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Der Einsatz von Kunstbildern im Religionsunterricht

Title: Der Einsatz von Kunstbildern im Religionsunterricht

Term Paper , 2010 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lidia Crimu (Author)

Theology - Religion (For Pre-University Students)
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Summary Excerpt Details

In der Hausarbeit wird zuerst der Begriff des Kunstbildes konkretisiert und die fünf Typen nach Schädle 2008 genannt, was gleichzeitig eine Funktionsbeschreibung darstellt.
Anschließend erfolgen die didaktischen Überlegungen zum Einsatz von Kunstbildern im Religionsunterricht (Abschnitt 3). Hauptaufgabe dieses Kapitels ist es, die Legitimation des Bildergebrauchs im schulischen Bereich zu beleuchten, was jedoch nur dann erfolgen kann, wenn man vorher abklärt, wie es zum heutigen Verständnis des schulischen religiösen Bildergebrauchs gekommen ist. Deshalb werden zuerst der katechetische Einsatz von Kunstbildern in den ersten 19 Jahrhunderten des Christentums (Abschnitt 3.1.1), und der Bildergebrauch in der Evangelischen Unterweisung und des problemorientiertem Religionsunterricht des 20. Jahrhunderts (Abschnitt 3.1.2) betrachtet und danach die Legitimation des Bildergebrauchs im gegenwärtigen Religionsunterricht (Abschnitt 3.2). Zum letzten Punkt schauen wir uns das Bilderverbot im Alten und Neuen Testament im Hinblick auf die sich daraus ergebenden Folgerungen für den heutigen Religionsunterricht (Abschnitt 3.2.1), die Verwirklichung des ästhetischen Prinzips (Abschnitt 3.2.2) und die amtliche Vorgaben in Richtlinien und Lehrplänen der gymnasialen Oberstufe in Nordrhein-Westfalen (Abschnitt 3.2.3) an. Im vierten Abschnitt werden Methoden zum Bildereinsatz vorgestellt, die bildimmanente Interpretation und die kontextuelle Bildauslegung nach Niehl/Thömmes 2004, weiterhin das neunstufige Grundmodell des Umgangs mit Bildern im Religionsunterricht nach Schmid 1997.
Im fünften Abschnitt wird an einem konkreten Beispiel, nämlich an Max Beckmanns Werk „Die Nacht“, gezeigt, wie ein Kunstbild gut im Unterricht eingebunden werden kann. Nach einigen Hinweisen zum Werk (Abschnitt 5.1), wird das Bild theologisch in das Oberstufenthema „Ist der Mensch von Natur aus schlecht?“, eingebunden und als Zugang zu Martin Luthers Standpunkt gewählt (Abschnitt 5.2). Für den Einsatz im Unterricht wird ein Vorschlag gemacht, in dem Ideen aus dem vierten Kapitel aufgenommen und erweitert werden (Abschnitt 5.3).
Mit einer letzen Bemerkung wird die Hausarbeit abgeschlossen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Anlass und Zielsetzung der Arbeit

1.2 Methodisches Vorgehen

2. Begriffsbestimmung

3. Didaktische Überlegungen zum Einsatz von Kunstbildern im Religionsunterricht

3.1 Historische Betrachtung des Bildergebrauchs in der religiösen Bildungsarbeit

3.1.1 Katechetischer Einsatz von Kunstbildern in den ersten 19 Jahrhunderten des Christentums

3.1.2 Bildergebrauch in der Evangelischen Unterweisung und problemorientiertem Religionsunterricht des 20. Jahrhunderts

3.2 Legitimation des Bildergebrauchs im gegenwärtigen Religionsunterricht

3.2.1 Bildergebrauch im Religionsunterricht vor dem Hintergrund des Bilderverbots im Alten und Neuen Testament

3.2.2 Verwirklichung des ästhetischen Prinzips

3.2.3 Amtliche Vorgaben in Richtlinien und Lehrplänen der gymnasialen Oberstufe in NRW

4. Methodische Überlegungen zum Einsatz von Kunstbildern im Religionsunterricht

4.1 Interpretationsmöglichkeiten in der Bildtheologie

4.1.1 Bildimmanente Interpretation

4.1.2 Kontextuelle Bildauslegungen

4.2 Das Grundmodell des Umgangs mit Bildern im Religionsunterricht nach Schmid 1997

5. Einsatz von Kunstbildern im Religionsunterricht verdeutlicht am Beckmanns Werk „Die Nacht“

5.1 Informationen zum Bild

5.2 Theologisch-didaktische Einbindung des Bildes

5.3 Vorschlag zum methodischen Einsatzes des Bildes

6. Abschließende Bemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Voraussetzungen eines überlegten Umgangs mit bildender Kunst im Religionsunterricht. Das zentrale Ziel ist es, praktische Impulse für Lehrkräfte zu geben, um Kunstbilder als wertvolle, mehrdimensionale Medien zu nutzen, die über eine rein illustrative Funktion hinausgehen und sowohl das ästhetische Lernen als auch theologische Reflexionsprozesse bei Schülern fördern.

  • Historische Entwicklung des Bildergebrauchs in der christlichen Katechese und Pädagogik
  • Theologische und didaktische Legitimation von Bildern trotz des alttestamentarischen Bilderverbots
  • Methodische Ansätze zur Bilderschließung, insbesondere durch bildimmanente Interpretation
  • Integration von Kunst in den Unterricht am Beispiel von Max Beckmanns Werk „Die Nacht“

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Katechetischer Einsatz von Kunstbildern in den ersten 19 Jahrhunderten des Christentums

Aufgrund des Bilderverbots im Dekalog (Exodus 20,4; Deuteronomium 5,8) spielt bis ca. Mitte des dritten Jahrhunderts das Bild in der Katechese keine wichtige Rolle. Ein grundlegender Perspektivenwechsel findet mit Papst Gregor I, dem Großen (590-604) statt, der 600 in einem Brief an Bischof Serenus von Marseille die Bilderzerstörung des Bischofs kritisiert: Papst Gregor greift den Gedanken vom Lyriker Simonides (ca. 500 v. Chr.) „Bild ist schweigendes Wort“ aus der antiken Bildtheorie auf und vertritt die Meinung, dass das Bild die gleiche Rolle für die Analphabeten hat wie die Schrift für die Gebildeten.

„,Denn was für die, die lesen können, die Schrift ist, das ist für die Ungebildeten, die nur mit den Augen wahrnehmen, das Bild‘ – nam quod legentibus scriptura, hoc idiptis praestst pictura cernentibus.“

Zwar wird hier eine Abwertung des Bildes gegenüber der Schrift unternommen, indem es den Ungebildeten zugeordnet wird und für die Gebildeten als überflüssig betrachtet wird, dennoch hebt er als „erster namhafter Repräsentant der Kirche den pädagogischen Wert der Bilder hervor.“ Bilder setzt er in der Heidenmissionierung in Angelsachsen ein, indem er seinen Missionar mit einem Kreuz und einem gemalten Christus-Bild ausstattet, und nachher in England bebilderte Evangeliare in der Katechumenenunterweisung einsetzt. Das Bild ist also in diesem Zusammenhang nicht als „eigenständige Größe, sondern im Bezug zum Wort der Heiligen Schrift und der christlichen Verkündigung zu sehen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit motiviert das Thema durch die Beobachtung eines oberflächlichen Umgangs mit Kunst und formuliert die Frage nach kompetenzorientierten Methoden für den Religionsunterricht.

2. Begriffsbestimmung: Es wird definiert, dass Kunstbilder durch eine Objekt-, Oberflächen- und Tiefendimension charakterisiert sind, wobei letztere erst durch den Rezipierenden gebildet wird.

3. Didaktische Überlegungen zum Einsatz von Kunstbildern im Religionsunterricht: Dieses Kapitel beleuchtet historisch den Wandel der Bilderverwendung und legitimiert diese für den modernen Unterricht durch das ästhetische Prinzip.

4. Methodische Überlegungen zum Einsatz von Kunstbildern im Religionsunterricht: Hier werden konkrete Interpretationsmodelle wie die bildimmanente Interpretation und ein neunstufiges Modell nach Schmid vorgestellt.

5. Einsatz von Kunstbildern im Religionsunterricht verdeutlicht am Beckmanns Werk „Die Nacht“: Anhand des expressionistischen Werks wird praktisch aufgezeigt, wie Kunst theologisch eingebunden und methodisch im Unterricht erschlossen werden kann.

6. Abschließende Bemerkung: Die Arbeit resümiert, dass eine überlegte Vorbereitung für einen unterrichtlichen Einsatz von Kunst, die dem Bild und dem Schüler gerecht wird, essenziell ist.

Schlüsselwörter

Religionsunterricht, Kunstbilder, Bildpädagogik, Bilderverbot, ästhetisches Lernen, Aisthesis, Poiesis, Katharsis, Bildimmanente Interpretation, Max Beckmann, Didaktik, Bildtheologie, Symbolik, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsmethodik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem sinnvollen Einsatz von Kunstbildern im Religionsunterricht, um Schülern einen tieferen Zugang zu religiösen Themen und persönlichen Erfahrungen zu ermöglichen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben historischen Entwicklungen des Bildergebrauchs im Christentum stehen didaktische Konzepte, das ästhetische Lernen und die methodische Umsetzung der Bildanalyse im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräften Impulse und Methoden an die Hand zu geben, mit denen Kunst im Unterricht nicht nur illustrativ, sondern als autonomes und bedeutsames Medium für den Glauben genutzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert theologische, kunsthistorische und religionspädagogische Fachliteratur, um ein theoretisches Fundament mit praktischen Unterrichtsmodellen zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Legitimation des Bildergebrauchs, die Vorstellung spezifischer Interpretationsmethoden sowie eine praktische Anwendung am Werk „Die Nacht“ von Max Beckmann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Religionsunterricht, ästhetisches Lernen, bildimmanente Interpretation, Bilderverbot und christliche Bildtheologie.

Warum ist das alttestamentarische Bilderverbot heute noch relevant?

Das Bilderverbot dient im Kontext der Arbeit als Impuls, um die Freiheit Gottes zu betonen und davor zu warnen, Gott durch menschliche Gottesbilder in festgelegten Vorstellungen zu fixieren.

Wie lässt sich das Werk „Die Nacht“ von Max Beckmann didaktisch einsetzen?

Das Werk dient im Unterricht als Deutungsbild, um anthropologische Fragen zur menschlichen Natur und zum Bösen zu thematisieren und dabei moderne Kunst als Medium für existenzielle Reflexion zu nutzen.

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Details

Title
Der Einsatz von Kunstbildern im Religionsunterricht
College
University of Cologne  (Institut für Evangelische Theologie)
Grade
1,3
Author
Lidia Crimu (Author)
Publication Year
2010
Pages
34
Catalog Number
V166286
ISBN (eBook)
9783640819638
ISBN (Book)
9783640822690
Language
German
Tags
einsatz kunstbildern religionsunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lidia Crimu (Author), 2010, Der Einsatz von Kunstbildern im Religionsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166286
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