In der Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie VR den Prozess der Chronifizierung von Schmerzen beeinflussen könnte. Um die Frage zu beantworten, wird zunächst ein kurzer Überblick über die theoretischen Hintergründe des Schmerzes aus psychologischer Sicht gegeben. Anschließend setzt die Autorin sich mit einigen Studien zur Schmerzbehandlung mithilfe von VR auseinander und arbeitet heraus, welche Mechanismen sich als wirksam erwiesen haben und wie sie für eine Anwendung bei subakuten Schmerzen eingesetzt werden könnten. Abschließend wird dargestellt, welche Implikationen sich daraus für die Umsetzung in der Praxis ergeben.
Inhaltsverzeichnis
- Theoretischer Hintergrund
- Schmerz
- Chronische Schmerzen
- Risikofaktoren für die Chronifizierung von Schmerzen
- Depressive Stimmung
- Angst
- Stresserleben
- Passives Vermeidungsverhalten
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von Virtual Reality (VR) auf die Chronifizierung von Schmerzen. Sie untersucht, wie VR den Prozess der Schmerzchronifizierung beeinflussen könnte und welche Mechanismen sich als wirksam erwiesen haben.
- Theoretische Hintergründe des Schmerzes aus psychologischer Sicht
- Studien zur Schmerzbehandlung mithilfe von VR
- Wirksame Mechanismen der VR-Anwendung bei subakuten Schmerzen
- Implikationen für die praktische Umsetzung in der Schmerztherapie
Zusammenfassung der Kapitel
Theoretischer Hintergrund
Das Kapitel beleuchtet die Definition von Schmerz und chronischem Schmerz aus psychologischer Sicht. Es erläutert die Unterscheidung zwischen akuten und chronischen Schmerzen und die Rolle von somatosensorischen und emotionalen Komponenten.
Risikofaktoren für die Chronifizierung von Schmerzen
Dieses Kapitel behandelt verschiedene Risikofaktoren, die den Übergang von akuten zu chronischen Schmerzen begünstigen. Dazu gehören depressive und ängstliche Stimmungslagen, erhöhtes Stresserleben sowie passives Vermeidungsverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann Virtual Reality (VR) in der Schmerztherapie helfen?
Virtual Reality wirkt in der Schmerztherapie vor allem durch Ablenkung und die Beeinflussung der emotionalen Schmerzkomponente. Sie kann den Prozess der Chronifizierung von Schmerzen unterbrechen, indem sie neuronale Mechanismen aktiviert, die die Schmerzwahrnehmung reduzieren.
Was sind die Risikofaktoren für die Chronifizierung von Schmerzen?
Zu den psychologischen Risikofaktoren gehören depressive Stimmungen, Angstzustände, hohes Stresserleben sowie passives Vermeidungsverhalten, bei dem Patienten Bewegungen aus Angst vor Schmerz unterlassen.
Was ist der Unterschied zwischen akutem und chronischem Schmerz?
Akuter Schmerz hat eine Warnfunktion und ist zeitlich begrenzt. Chronischer Schmerz hingegen hat sich von der ursprünglichen Ursache gelöst, besteht über einen längeren Zeitraum (meist über 3-6 Monate) und wird als eigenständiges Krankheitsbild betrachtet.
Welche Mechanismen machen VR-Anwendungen wirksam?
Die Wirksamkeit beruht auf der Immersion, also dem Eintauchen in eine virtuelle Welt, die die Aufmerksamkeit des Gehirns so stark beansprucht, dass weniger Kapazitäten für die Verarbeitung von Schmerzsignalen übrig bleiben.
Kann VR auch bei subakuten Schmerzen eingesetzt werden?
Ja, VR-Szenarien eignen sich besonders in der subakuten Phase, um frühzeitig Fehlhaltungen und Vermeidungsverhalten entgegenzuwirken und so den Übergang in die Chronizität zu verhindern.
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- Anonym (Author), 2018, Virtual Reality in der Schmerztherapie. Über- und Ausblick zur Behandlung chronischer Schmerzen mit Virtual Reality Szenarien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962154