Es gibt zunächst eine kleine Einführung in den Bereich einer sexuellen Belästigung. Anschließend wird der Tatbestand der sexuellen Belästigung in der Schweiz (Art. 198 StGB) und in Österreich (§ 218 öStGB) ausführlich beschrieben. Beide Tatbestände werden kriminalpolitisch diskutiert. Die Seminararbeit endet mit einem Rechtsvergleich zum deutschen Strafrecht, also zum Tatbestand der sexuellen Belästigung in Deutschland.
Im Folgenden zeige ich den Straftatbestand der sexuellen Belästigung in der Schweiz und in Österreich auf. Insbesondere überprüfe ich die jeweiligen Normen auf Tatbestandsebene, vergleiche diese miteinander und zeige Parallelen und Unterschiede zum deutschen Strafrecht auf und stelle die Grenzen des Schutzbereiches dar. Außerdem gehe ich auf
mögliche kriminalpolitische Diskussionen und mögliche Rechtsreformen ein. Es stellt sich außerdem weiterhin die Frage, ob die sexuelle Belästigung ein Bagatelldelikt darstellt und wie dieses verfolgt werden kann.
Inhaltsverzeichnis
- A. Einführung
- B. Sexuelle Belästigung in der Schweiz
- I. Straftatbestand - Art. 198 StGB
- 1. Sexuelle Belästigung durch Vornahme einer sexuellen Handlung vor jemanden - Art. 198 Abs. 1 StGB
- 2. Tätliche sexuelle Belästigung - Art. 198 Abs. 2 Alt. 1 StGB
- 3. Verbale sexuelle Belästigung - Art. 198 Abs. 2 Alt. 2 StGB
- II. Art. 198 StGB - als Auffangtatbestand?
- III. Das Verhältnis zum Zivilrecht
- IV. Kriminalpolitische Diskussion und Ausblick
- 1. Materielles Recht als Hürde
- 2. Eventuelle Reform der Straftatbestände
- a. Reformvorschläge
- b. Kritik der Reformvorschläge
- C. Sexuelle Belästigung in Österreich
- I. Straftatbestand - §218 öStGB
- 1. §218 Abs. 1 öStGB
- 2. §218 Abs. 1a öStGB
- 3. §218 Abs. 2a und 2b öStGB
- 4. verbale und nonverbale Belästigungen
- II. Die Tatbestandsmerkmale und deren Bestimmtheit
- 1. die geschlechtliche Handlung nach §218 Abs. 1 öStGB
- a. geschlechtliche Handlung am Opfer
- b. geschlechtliche Handlung vor dem Opfer
- c. Auslösen eines Ärgernisses
- 2. Verletzung der Würde nach §218 Abs. 1a öStGB
- 3. öffentliche geschlechtliche Handlung nach §218 Abs. 2 öStGB
- 4. Gemeinschaftliche Begehung nach §218 Abs. 2a und 2b öStGB
- III. Kriminalpolitische Diskussion
- D. Rechtsvergleich Deutschland – Österreich - Schweiz
- I. Schweiz: sexuelle Handlung
- II. Österreich: geschlechtliche Handlung
- III. Deutschland: sexuell bestimmte Weise berührt und belästigt
- IV. Gegenüberstellung
- E. Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit dem Thema sexuelle Belästigung und untersucht, ob es sich dabei um ein Bagatelldelikt handelt. Die Arbeit analysiert die rechtlichen Regelungen zur sexuellen Belästigung in der Schweiz und Österreich und vergleicht diese mit dem deutschen Rechtssystem.
- Definition und Abgrenzung des Begriffs der sexuellen Belästigung
- Analyse der Straftatbestände in der Schweiz und Österreich
- Bewertung der kriminalpolitischen Diskussion und Reformvorschläge
- Rechtsvergleich zwischen den drei Ländern
- Beurteilung der Bedeutung und des Einflusses der sexuellen Belästigung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema der sexuellen Belästigung und stellt die Relevanz des Themas heraus. Im nächsten Kapitel werden die rechtlichen Regelungen zur sexuellen Belästigung in der Schweiz analysiert. Dabei wird der Straftatbestand des Art. 198 StGB im Detail beleuchtet, insbesondere die verschiedenen Formen der sexuellen Belästigung, die darin geregelt sind. Weiterhin wird das Verhältnis zum Zivilrecht sowie die kriminalpolitische Diskussion und die möglichen Reformen des Straftatbestandes beleuchtet.
Das dritte Kapitel befasst sich mit der rechtlichen Situation in Österreich. Es wird der Straftatbestand des §218 öStGB analysiert, der verschiedene Formen der sexuellen Belästigung umfasst, darunter die geschlechtliche Handlung am Opfer, die geschlechtliche Handlung vor dem Opfer und die Verletzung der Würde. Außerdem werden die kriminalpolitischen Diskussionen in Österreich zum Thema sexuelle Belästigung beleuchtet.
Im vierten Kapitel erfolgt ein Rechtsvergleich zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es werden die unterschiedlichen Definitionen von sexueller Belästigung in den drei Ländern gegenübergestellt und die jeweiligen Besonderheiten des jeweiligen Rechtssystems hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen sexuelle Belästigung, Straftatbestand, Rechtsvergleich, Kriminalpolitik, Reformvorschläge, Rechtssystem, Schweiz, Österreich, Deutschland, geschlechtliche Handlung, sexuelle Handlung.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird sexuelle Belästigung in der Schweiz rechtlich geahndet?
In der Schweiz ist dies in Art. 198 StGB geregelt, der Belästigungen durch sexuelle Handlungen vor jemandem sowie tätliche oder verbale Belästigungen umfasst.
Welche Besonderheiten gibt es im österreichischen Recht (§ 218 öStGB)?
Das österreichische Recht unterscheidet detailliert zwischen geschlechtlichen Handlungen am oder vor dem Opfer sowie der Verletzung der Würde und gemeinschaftlicher Begehung.
Ist sexuelle Belästigung rechtlich gesehen ein Bagatelldelikt?
Die Arbeit diskutiert diese Frage kritisch und beleuchtet, wie das Delikt verfolgt wird und ob die aktuellen Strafrahmen der Schwere der Taten gerecht werden.
Was sind die Hauptunterschiede zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz?
Die Unterschiede liegen vor allem in den Definitionen (z.B. „geschlechtliche Handlung“ vs. „sexuell bestimmte Berührung“) und den Voraussetzungen für die Strafbarkeit.
Gibt es aktuelle Reformvorschläge für diese Gesetze?
Ja, die Arbeit geht auf kriminalpolitische Diskussionen und Reformvorschläge ein, die darauf abzielen, materielle Hürden bei der Strafverfolgung abzubauen.
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- Julia Dziwniel (Autor), 2021, Sexuelle Belästigung in anderen Rechtsordnungen: Schweiz /Österreich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185555