In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird eine Antwort auf die Frage erarbeitet werden, inwieweit Aspekte des Konzeptes der Volksgemeinschaft innerhalb der Hitlerjugend, zur Zeit des Dritten Reichs zwischen 1933 bis 1945, nicht oder nur unvollständig in der Realität umgesetzt werden konnten.
Methodisch wird so vorgegangen, dass zuerst der Ausgangszustand der nationalsozialistischen Ideologie dargestellt wird. Aus der NS-Ideologie wird dann dem Aspekt der Volksgemeinschaft besondere Aufmerksamkeit geschenkt, um diesen anschließend im Schwerpunkt dieser Arbeit, durch Aufbau und Struktur der Hitlerjugend zu ergänzen. Fünf Aspekte bilden den Schwerpunkt der Untersuchung: die Aktivierung der Jugend, der Freiwilligkeitsanspruch, der national-sozialistische Idealtyp eines Heranwachsenden, das Prinzip "Jugend führt Jugend" und der Umgang mit der konfessionellen Jugend. In einem Fazit sollen die Ergebnisse gebündelt und abschließend betrachtet werden. Abschließend wird eine vertiefende Fragestellung genannt werden, durch deren Bearbeitung die Ergebnisse dieser Arbeit ergänzt werden könnten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die nationalsozialistische Ideologie
- Ursprung
- Das Rassenprinzip
- Das Führerprinzip
- Das Prinzip der Volksgemeinschaft
- Die Hitlerjugend
- Konzept und Realität
- Anspruch der vollständigen Aktivierung der Jugend
- Anspruch auf Freiwilligkeit
- Anspruch eines nationalsozialistischen Idealtyps
- Anspruch von „Jugend führt Jugend“
- Anspruch an die Kirche
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem Konzept und der Umsetzung der „Volksgemeinschaft“ im Dritten Reich am Beispiel der Hitlerjugend. Sie untersucht, inwieweit die „Volksgemeinschaft“ als idealistische Vorstellung der nationalsozialistischen Ideologie in der Realität, insbesondere innerhalb der Hitlerjugend, umgesetzt werden konnte.
- Die zentralen Elemente der nationalsozialistischen Ideologie
- Die Rolle der Hitlerjugend als Stützpfeiler der „Volksgemeinschaft“
- Die Umsetzung des Konzepts der „Volksgemeinschaft“ in der Hitlerjugend
- Die Abweichungen und Schwachstellen der „Volksgemeinschaft“ im Kontext der Hitlerjugend
- Die Bedeutung der Jugendorganisation für die Verwirklichung der nationalsozialistischen Ziele
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die zentrale Fragestellung nach dem Gelingen bzw. Misslingen der Umsetzung des nationalsozialistischen Konzepts der „Volksgemeinschaft“ vor, wobei der Fokus auf der Hitlerjugend liegt. Die methodische Vorgehensweise wird erläutert, die sich auf die Darstellung der nationalsozialistischen Ideologie, die Analyse des Konzepts der „Volksgemeinschaft“ und die Untersuchung der Hitlerjugend im Hinblick auf die Umsetzung des Konzepts konzentriert.
- Die nationalsozialistische Ideologie: Dieses Kapitel beleuchtet die drei Kernelemente der nationalsozialistischen Ideologie: das Führerprinzip, das Rassenprinzip und das Prinzip der „Volksgemeinschaft“. Es wird deutlich, wie die Ideologie als Grundlage für das NS-Regime diente und die „Volksgemeinschaft“ als zentrales Element zur Mobilisierung der Bevölkerung und zur Durchsetzung der NS-Ziele fungierte.
- Die Hitlerjugend: Dieses Kapitel widmet sich der Jugendorganisation der Hitlerjugend und ihrer zentralen Rolle im nationalsozialistischen System. Es werden die Ziele und Methoden der Hitlerjugend in Bezug auf die Erziehung und Indoktrination der Jugend vorgestellt.
- Konzept und Realität: In diesem Kapitel werden fünf Aspekte des Konzepts der „Volksgemeinschaft“ im Kontext der Hitlerjugend analysiert: die vollständige Aktivierung der Jugend, der Anspruch auf Freiwilligkeit, der nationalsozialistische Idealtyp eines Heranwachsenden, das Prinzip „Jugend führt Jugend“ und der Umgang mit der konfessionellen Jugend. Es werden sowohl die idealistischen Vorstellungen als auch die tatsächlichen Bedingungen und Herausforderungen der Umsetzung des Konzepts in der Realität betrachtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen des Nationalsozialismus, der Ideologie der „Volksgemeinschaft“, der Rolle der Hitlerjugend als Jugendorganisation und der Umsetzung des Konzepts der „Volksgemeinschaft“ in der Praxis. Insbesondere werden die Bereiche der Jugendsozialisation, der Indoktrination, der Freiwilligkeit und der Idealtypbildung im Kontext der nationalsozialistischen Ideologie untersucht. Die Arbeit analysiert Widersprüche und Unstimmigkeiten zwischen dem idealistischen Konzept der „Volksgemeinschaft“ und der Realität der Hitlerjugend, wobei sie den Totalitätsanspruch des NS-Regimes und die Bedeutung der Jugend für die Durchsetzung der NS-Ziele betont.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Konzept der „Volksgemeinschaft“ im Nationalsozialismus?
Es war das Ideal einer klassenlosen, rassisch homogenen Gesellschaft, die sich dem Führerprinzip unterordnet und individuelle Interessen dem Gemeinwohl opfert.
Wie setzte die Hitlerjugend (HJ) dieses Konzept um?
Die HJ versuchte, die gesamte Jugend zu erfassen, sie ideologisch zu indoktrinieren und durch das Prinzip „Jugend führt Jugend“ eine neue Elite heranzuziehen.
War die Teilnahme an der Hitlerjugend wirklich freiwillig?
Obwohl ein „Freiwilligkeitsanspruch“ propagiert wurde, gab es massiven sozialen und gesetzlichen Druck, der die Teilnahme faktisch zur Pflicht machte.
Welche Rolle spielte die Kirche im Konflikt mit der HJ?
Das NS-Regime versuchte, konfessionelle Jugendgruppen zu zerschlagen oder einzugliedern, da sie eine Konkurrenz zum totalitären Erziehungsanspruch der HJ darstellten.
Konnte die „Volksgemeinschaft“ in der Realität vollständig umgesetzt werden?
Die Arbeit zeigt, dass viele Aspekte nur unvollständig umgesetzt wurden, da soziale Unterschiede und individueller Widerstand bestehen blieben.
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- Anonym (Autor), 2019, Konzept und Realität der "Volksgemeinschaft" im Dritten Reich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/986818