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Das Internat als Bildungseinrichtung zwischen gieriger und totaler Institution

Titre: Das Internat als Bildungseinrichtung zwischen gieriger und totaler Institution

Essai , 2023 , 8 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Patrick Raese (Auteur)

Sociologie - Généralités et fondements
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Befindet sich im Lebenslauf eines Individuums der Punkt, dass ein Internat besucht wurde, so löst dies für den Großteil der Gesellschaft eine direkte Assoziation mit einem elitären Bildungsstandort aus und zeugt von einer gewissen Privilegierung. Ist es in der Regel doch so, dass der Bildungsstandard sich (im Vergleich zu einem Großteil der Regelschulen) auf einem höheren Niveau befindet – speziell im Hinblick auf Ergebnisse summativer Leistungsbewertung – und dies einen Vorteil der Internats-Schülerinnen und -Schüler gegenüber anderen darstellt. Doch wie genau gelingt es dem Internat, dass Schülerinnen und Schüler hier ein größeres Maß an Leistung und Engagement aufbringen? Und lassen sich diese Einflussfaktoren mit jenen gleichsetzen, wie sie auch bei gierigen bzw. totalen Institutionen Verwendung finden? Aspekte, denen vor einem soziologiespezifischen Hintergrund im Rahmen dieses Essays Aufmerksamkeit gezollt werden soll, um so das Internat möglicherweise zwischen diesen verschiedenen Typen von Institutionen verorten zu können. Im Folgenden werden zunächst die Fachtermini definiert und anschließend der erwähnte Versuch einer Verortung unternommen, um abschließend besagte Frage zu beantworten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Internat

3. Die verschiedenen Formen von Institutionen

3.1 Gierige Institutionen

3.2 Totale Institutionen

4. Einordnung des Internats in die Institutionsformen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das Internat als Bildungseinrichtung soziologisch zwischen den Konzepten der „gierigen“ und der „totalen“ Institution verortet werden kann, um die Mechanismen zu verstehen, die dort zu einem erhöhten Leistungsdruck führen.

  • Soziologische Analyse von Institutionstypen nach Coser und Goffman
  • Strukturelle Merkmale von Internaten im Vergleich zu Regelschulen
  • Psychische und physische Kontrollmechanismen in Bildungseinrichtungen
  • Diskussion über Konformitäts- und Leistungsdruck unter Schülern

Auszug aus dem Buch

2. Das Internat

Das Internat kann als ein international bekanntes und etabliertes Organisationsmodell einer Bildungseinrichtung für Schülerinnen und Schüler angesehen werden. Anders als bei Regelschulen, weist das Internat die Besonderheit auf, dass sich Lern- und Wohnort der SuS überschneiden. Besucht eine Schülerin oder ein Schüler ein „normales“ Gymnasium, so beschränkt sich der tägliche Aufenthalt hier meist auf eine Zeit zwischen morgens und nachmittags. Durch die Verschmelzung der Aufenthaltsorte innerhalb eines Internats, sind die SuS hier gezwungenermaßen dauerhaft sowohl in der Schule als auch „Zuhause“. Mögliche Gründe für den Internatsbesuch sind exemplarisch eine individuellere Betreuung der SuS, hiermit einhergehende größere Kontrollmöglichkeiten und ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten (vgl. Gonschorek 1979: 257ff.). Um eben diesen Eigenschaften gerecht zu werden, stellen Internate verschiedenste Ansprüche an die SuS, die an sich und ihrem Charakter genauer beleuchtet werden sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die soziologische Fragestellung ein, ob das Internat als Institution zwischen gierigen und totalen Strukturen einzuordnen ist, um den hohen Leistungsdruck dort zu erklären.

2. Das Internat: Dieses Kapitel definiert das Internat als Organisationsmodell, in dem Lern- und Wohnort verschmelzen und die Schüler dauerhaft unter institutioneller Kontrolle stehen.

3. Die verschiedenen Formen von Institutionen: Hier werden die theoretischen Grundlagen der gierigen Institution (nach Coser) und der totalen Institution (nach Goffman) differenziert behandelt.

4. Einordnung des Internats in die Institutionsformen: Das Kapitel vergleicht die Mechanismen von Internaten mit den theoretischen Modellen und diskutiert das Spannungsverhältnis zwischen freiwilliger Loyalität und physischer Kontrolle.

5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass eine rein kategoriale Zuordnung nicht möglich ist, da Internate eine enorme Schnittmenge beider Institutionstypen aufweisen.

Schlüsselwörter

Internat, Bildungsstandort, Gierige Institution, Totale Institution, Soziologie, Leistungsdruck, Gesamtschule, Schülerschaft, Konformitätsdruck, Institutionentheorie, Erziehung, Sozialisation, Kontrolle, Individuum, Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Internat als sozialen Raum und analysiert dessen Strukturmerkmale im Hinblick auf soziologische Institutionstheorien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Soziologie der Bildung, Institutionentheorien von Coser und Goffman sowie die Analyse von Kontrollmechanismen in Internaten.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob und wie das Internat zwischen den Idealtypen einer gierigen und einer totalen Institution verortet werden kann, um den typischen Leistungsdrang zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete Analyse, die existierende soziologische Fachbegriffe auf das Fallbeispiel des Internats anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Internats, die theoretische Herleitung der Institutionstypen und deren empirische Anwendung auf das Internat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Internat, Gierige Institution, Totale Institution, Leistungsdruck und Soziologie.

Wie unterscheidet sich das Internat laut dem Autor vom normalen Gymnasium?

Der Hauptunterschied liegt laut Autor in der räumlichen und sozialen Verschmelzung von Wohnen und Lernen, was eine dauerhafte Präsenz und stärkere institutionelle Kontrolle ermöglicht.

Warum lehnt der Autor eine eindeutige Zuordnung des Internats ab?

Eine eindeutige Zuordnung ist laut Autor nicht möglich, da Internate Merkmale beider Idealtypen – sowohl die psychischen Bindungsmechanismen „gieriger“ als auch die strukturellen Vorgaben „totaler“ Institutionen – ineinander verschmelzen.

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Résumé des informations

Titre
Das Internat als Bildungseinrichtung zwischen gieriger und totaler Institution
Université
Bielefeld University
Cours
Grundlagen der Soziologie
Note
1,3
Auteur
Patrick Raese (Auteur)
Année de publication
2023
Pages
8
N° de catalogue
V1351686
ISBN (PDF)
9783346856609
Langue
allemand
mots-clé
Soziologie Institutionen gierig total Internat Bildung Bildungsinstitution Coser greedy institution
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Patrick Raese (Auteur), 2023, Das Internat als Bildungseinrichtung zwischen gieriger und totaler Institution, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351686
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Extrait de  8  pages
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