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Eusebius und der antijudaistische Diskurs in der Demonstratio Evangelica

Titre: Eusebius und der antijudaistische Diskurs in der Demonstratio Evangelica

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 18 Pages , Note: 2

Autor:in: David Liebelt (Auteur)

Théologie - Théologie historique, Histoire ecclésiastique
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Das Seminar beschäftigt sich mit dem praktischen Bedeutungsverlust der Heiligen Stadt in der christlichen Weltanschauung. Die Seminararbeit fokussiert dagegen etwas anderes, die Frage des Seminars jedoch immanent Klärendes. Letztlich wird es darum gehen, aus den Schriften des Eusebius den spezifischen Duktus des Antijudaismus herauszuarbeiten, um mit diesem Instrumentarium die Demonstratio Evangelica dahingehend zu analysieren, inwieweit Jerusalem behandelt wird. Hier soll besonders die Frage geklärt werden, inwieweit zwei Jerusalem thematisierende Passagen in der Demonstratio Evangelica zu beurteilen sind.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

O. Einleitung

I. Biographie

II. Das Werk

III. Literaturkritik

IV. Antijudaistische Theologie

V. Die Zerstörung des Tempels als Topos der christlichen Deutung

VI. Demonstratio Evangelica

VII. Resümee

VIII. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den spezifischen Duktus des Antijudaismus in den Schriften des Eusebius von Caesarea, insbesondere in der "Demonstratio Evangelica", um aufzuzeigen, wie die Zerstörung des Jerusalemer Tempels als göttliche Strafe und als Legitimationsgrundlage für den Bedeutungsverlust der Heiligen Stadt im christlichen Kontext instrumentalisiert wurde.

  • Analyse des antijudaistischen Duktus bei Eusebius
  • Die Instrumentalisierung der Tempelzerstörung als göttliche Strafe
  • Eusebius als apologetischer Historiker
  • Das Verhältnis von "Kirchengeschichte" und "Demonstratio Evangelica"
  • Die Verschiebung des geistigen Zentrums von Jerusalem nach Rom

Auszug aus dem Buch

IV. Antijudaistische Theologie

In einer Rezension über Mendels Essay steht: ”Reading THE ECCLESIASTICAL HISTORY through the lenses of modern media studies, Mendels argues that Eusebius viewed the spread of Christianity as a media revolution and invented a new type of history writing, ‘media history’, to promote it. By carefully examining Eusebius's methods, Mendels shows that Eusebius worked much like modern journalists do in selecting, shaping, and presenting stories for popular consumption.” Was aber war der damalige kirchenpolitische und weltanschauliche Mainstream? Objektive historische Betrachtungen oder Streitschriften gegen alles, was nicht christlich-hellenistisch ist?

Vorangestellt sei ein Brief des syrischen Stoikers Mara bar Serapion an seinen Sohn Serapion, der die in der Antike vorherrschende Vorstellung des Schuld-und-Sühne Gedankens eindrucksvoll aufzeigt: „Was hatten die Athener davon, daß sie Sokrates töteten? Hungersnot und Pest kamen als Strafe über sie! Was hatten die Bewohner der Insel Samos davon, daß sie den Pythagoras verbrannten? Ihr Land wurde in einem Augenblick vom Sand bedeckt. Was hatten die Juden davon, daß sie ihren weisen König hingerichtet haben? Von jener Zeit an wurde ihnen das Reich weggenommen. Denn Gott verschaffte diesen drei Weisen gerechte Rache: Die Athener starben vor Hunger, die Samier wurden vom Meer überwältigt, die Juden wurden umgebracht, aus ihrem Reich vertrieben und leben nun in der Zerstreuung.“ Was bar Serapion hier schildert ist nicht die verquere Meinung eines Einzelnen, sondern ‚der‘ Leitgedanke, den das Gros der Kirchenväter seit der gescheiterten paulinischen Judenmisson aufgebaut hat. Denn, wenn es auch keinen rassischen Antisemitismus gab, so war man doch bemüht einen Antijudaismus zu institutionalisieren, um so die Lehren des Christentums einerseits vom Judentum populistisch abzugrenzen, andererseits aber auch um ebenso populistischen Diffamierungszwecken zu genügen, denn mit dem Erstarken des Christentums änderte sich auch der Charakter der Schriften der Kirchenväter: von defensiv und zurückhaltend, hin zu aggressiv und boshaft an jedem ‚extra Ecclesia‘.

Zusammenfassung der Kapitel

O. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Fragestellung zur Rolle Jerusalems im antijudaistischen Kontext des Eusebius und begründet die methodische Notwendigkeit, verschiedene Werke des Autors vergleichend heranzuziehen.

I. Biographie: Dieses Kapitel rekonstruiert das Leben des Eusebius von Caesarea und beleuchtet seinen Werdegang als Theologe und kirchenpolitischer Akteur im Umfeld Konstantins.

II. Das Werk: Hier werden die zentralen Schriften des Eusebius, insbesondere die Chronik und die Kirchengeschichte, in ihrer Entstehung und Bedeutung als apologetische Dokumente vorgestellt.

III. Literaturkritik: Das Kapitel setzt sich kritisch mit der historischen Zuverlässigkeit und der propagandistischen Intention von Eusebius' Geschichtsschreibung auseinander.

IV. Antijudaistische Theologie: Es wird untersucht, wie Eusebius und seine Zeitgenossen den Vorwurf des Gottesmordes und der Verstocktheit nutzen, um das Christentum vom Judentum abzugrenzen.

V. Die Zerstörung des Tempels als Topos der christlichen Deutung: Dieser Teil analysiert, wie die Zerstörung des Tempels in Jerusalem theologisch als göttliche Strafe umgedeutet und in die christliche Heilsgeschichte integriert wurde.

VI. Demonstratio Evangelica: Das Kapitel widmet sich der Struktur und Intention der Demonstratio Evangelica als einer systematischen Rechtfertigung des christlichen Glaubens gegenüber dem Judentum.

VII. Resümee: Die abschließende Zusammenfassung führt die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die These eines antijudaistischen Duktus bei Eusebius.

VIII. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Eusebius von Caesarea, Antijudaismus, Demonstratio Evangelica, Kirchengeschichte, Tempelzerstörung, Konstantin der Große, Apologetik, Gottesmord, Verstocktheit, Heilige Stadt, Jerusalem, Christentum, Judentum, Theologie, Religionsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den antijudaistischen Diskurs in den Schriften des Eusebius von Caesarea und wie dieser zur theologischen Abwertung Jerusalems beiträgt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Kirchengeschichte der Antike, die Entstehung antijudaistischer Argumentationsmuster und die apologetische Geschichtsschreibung des Eusebius.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, den spezifischen Duktus des Antijudaismus bei Eusebius herauszuarbeiten und zu analysieren, wie dieser die Beurteilung der Zerstörung Jerusalems in der "Demonstratio Evangelica" beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textanalytische Methode, indem sie die Schriften des Eusebius im Kontext seiner Zeit und unter Berücksichtigung von Sekundärliteratur aus der Kirchengeschichtsforschung auswertet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Im Hauptteil werden die Biographie des Eusebius, seine Rolle als Propagandist, der Umgang mit der Tempelzerstörung als Topos und die apologetische Zielsetzung der "Demonstratio Evangelica" detailliert beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Eusebius, Antijudaismus, Apologetik, Kirchengeschichte und Tempelzerstörung charakterisieren.

Wie bewertet der Autor die historische Zuverlässigkeit von Eusebius?

Der Autor ordnet Eusebius kritisch ein und betont, dass er weniger als "objektiver Historiker" zu betrachten ist, sondern als ein Autor mit dezidiert apologetischer und parteiischer Zielsetzung.

In welchem Zusammenhang steht die "Demonstratio Evangelica" mit der "Kirchengeschichte"?

Beide Werke entstanden in einem ähnlichen Zeitraum und sind apologetisch motiviert; die Arbeit argumentiert, dass sie sich gegenseitig ergänzen und der gleiche antijudaistische Duktus in beiden Texten präsent ist.

Welche Rolle spielt die Zerstörung des Tempels für die Argumentation des Eusebius?

Eusebius instrumentalisiert die Tempelzerstörung als göttliche Strafe für die Kreuzigung Jesu, um die Ablösung des jüdischen Gesetzes durch den christlichen Glauben theologisch zu legitimieren.

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Résumé des informations

Titre
Eusebius und der antijudaistische Diskurs in der Demonstratio Evangelica
Université
University of Freiburg  (Mittlere und Neuere Kirchengeschichte)
Cours
Jerusalem. Theologie- und kirchengeschichtliche Perspektiven auf die Heilige Stadt
Note
2
Auteur
David Liebelt (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
18
N° de catalogue
V90586
ISBN (ebook)
9783638045490
ISBN (Livre)
9783638941389
Langue
allemand
mots-clé
Eusebius Diskurs Demonstratio Evangelica Jerusalem Theologie- Perspektiven Heilige Stadt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
David Liebelt (Auteur), 2007, Eusebius und der antijudaistische Diskurs in der Demonstratio Evangelica, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90586
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Extrait de  18  pages
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