Das besondere Verhältnis zwischen Trump und den Medien ist in der Forschung schnell zu einem großen Thema geworden. Diese Arbeit soll sich deshalb damit beschäftigen, zu untersuchen, welche Rolle die Medien beim Aufstieg des Rechtspopulisten Trump gespielt haben. Dabei wird der besondere Fokus darauf gelegt, inwiefern die Medien durch die Art und Weise ihrer Berichterstattung einen Einfluss auf die politische Meinungsbildung der US-Amerikaner in dieser Zeit ausgeübt haben.
Im November 2016 wurde Donald Trump zum vierundfünfzigsten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Die Wahl Trumps war dabei keinesfalls eine gewöhnliche Wahl, schon sein Wahlkampf war von Provokationen, Tabubrüchen und Skandalen gezeichnet. Umso überraschender war sein Sieg, denn keine Umfragen hatte ihm eine Chance eingeräumt, alle Demagogen waren von einem klaren Sieg Hillary Clintons überzeugt.
Er schaffte aber etwas, was vor ihm kein anderer amerikanischer Politiker in diesem Maße geschafft hatte: Eine breite, mehrheitsfähige, rechtspopulistische Bewegung in den USA. Diese hat ihn im November zu ihrem Präsidenten gewählt und wird nicht so schnell wieder aus Washington verschwinden. Auch für die Medien brach mit der Wahl Trumps ein neues Zeitalter an.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Rechtspopulismus im heutigen Verständnis
- Differenzierung Populismus und Rechtspopulismus
- Populismus
- Rechtspopulismus
- Was Donald Trump zum Rechtspopulisten macht
- Differenzierung Populismus und Rechtspopulismus
- Der Stellenwert der Pressefreiheit in den USA
- Die Medien als vierte Gewalt
- Die heutige Medienlandschaft in den USA
- Liberal bis konservativ: MSNBC, CNN und Fox News
- New York Times vs. Breitbart News
- Donald Trump und die freie Presse
- Die Rolle der Medien im Präsidentschaftswahlkampf 2016
- Fatale Unterschätzung
- Sendezeit für Skandale
- Zwei Gegner, ein Ziel
- Delegitimierung der Medien
- Fake News gegen Faktenchecker
- Die Rolle der Medien im Präsidentschaftswahlkampf 2016
- Das Kommunikationsverhalten von Donald Trump
- Trumps Rhetorik und seine Erfolge mit Twitter
- Twitter als digitale Pressekonferenz
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Medien bei der Etablierung des Rechtspopulismus in den USA während der Trump-Ära. Sie analysiert, inwiefern die Medien durch ihre Berichterstattung die politische Meinungsbildung der US-Amerikaner beeinflusst haben.
- Das Konzept des Rechtspopulismus und seine Abgrenzung zum Populismus
- Die Bedeutung der Pressefreiheit in den USA und die Medien als vierte Gewalt
- Die heutige Medienlandschaft in den USA und die Polarisierung der Fernsehsender Fox News, MSNBC und CNN
- Das ambivalente Verhältnis zwischen Donald Trump und der freien Presse, insbesondere die Rolle der Medien im Wahlkampf 2016
- Die Strategien der Delegitimierung der Medien durch Trump und der Einfluss von Fake News auf die politische Meinungsbildung
Zusammenfassung der Kapitel
Die ersten Kapitel der Arbeit beschäftigen sich mit der Definition von Populismus und Rechtspopulismus und analysieren, inwiefern Donald Trump diesen Kategorien zuzuordnen ist. Daraufhin wird der Stellenwert der Pressefreiheit in den USA erläutert und die heutige Medienlandschaft mit ihren wichtigsten Akteuren beleuchtet.
Im Fokus der folgenden Kapitel steht das ambivalente Verhältnis zwischen Trump und der Presse. Die Analyse des Wahlkampfs 2016 zeigt, wie die Medien Trump zunächst unterschätzten und ihm durch Skandalisierung eine hohe Aufmerksamkeit verschafften. Anschließend wird diskutiert, inwiefern Trump und die Medien trotz öffentlicher Auseinandersetzung ein gemeinsames Ziel haben: die Aufmerksamkeit der Bevölkerung.
Weitere Kapitel befassen sich mit Trumps Strategien zur Delegitimierung der Medien und dem Einfluss von Fake News auf den öffentlichen Diskurs. Abschließend werden Trumps Kommunikationsverhalten, insbesondere seine Nutzung von Twitter, und dessen Auswirkungen auf die politische Berichterstattung analysiert.
Schlüsselwörter
Rechtspopulismus, Trump, Medien, Pressefreiheit, Fake News, Twitter, politische Meinungsbildung, USA, Wahlkampf, Medienlandschaft, Fox News, CNN, MSNBC, New York Times, Breitbart News.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielten die Medien beim Aufstieg von Donald Trump?
Die Medien verschafften Trump durch die Skandalisierung seiner Aussagen enorme Sendezeit und Aufmerksamkeit, was seine politische Meinungsbildung und Popularität ungewollt förderte.
Was macht Donald Trump nach heutigem Verständnis zum Rechtspopulisten?
Seine Rhetorik, die gezielte Nutzung von Tabubrüchen, die Provokation des "Establishments" und die Schaffung einer breiten, identitätsbasierten Bewegung kennzeichnen ihn als Rechtspopulisten.
Wie nutzte Trump Twitter für seine Kommunikation?
Trump nutzte Twitter als "digitale Pressekonferenz", um Journalisten zu umgehen, seine Botschaften direkt an die Wähler zu senden und die Agenda des Tages zu bestimmen.
Was versteht man unter der Delegitimierung der Medien?
Trump bezeichnete etablierte Medien oft als "Fake News" oder "Feinde des Volkes", um deren Glaubwürdigkeit zu untergraben und seine eigene Version der Wahrheit zu etablieren.
Wie ist die US-Medienlandschaft heute gespalten?
Es herrscht eine starke Polarisierung zwischen liberalen Sendern wie CNN oder MSNBC und konservativen Plattformen wie Fox News oder Breitbart, was die politische Spaltung der Gesellschaft verstärkt.
- Citation du texte
- Lennart Albers (Auteur), 2019, Politische Meinungsbildung in den USA der Trump-Ära. Rolle der Medien bei der Etablierung des Rechtspopulismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/967287