Ziel dieser Arbeit ist es, die Werbestrategie der Social Media Plattform Facebook, das sogenannte Targeting, zu untersuchen und herauszufinden, inwiefern Bernays’ Prinzipien sich auf diese anwenden lassen. Ist das Targeting mit Bernays’ Propaganda-Theorie vergleichbar? Wo lassen sich Unterschiede erkennen? Was ist neu? Fokus wird auch darauf gelegt, welche Welt sich demjenigen präsentiert, der durch Propaganda beeinflusst wird. Welche Position nimmt er ein?
Recherchegrundlage dieser Arbeit sind sowohl Bernays’ Propaganda selbst sowie zeitgenössische Lektüre zum Online-Marketing. Außerdem finden einige medienwissenschaftliche Texte der Platform Studies Einzug in die Untersuchungen. Die Abhandlungen werden vor allem kultur- und medienwissenschaftlich, in den Bereichen der Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaft sein. Soziologische Aspekte werden voraussichtlich auch Einzug erhalten. Dieses breite Spektrum begründet sich vor allem in der Vielfalt der Propaganda, die folgend behandelt wird.
"Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben. Sie beeinflussen unsere Meinungen, unseren Geschmack, unsere Gedanken." Diese These stammt von Edward Bernays, dem sogenannten Vater der Public Relations. In seinem Buch „Propaganda. Die Kunst der Public Relations“ bemüht sich Bernays darzulegen, weshalb es so wichtig ist, die Meinung der Massen zu dirigieren und erklärt außerdem, wie dies möglich ist. Das Werk stammt von 1928, gilt aber noch heute als Pflichtlektüre in der Kommunikationswissenschaft. Es stellt sich dadurch die Frage, inwiefern seine Theorien noch aktuell und anwendbar auf die heutige Gesellschaft sind. Mit der fortschreitenden Digitalisierung des alltäglichen Lebens nimmt auch Propaganda neue (digitale) Räume in Anspruch.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Propaganda nach Bernays
- Edward Bernays
- Propaganda (1928)
- Targeting
- Einführung in Facebook
- Facebook als Marktplatz - Das Targeting
- Ist Facebook-Targeting Propaganda nach Bernays?
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Werbestrategie der Social Media Plattform Facebook, das sogenannte Targeting, im Kontext der Propaganda-Theorie von Edward Bernays. Sie untersucht, inwiefern Bernays' Prinzipien auf das Facebook Targeting anwendbar sind und wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden Bereichen bestehen. Des Weiteren wird untersucht, welche Welt sich dem Nutzer präsentiert, der durch Propaganda beeinflusst wird.
- Die Propaganda-Theorie von Edward Bernays
- Das Facebook Targeting als Werbestrategie
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Propaganda und Facebook Targeting
- Die Perspektive des durch Propaganda beeinflussten Nutzers
- Die Relevanz von Bernays' Theorien für die heutige digitale Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik der Propaganda nach Bernays ein und beleuchtet Edward Bernays' Biografie und seine zentrale Arbeit "Propaganda. Die Kunst der Public Relations" aus dem Jahr 1928. Es werden Bernays' Kernaussagen zu den Mechanismen der Propaganda, der Manipulation der Massen und der Bedeutung von Gruppen in der Gesellschaft dargestellt. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Facebook Targeting, erklärt die Funktionsweise der Plattform als Marktplatz und erläutert die verschiedenen Targeting-Optionen, die Facebook Werbetreibenden zur Verfügung stellt. Im dritten Kapitel wird die Frage untersucht, ob das Facebook Targeting als Propaganda nach Bernays angesehen werden kann. Es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden Bereichen herausgearbeitet. Hierbei wird auch die Perspektive des Nutzers beleuchtet, der durch Propaganda beeinflusst wird.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Propaganda, Public Relations, Edward Bernays, Social Media, Facebook, Targeting, digitale Gesellschaft, Manipulation, Massenkommunikation und Medienwissenschaft. Die Analyse der Beziehung zwischen Bernays' Propaganda-Theorie und dem Facebook Targeting ist zentral, um die Auswirkungen digitaler Werbepraktiken auf die moderne Gesellschaft zu beleuchten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die zentrale Fragestellung dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht, inwiefern das Facebook-Targeting den Prinzipien der Propaganda-Theorie von Edward Bernays aus dem Jahr 1928 folgt.
Wer war Edward Bernays?
Edward Bernays gilt als der "Vater der Public Relations" und verfasste das einflussreiche Werk „Propaganda. Die Kunst der Public Relations“, in dem er Mechanismen zur Beeinflussung der Massenmeinung beschreibt.
Was versteht man unter Facebook-Targeting?
Targeting ist eine Werbestrategie auf Facebook, die es ermöglicht, Werbeanzeigen präzise auf bestimmte Zielgruppen zuzuschneiden, basierend auf deren Daten und Verhalten.
Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen Bernays' Theorie und modernem Targeting?
Beide Ansätze zielen auf die gezielte Beeinflussung von Meinungen und Verhaltensweisen ab, wobei das Targeting digitale Räume nutzt, um die von Bernays beschriebene Manipulation der Massen zu verfeinern.
Welche Perspektive nimmt der Nutzer in dieser Analyse ein?
Die Arbeit beleuchtet, welche Welt sich einem Nutzer präsentiert, der durch Algorithmen und Propaganda beeinflusst wird, und welche Position er in diesem Gefüge einnimmt.
- Quote paper
- Judith Böttger (Author), 2017, Inwiefern folgt das Facebook-Targeting den Prinzipien von Edward Bernays’ Propaganda-Theorie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/975590