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Wie bestimmt Hegel zu Beginn der ‚Wissenschaft der Logik‘ das Problem des Anfangs?

Title: Wie bestimmt Hegel zu Beginn der ‚Wissenschaft der Logik‘ das Problem des Anfangs?

Essay , 2009 , 10 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Eric Jänicke (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century
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Summary Excerpt Details

Der deutsche Idealismus ist geprägt von einer intensiven Suche nach einem Prinzip, welches den Anspruch erhebt, Prinzip für Alles zu sein. Ein solches versteht sich im philosophischen Sinne als erster Grund, als Ursprung auf dem alles andere beruht. Dieser Ursprung, dieser Anfang stellt eine Problematik dar, die in der Philosophie seit mehreren tausend Jahren von großer Bedeutung ist. Schon in der griechischen Antike sind so die verschiedensten Prinzipien entwickelt worden. Zum Beispiel das Wasser, das Feuer, das Atom oder, wie bei Platon, die Idee als Urgrund. Der deutsche Idealismus, der mit Immanuel Kant berühmt wurde, greift diese Ideenkonzeptionierung wieder auf und beschäftigt sich wieder intensiv mit dem Problem des Anfangs.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel nimmt sich dieser Schwierigkeit zu Beginn seines Werkes ‚Wissenschaft der Logik‘ an. Unter der Überschrift „Womit muss der Anfang der Wissenschaft gemacht werden?“ beginnt er seine Untersuchung zu der Problematik des Ursprungs. Diese Untersuchung lässt sich auch als Einleitung und Basis von Hegels Philosophie verstehen, auf die hier nur soweit nötig eingegangen werden kann.

In dieser Arbeit wird den Gedanken Hegels reflektierend, sodass die grundlegenden Begriffe des deutschen Idealismus Kontur gewinnen.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Unmittelbarkeit und Vermittlung

2.1. Klärung der Begriffe

2.2. Liquidierung scheinbarer Gegensätze

3. Der Anfang

3.1. Reines Wissen und Phänomenologie des Geistes

3.2. Das reine Sein

4. Mögliche Kritiken

4.1. Erster Einwand

4.2. Zweiter Einwand

4.3. Dritter Einwand

5. Abschließende Betrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die von Georg Wilhelm Friedrich Hegel in der „Wissenschaft der Logik“ aufgeworfene Problematik des Anfangs. Dabei wird analysiert, wie Hegel den Ursprung als logisches Prinzip bestimmt und welche methodischen Überlegungen sowie Kritiken er im Prozess der Wahrheitsfindung anführt.

  • Hegels Bestimmung des Anfangs als logisches Urproblem
  • Das Verhältnis von Unmittelbarkeit und Vermittlung im Erkenntnisprozess
  • Die Rolle des reinen Wissens und des reinen Seins als Ausgangspunkte der Logik
  • Kritische Auseinandersetzung mit alternativen Anfangskonzeptionen (Subjekt-Objekt-Gegensatz, Fichtes Ich-Philosophie)

Auszug aus dem Buch

3. Der Anfang

Nach diesen einführenden Betrachtungen beginnt nun erst die eigentliche Untersuchung des Urgrundes. Nach klassischer Art und Weise wird dieser nun mit wissenschaftlichen Mitteln ergründet. Der Anfang wird also der methodischen Überprüfung unterzogen.

Wie schon mehrfach benannt muss er im Objektiven, Unmittelbaren - im absoluten Wissen zu suchen sein. Hegel nennt dieses, von jeglicher subjektiven Annäherung freie Wissen, reines Wissen. Um das reine Wissen zu gebrauchen, bedarf es allerdings der Vermittlung über die Sinne bzw. die Wissenschaft des Bewusstseins, welche bei Hegel Phänomenologie des Geistes heißt. Das Resultat der Vermittlung ist dann das reine Wissen in Form eines Gedankens, einer Idee. Hegel schließt also auf die Identität der objektiven Dinge und ihrer Bestimmungen im Denken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Suche der Philosophie nach einem absoluten Prinzip ein und verortet Hegels „Wissenschaft der Logik“ als zentrales Werk zur Untersuchung des Problems des Anfangs.

2. Unmittelbarkeit und Vermittlung: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten geklärt und die methodische Notwendigkeit erläutert, den vermeintlichen Gegensatz zwischen Subjekt und Objekt aufzuheben.

3. Der Anfang: Dieses Kapitel erläutert den Übergang vom reinen Wissen zur Idee und definiert das „reine Sein“ als den eigentlichen, inhaltsleeren logischen Anfang.

4. Mögliche Kritiken: Es werden drei zentrale Einwände diskutiert, darunter die Problematik des Resultats, das Verhältnis von Sein und Nichts sowie die Fichtesche Ich-Philosophie, welche von Hegel jeweils kritisch zurückgewiesen werden.

5. Abschließende Betrachtungen: Das Fazit fasst zusammen, dass Hegels System auf der Identität von Idee und Wirklichkeit beruht, um den logischen Anfang als unbestimmtes „reines Sein“ zu etablieren.

Schlüsselwörter

Hegel, Wissenschaft der Logik, Anfang, reines Sein, reines Wissen, Unmittelbarkeit, Vermittlung, Deutscher Idealismus, Phänomenologie des Geistes, Urgrund, Erkenntnistheorie, Subjekt-Objekt-Verhältnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Hegels philosophische Bestimmung des Anfangs in seinem Hauptwerk „Wissenschaft der Logik“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Unmittelbarkeit und Vermittlung, die Natur des reinen Wissens sowie die logische Herleitung des Anfangs als reines Sein.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, wie Hegel zu Beginn seiner Logik das Problem des Anfangs bestimmt und begründet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse und Exegese von Hegels Argumentation, unter Einbezug kritischer Reflexionen auf Einwände gegen sein System.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Herleitung des Anfangs aus dem reinen Wissen sowie die Diskussion möglicher Kritiken und Einwände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Hegel, reines Sein, Vermittlung, logischer Anfang und das Verhältnis von Subjekt und Objekt.

Warum lehnt Hegel das „Ich“ als Ausgangspunkt ab?

Hegel lehnt das „Ich“ ab, weil es als Abstraktion der konkreten Welt des Bewusstseins nicht die neutrale, unmittelbare Haltung einnimmt, die für den logischen Anfang erforderlich ist.

Was ist die Konsequenz, wenn die Identität von Idee und Wirklichkeit angezweifelt wird?

Ohne diese Identität wäre die Aufhebung zwischen Vermittlung und Unmittelbarkeit unmöglich, wodurch das gesamte Fundament von Hegels Philosophie gefährdet wäre.

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Details

Title
Wie bestimmt Hegel zu Beginn der ‚Wissenschaft der Logik‘ das Problem des Anfangs?
College
Dresden Technical University  (Institut für Philosophie)
Course
Philosophie des Deutschen Idealismus und des 19. Jahrhunderts
Grade
2,3
Author
Eric Jänicke (Author)
Publication Year
2009
Pages
10
Catalog Number
V190444
ISBN (eBook)
9783656148593
ISBN (Book)
9783656148913
Language
German
Tags
hegel beginn anfang wissenschaft logik sein reines wissen deutscher idealismus unmittelbarkeit vermittlung phänomenologie ursprung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eric Jänicke (Author), 2009, Wie bestimmt Hegel zu Beginn der ‚Wissenschaft der Logik‘ das Problem des Anfangs?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190444
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