundenen Problematiken auf supranationaler Ebene näher erläutert werden. Nicht nur aus Verbrauchersicht ist das Potential des E-Commerce hoch, auch Unternehmen können ihre Produktionsfaktoren effektiver nutzen und damit ihre Umsätze steigern. Dies wird nicht zuletzt durch das stetig steigende Vertrauen der Verbraucher und damit auch dem Börsenwert des Internetauktionshauses eBay widerspiegelt.2 So würde sogar das Bundesland Rheinland-Pfalz ausgesonderte Fahrzeuge im Internet versteigern.3 Anhand des Beispiels von eBay soll weiterhin die Anwendbarkeit der Gewerbeordnung auf die neue Form des Versteigerungsgewerbes geprüft werden. Hier stellt sich die Frage, ob eine Internetauktion im Sinne einer klassischen Versteigerung gesehen werden kann, obgleich die Versteigerung selbst nur virtueller Natur ist. Dabei werden exemplarisch die Privatauktionen von eBay betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
- A. Problemstellung
- B. Wirtschaftsverwaltungsrecht und E-Commerce
- I. Begriff und Grundlagen des E-Commerce
- II. Stellenwert des E-Commerce in der EU
- III. Geschäftsabschlüsse über das Internet
- VI. Supranationale Richtlinien
- 1. Einführung
- 2. Medienwirtschaftsrecht
- 3. E-Commerce-Richtlinie 2000/31/EG
- C. E-Commerce und Gewerbeordnung am Beispiel eBays
- I. Internetauktionen als neue Form des Versteigerns
- II. Gegenstand der Internetauktion von eBay
- III. Gewerberechtliche Einordnung am Beispiel eBays
- 1. Der Versteigerungsbegriff
- a. Örtliche Begrenzung
- b. Zeitliche Begrenzung
- 2. Zweck des § 34b GewO
- 3. Gewerbeuntersagung wegen Unzuverlässigkeit
- D. Schlussfolgerungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Electronic-Commerce (E-Commerce) im Kontext des Wirtschaftsverwaltungsrechts. Die Analyse zielt darauf ab, den Stellenwert des E-Commerce in der Europäischen Union zu beleuchten, insbesondere die Auswirkungen auf Geschäftsabschlüsse und die supranationalen Richtlinien, die diesen Bereich regulieren.
- Entwicklung und Bedeutung des E-Commerce
- Regulierung des E-Commerce auf supranationaler Ebene
- Anwendbarkeit der Gewerbeordnung auf Internetauktionen
- Fallstudie: Internetauktionen auf eBay und ihre rechtliche Einordnung
- Herausforderungen und Chancen des E-Commerce
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel A: Die Problemstellung führt den Begriff des E-Commerce ein und verdeutlicht seine wachsende Bedeutung in der New Economy. Die Arbeit konzentriert sich auf die rechtlichen Herausforderungen, die sich aus dem E-Commerce ergeben, insbesondere im Hinblick auf die Gewerbeordnung.
- Kapitel B: Der Schwerpunkt liegt auf der rechtlichen Einordnung des E-Commerce im Wirtschaftsverwaltungsrecht. Es werden der Begriff, die Grundlagen und der Stellenwert des E-Commerce in der Europäischen Union erläutert. Darüber hinaus wird die Bedeutung von supranationalen Richtlinien für den E-Commerce-Bereich hervorgehoben.
- Kapitel C: Dieses Kapitel analysiert die Anwendbarkeit der Gewerbeordnung auf Internetauktionen am Beispiel von eBay. Es wird untersucht, ob Internetauktionen im Sinne des klassischen Versteigerungsbegriffs zu sehen sind und welche gewerberechtlichen Aspekte relevant sind.
Schlüsselwörter
Electronic-Commerce, E-Commerce, Wirtschaftsverwaltungsrecht, Gewerbeordnung, Internetauktionen, eBay, Versteigerung, supranationale Richtlinien, B2B, B2C, New Economy, Geschäftsabschlüsse, Medienwirtschaftsrecht.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Electronic-Commerce (E-Commerce)?
E-Commerce bezeichnet den elektronischen Geschäftsverkehr, der sich durch die weltweite Vernetzung des Internets Ende der 80er Jahre etabliert hat.
Gilt eine eBay-Auktion als Versteigerung im Sinne der Gewerbeordnung?
Die Arbeit untersucht, ob Internetauktionen die Kriterien einer klassischen Versteigerung erfüllen, obwohl sie rein virtuell stattfinden und oft keine örtliche Begrenzung haben.
Welche Bedeutung hat die E-Commerce-Richtlinie 2000/31/EG?
Diese EU-Richtlinie schafft den rechtlichen Rahmen für Online-Dienste im Binnenmarkt, um den freien Verkehr von Diensten der Informationsgesellschaft zu gewährleisten.
Was regelt § 34b der Gewerbeordnung (GewO)?
Dieser Paragraf regelt das Gewerbe der Versteigerer und stellt Anforderungen an die Zuverlässigkeit und die Durchführung von Auktionen.
Warum ist E-Commerce für Unternehmen so attraktiv?
Unternehmen können Produktionsfaktoren effektiver nutzen, Transaktionskosten senken und neue Absatzmärkte weltweit erschließen.
Welche Rolle spielt das Vertrauen der Verbraucher im E-Commerce?
Das Vertrauen ist die Basis für den Erfolg von Plattformen wie eBay; es spiegelt sich im Börsenwert und in der Bereitschaft wider, auch hochwertige Güter online zu erwerben.
- Arbeit zitieren
- Philipp Arndt (Autor:in), 2004, Electronic-Commerce und Gewerbeordnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32660