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Xerxes der Große. Determinismus und Willensfreiheit im herodoteischen Weltbild

Titel: Xerxes der Große. Determinismus und Willensfreiheit im herodoteischen Weltbild

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dimitri Dikhel (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum
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In seinem 1978 erschienenen Buch „Orientalism“ schreibt der Literaturtheoretiker Edward W. Said, das westliche Verständnis vom Nahen Ostens sei weitreichend von Alexander dem Großen (356 bis 323 v. Chr.) und Herodot (485 bis 425 v. Chr.) geprägt. Das zeigt sich bereits durch die Verbreitung einer Anekdote aus den Historien, wonach Xerxes sich bei seiner Überfahrt nach Phrygien in eine Platane verliebt und sie mit Schmuck behängt haben soll. Obwohl es hierfür außerhalb der Historien keine Belege gibt, setzte sich diese Geschichte durch, sodass sie zum Beispiel auch bei Claudius Aelianus auftaucht, der dieses Ereignis ungläubig wiedergibt, und zweitausend Jahre später den Anfang von Händels biographischer Oper „Serse“ (1783) bildet. Die Motivationen und Absichten des Großkönigs anhand dieser Quellenlage ergründen zu wollen. ist problematisch.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Xerxes I.: Ein Überblick
  • 3. Xerxes als Negativbeispiel in der antiken Literatur
  • 4. Interpretation der göttlichen Zeichen in Herodots Darstellung der Perserkriege
  • 5. Fazit

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Darstellung des persischen Großkönigs Xerxes in Herodots Historien. Im Zentrum steht die Frage, wie Herodot die Figur des Xerxes nutzt, um Aussagen über persische Kultur, Politik und Machtverhältnisse zu treffen.

  • Darstellung Xerxes in den Historien
  • Interpretation göttlicher Zeichen in Herodots Erzählung
  • Xerxes als Beispiel für Hybris und göttliche Strafe
  • Die Perser als „Anderer“ im griechischen Weltbild
  • Der Einfluss der persischen Geschichte auf die westliche Wahrnehmung des Nahen Ostens

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung

Die Einleitung erläutert den Einfluss Herodots und Alexanders des Großen auf die westliche Wahrnehmung des Nahen Ostens und beleuchtet die Problematik der Quellenlage zur Person Xerxes. Sie stellt zudem die Bedeutung der „Rhetorik des Anderen“ in Herodots Darstellung der Perser dar.

2. Xerxes I.: Ein Überblick

Dieses Kapitel beleuchtet die Herkunft, Geburt und Thronfolge Xerxes. Es beschreibt den Umfang des Perserreiches unter Xerxes Herrschaft und die Vorgeschichte des Perserkrieges.

3. Xerxes als Negativbeispiel in der antiken Literatur

Dieses Kapitel analysiert die Darstellung Xerxes in der antiken Literatur, insbesondere in den Tragödien von Aischylos. Es zeigt, wie Xerxes als Inbegriff des Tyrannen und der Hybris dargestellt wird.

4. Interpretation der göttlichen Zeichen in Herodots Darstellung der Perserkriege

Dieses Kapitel analysiert die Rolle göttlicher Zeichen in Herodots Erzählung und untersucht, wie diese zur Charakterisierung Xerxes und zur Legitimation des athenischen Sieges eingesetzt werden.

Schlüsselwörter

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Xerxes I., Herodot, Perserkriege, Hybris, „Rhetorik des Anderen“, göttliche Zeichen, antike Literatur, Perser, Griechenland, Orientalismus, und der Darstellung von „Barbaren“ in der antiken Literatur.

Häufig gestellte Fragen

Wie stellt Herodot den Großkönig Xerxes dar?

Herodot nutzt Xerxes als Negativbeispiel für einen Tyrannen, dessen Handeln von Hybris (Übermut) geprägt ist und der schließlich durch göttliche Vorsehung bestraft wird.

Was bedeutet die „Rhetorik des Anderen“ bei Herodot?

Dies beschreibt die Tendenz, die Perser als kulturelles Gegenbild zu den Griechen („Barbaren“) darzustellen, um die eigene griechische Identität und Überlegenheit zu definieren.

Welche Rolle spielen göttliche Zeichen in den Historien?

Göttliche Zeichen dienen Herodot dazu, den Ausgang der Perserkriege als moralisch notwendig und religiös legitimiert darzustellen, wobei Xerxes Warnungen oft ignoriert.

Warum ist die Quellenlage zu Xerxes problematisch?

Die meisten Berichte stammen von griechischen Autoren wie Herodot oder Aischylos, die eine subjektive, oft feindselige Sichtweise einnehmen, während zeitgenössische persische Quellen selten sind.

Was besagt die Anekdote über Xerxes und die Platane?

Xerxes soll sich in einen Baum verliebt und ihn mit Goldschmuck behängt haben – eine Geschichte, die seine angebliche Irrationalität und Dekadenz unterstreichen sollte.

Wie beeinflusste Herodot die westliche Wahrnehmung des Orients?

Seine Darstellungen prägten das Bild des „despotischen Orients“, das bis in die Neuzeit und in Werke wie Händels Oper „Serse“ nachwirkt, wie Edward Said im Kontext des Orientalismus kritisiert.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Xerxes der Große. Determinismus und Willensfreiheit im herodoteischen Weltbild
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,3
Autor
Dimitri Dikhel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V958316
ISBN (eBook)
9783346299413
ISBN (Buch)
9783346299420
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Xerxes Persien Persia Herodot Herodotus Greece Ailianos Arrian Cicero Homer Ktesias Plutarch Griechenland Sophokles
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dimitri Dikhel (Autor:in), 2018, Xerxes der Große. Determinismus und Willensfreiheit im herodoteischen Weltbild, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/958316
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Leseprobe aus  18  Seiten
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