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„Vom Umgang mit der Zunahme psychischer Störungen und Erkrankungen im Tätigkeitsfeld der Beratung in der Sozialen Arbeit“

Titre: „Vom Umgang mit der Zunahme psychischer Störungen und Erkrankungen im Tätigkeitsfeld der Beratung in der Sozialen Arbeit“

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Veronika Wehner (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Da psychische Störungen und Krankheiten in unserer Gesellschaft allgegenwärtig sind und dem Anschein nach stetig zunehmen, ist es für SozialarbeiterInnen hilfreich, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Diese Erkenntnis ziehe ich aus meinem zweiten Praxissemester, welches ich in der Allgemeinen Sozialberatung der Caritasregion Mittelthüringen in Erfurt absolvierte. Da ich schon in meinem ersten Praxissemester in dieser Beratungsstelle tätig war, konnte ich die Zunahme an Beratungsgesprächen im Kontext mit psychischen Defiziten im zunehmenden Maße beobachten. Oft hatten wir in der Beratung mit den psychisch belasteten KlientInnen das Problem, befriedigende Diagnosen zu erstellen. Aufgrund der mangelnden Diagnose war es für uns schwierig oder besser gesagt kaum möglich gewesen, geeignete Hilfemaßnahmen zur Verbesserung und Behebung der vorhandenen psychischen Defizite sowie der daraus resultierenden Probleme der Betroffenen zu finden.

Wir als SozialarbeiterInnen sind in vielen Bereichen der Praxis mit Menschen konfrontiert, die psychisch belastet aber dennoch kein Fall für die Psychiatrie, den Sozialpsychiatrischen Dienst oder Ähnliches sind. Doch welche Möglichkeiten hat die Soziale Arbeit zur Verbesserung der Lebensqualität dieser betroffenen Menschen?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Problemaufriss

2.1 Begriffsdefinitionen psychischer Störungen und Krankheiten

3 Soziale Diagnostik

3.1 Erläuterungen zur sozialen Diagnose

3.2 Welchen Sinn macht Soziale Diagnose bei KlientInnen mit psychischen Störungen und Krankheiten in der Sozialen Arbeit?

4 Soziale Netzwerkarbeit

4.1 Umsetzung der Sozialen Netzwerkarbeit im Kontext psychisch beeinträchtigter Menschen

5 Empowerment

5.1 Elemente des Empowermentprozesses in der sozialarbeiterischen Beratungsarbeit mit psychisch beeinträchtigten Menschen

5.2 Selbsthilfe in Gruppen: Am Beispiel der Erfurter Psychosegespräche

6 Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Umgang mit der Zunahme psychischer Störungen und Erkrankungen im Feld der Sozialen Arbeit. Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie SozialarbeiterInnen durch angemessene diagnostische und methodische Ansätze – insbesondere Netzwerkarbeit und Empowerment – die Lebensqualität betroffener KlientInnen verbessern können, anstatt diese lediglich als Fälle für psychiatrische Einrichtungen zu betrachten.

  • Reflexion der Rolle der Sozialen Arbeit bei psychischen Belastungen
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der sozialen Diagnose
  • Einsatz von Sozialer Netzwerkarbeit zur Ressourcenaktivierung
  • Anwendung des Empowerment-Konzepts in der Beratung
  • Praxisbeispiel der Erfurter Psychosegespräche als trialogischer Ansatz

Auszug aus dem Buch

3.2 Welchen Sinn macht Soziale Diagnose bei KlientInnen mit psychischen Störungen und Krankheiten in der Sozialen Arbeit?

Die Soziale Arbeit kann durch eine individualisierte Diagnostik die Erhöhung der Effizienz und Effektivität sozialer Unterstützung für KlientInnen mit psychischen Defiziten herbeiführen. Dies erreicht die Soziale Arbeit aber nur dann, wenn sie in ihrer Beziehungsarbeit zu den KlientInnen versucht, deren lebensweltlichen Zusammenhänge ganzheitlich zu betrachten und zu verstehen, was z.B. durch mehrmalige Hausbesuche, in denen man das Umfeld der KlientInnen kennen lernen kann, realisierbar wird. Hierbei sollte aber besonders darauf geachtet werden, dass keine voreiligen Diagnosen gestellt werden, um Fehleinschätzungen und Stigmatisierungen zu vermeiden. Vielmehr sollte man sich als SozialarbeiterInnen fragen, welche Methoden, Handlungsmodelle und professionelle Haltungen eingesetzt werden können, um eine bessere Problembewältigung und Verbesserung der Lebensqualität der psychisch belasteten KlientInnen zu erreichen.

Im nächsten Teil meiner Ausarbeitung möchte ich in einer kurzen Zusammenfassung, da dies sonst den Rahmen dieser Ausarbeitung überschreiten würde, auf das Handlungsmodell soziale Netzwerkarbeit und das Empowerment Konzept, welches als „professionelle Haltung“ angesehen wird, am Beispiel sozialarbeiterischer Beratungsarbeit eingehen. Diese beiden sozialarbeiterischen Modelle, welche innerhalb unterschiedlichster Methoden (z.B. sozialpädagogische Beratungsarbeit), Diagnosen und Verfahrensweisen eingesetzt werden, können sich positiv wie auch regulierend auf psychische Belastungen, Störungen und Erkrankungen auswirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl durch Beobachtungen in ihrem Praxissemester, in dem eine Zunahme psychisch belasteter KlientInnen bei gleichzeitigem Mangel an geeigneten Hilfsangeboten deutlich wurde.

2 Problemaufriss: Es wird die Herausforderung beschrieben, dass in einer niederschwelligen Beratungsstelle KlientInnen mit psychischen Defiziten oft als „grenzwertig“ eingestuft wurden, da keine passgenauen Unterstützungssysteme existierten.

2.1 Begriffsdefinitionen psychischer Störungen und Krankheiten: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den gesellschaftlichen Konstrukten von Normalität und Krankheit auseinander und plädiert für einen vorsichtigeren Umgang mit Diagnosen.

3 Soziale Diagnostik: Die Abgrenzung zur medizinischen Diagnose wird vorgenommen, um den spezifischen Bedarf und die Komplexität der sozialen Arbeit im Umgang mit psychisch belasteten Klienten zu betonen.

3.1 Erläuterungen zur sozialen Diagnose: Es wird auf das Verfahren von Peter Pantucek verwiesen, das darauf abzielt, Unterstützungsprozesse ohne Stigmatisierung und unter Einbezug des Problemkontexts zu planen.

3.2 Welchen Sinn macht Soziale Diagnose bei KlientInnen mit psychischen Störungen und Krankheiten in der Sozialen Arbeit?: Das Kapitel erläutert, dass eine individualisierte Diagnostik die Effektivität steigern kann, sofern sie ganzheitlich angelegt ist und voreilige Stigmatisierungen vermeidet.

4 Soziale Netzwerkarbeit: Die verschiedenen Netzwerktypen (mikro-, meso-, makrosozial) werden eingeführt, um den Nutzen der Netzwerkarbeit als sozialpädagogisches Handlungsmodell darzustellen.

4.1 Umsetzung der Sozialen Netzwerkarbeit im Kontext psychisch beeinträchtigter Menschen: Es wird aufgezeigt, wie die Stabilisierung bestehender Netzwerke bei den Betroffenen neue Ressourcen und Selbsthilfepotentiale freisetzen kann.

5 Empowerment: Das Konzept der Selbstbefähigung wird als zentraler Emanzipationsprozess definiert, bei dem die Stärkung der Eigenverantwortung im Vordergrund steht.

5.1 Elemente des Empowermentprozesses in der sozialarbeiterischen Beratungsarbeit mit psychisch beeinträchtigten Menschen: Hier werden konkrete Ansätze wie ressourcenorientiertes Arbeiten, Förderung der Selbstbestimmung und Überwindung von Selbststigmatisierung detailliert erläutert.

5.2 Selbsthilfe in Gruppen: Am Beispiel der Erfurter Psychosegespräche: Das Kapitel stellt den trialogischen Erfahrungsaustausch als wirksames Instrument zur gegenseitigen Fortbildung und zum Abbau von Vorurteilen vor.

6 Schlussfolgerungen: Die Autorin reflektiert ihre Erkenntnisse und erkennt, dass SozialarbeiterInnen durch einen bewussteren, nicht stigmatisierenden Ansatz mehr Möglichkeiten zur Unterstützung besitzen, als sie zu Beginn ihrer Arbeit annahm.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Psychische Störungen, Soziale Diagnose, Netzwerkarbeit, Empowerment, Ressourcenorientierung, Selbstbestimmung, Stigmatisierung, Selbsthilfe, Psychosegespräche, Trialog, Lebensqualität, Beratung, Sozialpädagogik, Normalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den Umgang von SozialarbeiterInnen mit KlientInnen, die psychische Belastungen oder Störungen aufweisen, und untersucht, wie diese professionell in der Sozialberatung unterstützt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?

Die zentralen Themen sind die Rolle der sozialen Diagnostik, die Anwendung von Netzwerkarbeit zur Stabilisierung von Klientensystemen sowie das Empowerment-Konzept als haltungsbasierte Methode.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie SozialarbeiterInnen „grenzwertig“ belasteten Menschen effektiver helfen können, ohne vorschnelle negative Diagnosen zu stellen oder Klienten allein auf ihre Defizite zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis von Fachliteratur, ergänzt durch die Reflexion von Erfahrungen aus einem Praxissemester und den Besuch trialogischer Psychosegespräche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der sozialen Diagnose, die praktische Anwendung sozialer Netzwerkarbeit sowie die Ausgestaltung des Empowerment-Prozesses in der Beratungsarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Soziale Arbeit, Empowerment, Netzwerkarbeit, Soziale Diagnose und Trialog beschreiben.

Inwiefern spielt das Konzept der „Normalität“ eine Rolle für die Autorin?

Die Autorin hinterfragt den Begriff der Normalität kritisch als gesellschaftliches Konstrukt und warnt davor, dass subjektive Vorstellungen von Normalität bei Fachkräften zu einer stigmatisierenden Bewertung von KlientInnen führen können.

Was sind die Erfurter Psychosegespräche?

Dabei handelt es sich um eine monatliche Zusammenkunft von Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten („Trialog“), bei der auf Augenhöhe Erfahrungen ausgetauscht werden, um ein besseres Verständnis für das Phänomen Psychose zu erlangen.

Warum ist das Thema „Selbststigmatisierung“ für die Beratung so wichtig?

Die Autorin hebt hervor, dass KlientInnen gesellschaftliche Vorurteile oft auf sich selbst übertragen, was ihre Genesung behindert; SozialarbeiterInnen können durch Empathie helfen, diese Mechanismen zu durchschauen.

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Résumé des informations

Titre
„Vom Umgang mit der Zunahme psychischer Störungen und Erkrankungen im Tätigkeitsfeld der Beratung in der Sozialen Arbeit“
Université
Erfurt University of Applied Sciences
Cours
Methoden der Sozialen Arbeit: Seminar Psychosegespräch
Note
1,3
Auteur
Veronika Wehner (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
19
N° de catalogue
V114673
ISBN (ebook)
9783640165438
ISBN (Livre)
9783640165575
Langue
allemand
mots-clé
Umgang Zunahme Störungen Erkrankungen Tätigkeitsfeld Beratung Sozialen Arbeit“ Methoden Sozialen Arbeit Seminar Psychosegespräch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Veronika Wehner (Auteur), 2008, „Vom Umgang mit der Zunahme psychischer Störungen und Erkrankungen im Tätigkeitsfeld der Beratung in der Sozialen Arbeit“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114673
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Extrait de  19  pages
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