In dieser Hausarbeit wird die unterdurchschnittliche Kursentwicklung von Börsenneulingen in einer Langfristperspektive untersucht. Börsenneulinge werden im angelsächsischen auch IPOs (initial public offering) genannt. Die Literatur der Autoren Ljungqvist, Purnanandam und Swaminathan, Ritter und Welsch und Wu und Kwok boten hierbei einen Überblick.
Wenn IPOs an die Börse gehen, lässt sich in den ersten Tagen von den meisten Autoren ein Underpricing beobachten. Was in den circa drei Jahren danach geschieht, ist, dass IPOs eine Minderleistung im Vergleich zu nichtbörsenorientierten Unternehmen aufweisen. Diese beiden Phänomene werden untersucht. Zunächst wird in diesem Zusammenhang auf die Begriffe Signalling, Marketing, rechtliche Verantwortung, Preisunterstützung und Agenturkosten eingegangen. Als nächstes werden der Preis und die Aktivität von Börsenneulingen in wissenschaftlichen Aufsätzen untersucht. Hierbei werden die wissenschaftlichen Theorien und Ergebnisse nacheinander vorgestellt. Fast alle haben gemeinsam, dass sie eine langfristige Underperformance von Börsenneulingen beobachten.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Langfristige Underperformance in Theorien des Underpricing
- 2.1 Signalling
- 2.2 Marketing
- 2.3 Rechtliche Verantwortung
- 2.4 Preisunterstützung
- 2.5 Agenturkosten
- 3. Der Preis und die Aktivität von Börsenneulingen nach wissenschaftlichen Aufsätzen
- 4. Fallunterscheidung in der Leistung von Börsenneulingen in der Langfristperspektive
- 4.1 Globale vs. Amerikanische Börsenneulinge
- 4.2 Börsenneulinge: Venture Capital-backed Companies und Nonventure Capital-backed Companies
- 4.3 Der Ruf des Underwriters
- 5. Schlussfolgerung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die unterdurchschnittliche Kursentwicklung von Börsenneulingen in einer Langfristperspektive. Sie befasst sich mit dem Phänomen des Underpricing bei Börsengängen und der beobachteten Underperformance von Börsenneulingen im Vergleich zu etablierten Unternehmen in den folgenden drei Jahren.
- Die Analyse von Theorien des Underpricing, wie Signalling, Marketing und rechtliche Verantwortung.
- Die Untersuchung der Rolle von Preisunterstützung und Agenturkosten bei der langfristigen Performance von Börsenneulingen.
- Die Präsentation von wissenschaftlichen Aufsätzen und deren Ergebnisse, die die Kursentwicklung von Börsenneulingen beleuchten.
- Die Betrachtung von Fallunterscheidungen in der Leistung von Börsenneulingen, beispielsweise zwischen globalen und amerikanischen Börsenneulingen.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einführung liefert einen Überblick über die Thematik und stellt die Forschungsfrage nach der unterdurchschnittlichen Kursentwicklung von Börsenneulingen in der Langfristperspektive dar. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit Theorien des Underpricing, die dieses Phänomen erklären sollen, darunter Signalling, Marketing, rechtliche Verantwortung, Preisunterstützung und Agenturkosten. Das dritte Kapitel präsentiert wissenschaftliche Aufsätze und ihre Ergebnisse, die die Kursentwicklung von Börsenneulingen analysieren. Dabei wird insbesondere auf die Beobachtungen von Ritter und Welsch eingegangen, die eine Underperformance von Börsenneulingen im Vergleich zu etablierten Unternehmen feststellen konnten.
Schlüsselwörter
Börsenneulinge, Underpricing, IPOs, Langfristperformance, Signalling, Marketing, Rechtliche Verantwortung, Preisunterstützung, Agenturkosten, wissenschaftliche Aufsätze, Underperformance, Ritter und Welsch.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet „Underpricing“ bei einem Börsengang?
Underpricing bezeichnet das Phänomen, dass der Ausgabepreis einer Aktie beim Börsengang (IPO) deutlich unter dem ersten Handelspreis liegt, was zu hohen Anfangsrenditen führt.
Warum weisen IPOs langfristig oft eine Underperformance auf?
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Börsenneulinge in den ersten drei Jahren oft schlechter abschneiden als etablierte Unternehmen. Gründe dafür können übertriebener Optimismus, Agenturkosten oder Marketingeffekte sein.
Was besagt die Signalling-Theorie im Kontext von IPOs?
Die Theorie besagt, dass Unternehmen durch ein bewusstes Underpricing ihre Qualität signalisieren wollen, um bei späteren Kapitalerhöhungen höhere Preise zu erzielen.
Spielt der Ruf des Underwriters eine Rolle für die Performance?
Ja, die Arbeit untersucht, inwieweit renommierte Emissionsbanken (Underwriter) die langfristige Kursentwicklung und das Vertrauen der Investoren beeinflussen.
Gibt es Unterschiede zwischen Venture Capital-finanzierten Firmen und anderen?
Die Hausarbeit führt eine Fallunterscheidung durch und analysiert, ob durch Venture Capital unterstützte Unternehmen eine stabilere Langfristperformance zeigen als solche ohne diese Unterstützung.
- Quote paper
- Ljuba Kabzan (Author), 2012, Unterdurchschnittliche Kursentwicklung von Börsenneulingen in einer Langfristperspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/960665