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Der postkoloniale Diskurs und die Weltliteratur

Titel: Der postkoloniale Diskurs und die Weltliteratur

Hausarbeit , 2009 , 9 Seiten

Autor:in: Hamadou Adama (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen dem postkolonialen Diskurs und dem Konzept der „Weltliteratur“. Der Postkoloniale Diskurs ist ein sich seit Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelter Gegendiskurs und versteht sich als eines der Modi zur Ûberwindung der Marginalisierung zunächst von den Intellektuellen und Migranten aus der „dritten Welt“ oder „Peripherie“. Der Begriff von Weltliteratur ist ein vom späten Goethe(1749-1832) geprägtes Konzept und drückt die „Zukunft- und Wunschvorstellung“ Goethes über die Weltverkehr und die Weltkommunikation aus. Bevor wir dem Verhältnis zwischen dem postkolonialen Diskurs und der Weltliteratur nachgehen, möchten wir vorausgreifend auf die Gründzüge des jeweiligen Begriffs eingehen

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. THEMA : Der postkoloniale Diskurs und die Weltliteratur

2. Der postkoloniale Diskurs

3. Die „Weltliteratur“

4. Der postkoloniale Diskurs und die „Weltliteratur“

5. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen dem postkolonialen Diskurs und dem literaturwissenschaftlichen Konzept der „Weltliteratur“. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie postkoloniale Ansätze die traditionell eurozentrische Sichtweise auf Weltliteratur herausfordern, dekonstruieren und durch eine neue, transnationale Perspektive ergänzen.

  • Grundlagen des postkolonialen Diskurses
  • Das Goethesche Konzept der Weltliteratur
  • Die Kategorie der Hybridität als analytisches Werkzeug
  • Kritik am eurozentrischen Weltliteraturkanon
  • Transnationale Literaturformen und ihre Bedeutung für die Komparatistik

Auszug aus dem Buch

Der postkoloniale Diskurs

Aus zwei Hauptgründen bildet sich der postkoloniale Diskurs heraus: die neue Lektüre des Imperialismus und ihre Folgen sowohl bei den ehemaligen Kolonisierten als auch bei der Metropole und dem Unbehagen für die Intellektuellen aus der „dritten Welt“ zum Wort zu kommen. Da die Welt auf zwei Teile des „Zentrums“ und der „Peripherie“ geteilt wird. Das Zentrum monopolisiert die Konstruktion von Wissen und spricht für die Peripherie. Das Zentrum, das hier das Abendland repräsentiert, bestimmt was Wissenschaften wären, die oft auf dem marginalisierenden kolonialen Diskurs basieren. Allerdings kommt die Mehrheit von Theoretikern des postkolonialen Diskurses aus den damaligen kolonisierten Ländern. Diese Autoren haben also nicht die Möglichkeit in den abendländischen Ländern zum Wort zu kommen oder wenn es ihnen gelingt, werden sie keine Anerkennung finden, obwohl sie eminenten Wissenschaftler wie ihre okzidentalischen Kollegen sind. Dort herrscht der diskriminierende und einseitige Diskurs der Metropole über die Welt vor. Dieser Diskurs verfährt mit binären Oppositionen, die “ein Denken mit klaren Dichotomien, mit klaren Polaritäten, mit klaren unverrückbaren Identitäten, so David Simo, die ermöglichen, zwischen den Gute und den Bösen klar erkennbaren ‚Linien’ in den Sand zu ziehen”. Die Theoretiker des postkolonialen Diskurses stützen sich auf ihre Erfahrungen der Kolonisation und des Imperialismus, um die bis dahin konstruierten Wissen hinzufragen.

Die neue Lektüre des Imperialismus führt zu der Erkenntnis, dass es gegenseitige Einflüsse zwischen den Kolonisierenden und den Kolonisierten gegeben hatte. Für die Theoretiker des postkolonialen Diskurses hatte der Imperialist nicht einseitig gegen die kolonisierten Völker ohne Leistung des Widerstandes seitens dieser Völker agiert. Es handelt sich vielmehr um „Interaktion zwischen Angehörigen und Nachfahren ehemals kolonisierter Völker und ehemaliger Kolonialherren”. Die heutige globalisierte Welt ist also das Resultat dieser gemeinsamen Konstruktion der Geschichte.

Zusammenfassung der Kapitel

THEMA : Der postkoloniale Diskurs und die Weltliteratur: Die Einleitung definiert den postkolonialen Diskurs als Gegendiskurs zur Marginalisierung und führt Goethes Konzept der Weltliteratur als Ausdruck von Weltkommunikation ein.

Der postkoloniale Diskurs: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge des Diskurses, kritisiert die binäre Aufteilung in Zentrum und Peripherie und betont die Bedeutung gegenseitiger kultureller Einflüsse.

Die „Weltliteratur“: Hier wird die historische Genese des Weltliteraturbegriffs bei Goethe sowie dessen enge Verknüpfung mit der Komparatistik beleuchtet.

Der postkoloniale Diskurs und die „Weltliteratur“: Das Kapitel untersucht die notwendige Neubestimmung der Weltliteratur unter dem Einfluss postkolonialer Hybridität und transnationaler Literaturformen.

SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Zusammenfassung resümiert die Entwicklung vom traditionellen, eurozentrischen Verständnis hin zu einem postkolonialen, von Hybridität geprägten Blick auf Literatur und Identität.

Schlüsselwörter

Postkolonialer Diskurs, Weltliteratur, Hybridität, Zentrum, Peripherie, Komparatistik, Kulturtransfer, Identität, Interkulturalität, Imperialismus, Transnationalität, Nationalliteratur, Dekonstruktion, Marginalisierung, Weltkommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Spannungsverhältnis und die Wechselwirkungen zwischen dem postkolonialen Diskurs und dem traditionellen Konzept der Weltliteratur.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Publikation behandelt?

Zentrale Themen sind die Kritik am Eurozentrismus, die Analyse von Machtstrukturen zwischen Zentrum und Peripherie sowie die Neubewertung literarischer Identität unter postkolonialen Vorzeichen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das postkoloniale Denken, insbesondere durch das Konzept der Hybridität, den herkömmlichen Kanon der Weltliteratur erweitert und transnationale Perspektiven integriert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit bedient sich einer literaturwissenschaftlichen Diskursanalyse und vergleicht theoretische Konzepte der Kulturwissenschaften, um bestehende Definitionen kritisch zu hinterfragen.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Begriffsbestimmung von Weltliteratur bei Goethe, der Kritik von Theoretikern wie Marino und Bachmann-Medick sowie der Bedeutung von Hybridität als ästhetische Kategorie.

Welche Schlagworte charakterisieren diese wissenschaftliche Untersuchung?

Zu den prägenden Schlagworten zählen Hybridität, Weltliteratur, postkolonialer Diskurs, Komparatistik, kulturelle Differenz und Dekonstruktion.

Welche Rolle spielt der Begriff der Hybridität in dieser Analyse?

Hybridität fungiert als zentrales, mehrdeutiges analytisches Werkzeug, das eine neue, nicht-statische Sicht auf kulturelle Identität und literarische Produktion ermöglicht.

Wie unterscheidet sich der postkoloniale Ansatz vom klassischen Weltliteraturverständnis?

Während die klassische Sichtweise häufig von nationalphilologischen Einheiten ausgeht, betont der postkoloniale Ansatz die Durchlässigkeit, den Austausch und die transnationale Natur literarischer Werke.

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Details

Titel
Der postkoloniale Diskurs und die Weltliteratur
Autor
Hamadou Adama (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
9
Katalognummer
V137142
ISBN (eBook)
9783640455119
ISBN (Buch)
9783656432944
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diskurs Weltliteratur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hamadou Adama (Autor:in), 2009, Der postkoloniale Diskurs und die Weltliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137142
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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