Die vorliegende Arbeit fasst das Werk "Ein Bericht" von Jean-François Lyotard zusammen und diskutiert es kritisch.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Wissen und Macht im postindustriellen Zeitalter
- Sprachspiele und die Legitimation von Wissen
- Gesellschaft als selbstregulierendes System
- Das Selbst im Kommunikationskreislauf
- Sprachspiel und Positionierung
- Narrative und wissenschaftliche Wissensformen
- Wissen und Freiheit
- Delegitimierung der großen Erzählungen
- Technische Kompetenz und Performativität
- Das Ende des Wissens?
- Das Verhältnis von Input und Output
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Lyotards Bericht untersucht die Transformation von Wissen im postindustriellen und postmodernen Zeitalter. Er argumentiert, dass Wissen zunehmend in Informationsquantitäten übersetzt wird, um in einer neuen Produktion konsumiert und verwertet zu werden. Das Wissen dient somit der Macht und wird zum Mittel des Wettbewerbs auf allen Ebenen.
- Die Informatisierung der Gesellschaft und ihre Legitimation
- Die Rolle von Sprachspielen und Agonistik in der Wissensbildung
- Die Gesellschaft als funktionales Ganzes und das Problem der Entscheidungsgewalt
- Die Unterscheidung zwischen narrativem und wissenschaftlichem Wissen
- Die Rolle von Freiheit und Selbstverwaltung in der postmodernen Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Das Vorwort stellt die These auf, dass Wissen im postindustriellen Zeitalter seine Bedeutung wandelt und zu einem Mittel der Macht wird.
- Das erste Kapitel beleuchtet die Transformation des Wissens im Zuge der Informatisierung der Gesellschaft und diskutiert die damit verbundene Problematik der Legitimation.
- Das zweite Kapitel untersucht die Sprachspiele als Mittel der Legitimation und analysiert die Prinzipien der Agonistik und der Positionierung innerhalb von Sprachspielen.
- Das dritte Kapitel befasst sich mit der Gesellschaft als selbstregulierendes System und betrachtet die Rolle von Experten und Entscheidungsträgern in diesem Kontext.
- Das vierte Kapitel analysiert die Position des Selbst im Kommunikationskreislauf und die Möglichkeiten des Aufstiegs innerhalb des Systems.
- Das fünfte Kapitel beschreibt die Unterscheidung zwischen narrativem und wissenschaftlichem Wissen und die jeweiligen Legitimationsmechanismen.
- Das sechste Kapitel behandelt die Frage der Freiheit und Selbstverwaltung in der postmodernen Gesellschaft.
- Das siebte Kapitel beleuchtet den Niedergang der großen Erzählungen und die Entstehung einer neuen, „flachen“ Wissenslandschaft.
- Das achte Kapitel diskutiert das Konzept der technischen Kompetenz und die Auswirkungen von Performativität auf die Wissensbildung.
- Das neunte Kapitel befasst sich mit der Frage des Endes des Wissens und der Herausforderungen, die sich aus der digitalen Wissensgesellschaft ergeben.
- Das zehnte Kapitel analysiert das Verhältnis von Input und Output im Kontext von Wissensproduktion und -verwertung.
Schlüsselwörter
Lyotards Bericht beschäftigt sich mit zentralen Themen wie Wissen, Macht, Informatik, Postmoderne, Gesellschaft, Sprachspiele, Legitimation, Freiheit, Selbstverwaltung, Performativität, narrative Wissensformen, wissenschaftliche Wissensformen, große Erzählungen, und das Verhältnis von Input und Output. Die zentralen Konzepte der Arbeit sind die Informatisierung der Gesellschaft, die Transformation von Wissen, die Rolle von Sprachspielen in der Wissensbildung, die Frage der Legitimation, und die Herausforderungen der digitalen Wissensgesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Wie verändert sich Wissen im postindustriellen Zeitalter?
Laut Lyotard wird Wissen zunehmend in Informationsquantitäten übersetzt, um als Ware konsumiert, verwertet und als Machtmittel eingesetzt zu werden.
Was versteht Lyotard unter „Sprachspielen“?
Sprachspiele sind Regelsysteme der Kommunikation, in denen Wissen legitimiert wird und Akteure durch Agonistik ihre Positionen aushandeln.
Was bedeutet das „Ende der großen Erzählungen“?
Es beschreibt den Niedergang umfassender Welterklärungsmodelle (wie Fortschritt oder Emanzipation) zugunsten einer Vielzahl lokaler, kleinerer Narrative.
Was ist der Unterschied zwischen narrativem und wissenschaftlichem Wissen?
Narratives Wissen basiert auf Erzählungen und Traditionen, während wissenschaftliches Wissen durch Beweisbarkeit und technische Performativität legitimiert wird.
Welche Rolle spielt Performativität in der Postmoderne?
In der Wissensgesellschaft zählt oft nicht mehr die Wahrheit einer Aussage, sondern ihre Effizienz und ihr Beitrag zum optimalen Verhältnis von Input und Output.
- Citation du texte
- Mag. Marc Hollenstein (Auteur), 2002, Zusammenfassung und Diskussion von Jean-François Lyotards "Ein Bericht", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17397