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Stigmatisierung psychisch Kranker

Title: Stigmatisierung psychisch Kranker

Seminar Paper , 1997 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dr. Monique Zimmermann-Stenzel (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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1. Einleitung

Erving Goffman schreibt in seinem Buch „Stigma“ über die Situation des Individuums, das von vollständiger sozialer Akzeptierung ausgeschlossen ist. Dabei wird unter einem Stigma eine besondere Andersartigkeit verstanden, sei sie körperlich, seelisch oder erblich bedingt.

Goffman untersuchte dabei verschiedene Personengruppen, die Stigmatisierte akzeptieren, z.B. solche, die selber stigmatisiert sind oder solche, die mit dem Stigmatisierten zusammenleben oder zusammen arbeiten.

Dabei stellt sich die Frage, inwiefern bei in eine Klinik eingewiesenen psychisch Kranken eine Stigmatisierung dieser durch das Krankenhauspersonal und durch andere psychisch Kranke erfolgt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. STIGMA

3. ASYLE. DIE MORALISCHE KARRIERE DES GEISTESKRANKEN

4.BEANTWORTUNG DER FRAGESTELLUNG

5. KRITIK AM BEGRIFF DES WEISEN

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der soziologischen Konzepte von Erving Goffman, inwieweit bei psychiatrischen Patienten innerhalb einer Klinik eine Stigmatisierung durch das Krankenhauspersonal und Mitpatienten stattfindet.

  • Analyse der Stigmatisierungsprozesse nach Erving Goffman
  • Untersuchung der moralischen Karriere des Geisteskranken
  • Gegenüberstellung theoretischer Goffman-Begriffe mit klinischer Realität
  • Einbindung der Rosenhan-Studie zur Validierung der Stigmatisierungseffekte

Auszug aus dem Buch

3. Asyle. Die moralische Karriere des Geisteskranken

Erving Goffman schreibt in einem anderen seiner Bücher, das „Asyle“ heißt, über die moralische Karriere des Geisteskranken. Er verwendet dabei den Ausdruck „Karriere“ zur Bezeichnung der sozialen Wechselfälle im Lebenslauf eines jeden Menschen, wobei es weder um Erfolg noch um Scheitern geht. Der Begriff der Karriere wird sowohl im persönlichen als auch im öffentlichen Bereich benutzt, d.h. ebenfalls für das Ich und die dazugehörige Gesellschaft.

„Zu den Vorteilen des Begriffs der Karriere gehört seine Doppelseitigkeit. Einerseits berührt er jene hoch und heilig gehaltenen Dinge wie das Selbstbild und das Identitätsgefühle; andererseits betrifft er die offizielle Stellung, technische Verhältnisse sowie den Lebensstil, und ist ein Teil eines der Öffentlichkeit zugänglichen institutionellen Ganzen.“ Goffman untersucht das Selbst unter institutionellem Gesichtspunkt und legt den Schwerpunkt auf die moralischen Aspekte des regulären Ablaufs der Veränderungen. Dabei unterteilt er die Karriere des psychiatrischen Patienten in drei Hauptphasen: die vorklinische Phase, in der sich der psychisch Kranke vor seiner Einlieferung in die Klinik befindet, die klinische Phase, das Stadium des Klinikaufenthaltes, und die nachklinische Phase, für den Fall einer Entlassung aus der Klinik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob psychisch Kranke in einer Klinik durch das Personal und Mitpatienten eine Stigmatisierung erfahren.

2. STIGMA: Dieses Kapitel erläutert Goffmans theoretische Grundlagen zu Stigmatisierung, Identitätsformen und Stigma-Management.

3. ASYLE. DIE MORALISCHE KARRIERE DES GEISTESKRANKEN: Hier werden die Phasen der moralischen Karriere eines psychiatrischen Patienten innerhalb institutioneller Strukturen analysiert.

4.BEANTWORTUNG DER FRAGESTELLUNG: Dieser Teil setzt die theoretischen Erkenntnisse in Bezug zur klinischen Realität und zieht die Rosenhan-Studie zur Bestätigung heran.

5. KRITIK AM BEGRIFF DES WEISEN: Das letzte Kapitel reflektiert kritisch über Goffmans Begriffsdefinitionen im Hinblick auf das Verhalten von Klinikpersonal.

Schlüsselwörter

Stigmatisierung, Erving Goffman, psychisch Kranke, Asyle, moralische Karriere, Stigma-Management, soziale Identität, Psychiatrie, Klinikpersonal, Diskreditierte, Diskreditierbare, Rosenhan-Studie, Patientenrolle, soziale Kontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Mechanismen der Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen im Kontext einer psychiatrischen Klinik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Stigmatisierungstheorie nach Goffman, den Begriff der „moralischen Karriere“ von Patienten sowie die Dynamik innerhalb psychiatrischer Institutionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob und wie Klinikpersonal und andere Patienten zur Stigmatisierung von stationär eingewiesenen psychisch Kranken beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die Goffmans soziologische Konzepte mit empirischen Ansätzen wie der Rosenhan-Studie vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte von Stigma und Karriere, prüft diese an der klinischen Realität und diskutiert die Folgen einer psychiatrischen Diagnose.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Stigmatisierung, moralische Karriere, Identität, Stigma-Management und psychiatrische Institution.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Klinikpersonals?

Sie stellt fest, dass das Personal entgegen der theoretischen Goffman-Definition als „Weise“ in der klinischen Realität oft eher zur Stigmatisierung und Etikettierung beiträgt.

Welche Rolle spielt die Studie von Rosenhan für die Argumentation?

Die Rosenhan-Studie dient als empirischer Beleg dafür, dass psychiatrische Diagnosen machtvoll sind und dazu führen, dass normales Verhalten fälschlicherweise als krank interpretiert wird.

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Details

Title
Stigmatisierung psychisch Kranker
College
University of Heidelberg  (Institut für Soziologie)
Course
ProSeminar Devianz
Grade
1,7
Author
Dr. Monique Zimmermann-Stenzel (Author)
Publication Year
1997
Pages
20
Catalog Number
V23071
ISBN (eBook)
9783638262644
Language
German
Tags
Stigmatisierung Kranker ProSeminar Devianz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Monique Zimmermann-Stenzel (Author), 1997, Stigmatisierung psychisch Kranker, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23071
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