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Professionalisierung und Schulentwicklung

Title: Professionalisierung und Schulentwicklung

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 20 Pages , Grade: 1.5

Autor:in: Désirée Frietsch (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Die Ergebnisse der internationalen und nationalen Vergleichsstudien (PISA, IGLU, TIMSS etc.) machen deutlich, dass weitere Anstrengungen bezüglich der Weiterentwicklung der Bildungsqualität und der Bildungschancen für alle Schüler von Nöten sind. Ziel muss es vor allem sein, den Zusammenhang von sozialer oder ethnischer Herkunft und Schulerfolg weitgehend zu entkoppeln. Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielt der gut ausgebildete, pädagogisch professionell handelnde Lehrer, aber auch die Weiterentwicklung der Einzelschule.
Den Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit stellt die Konzeption pädagogischer Professionalität nach Bauer [Baue98] dar, die Elemente des kriterienbezogenen Ansatzes, der arbeitsbezogenen Forschung und des Expertenmodells mit einbezieht. Hierbei geht es um die fortwährende Überwindung der eigenen professionellen Unvollkommenheit durch Reflexion und Verbesserung der eigenen Praxis. Anschließend wird kurz auf die Schulentwicklung eingegangen, um abschließend die beiden Faktoren, Professionalität und Schulentwicklung, im Kontext einer Pädagogik und Didaktik der Differenz und Gleichheit zu betrachten.
Pädagogische Professionalität entwickelt sich in einem Zeitraum, der weit über die erste und zweite Lehrer-Ausbildungsphase hinaus reicht; sie baut sich individuell auf.
Über pädagogische Professionalität verfügt man also nicht als eine einmal erworbene Fähigkeit. Sie muss vielmehr in den unterrichtlichen Situationen und in den Begegnungen und Auseinandersetzungen mit Schülerinnen und Schülern, Eltern, Kolleginnen und Kollegen aktualisiert und weiterentwickelt werden. [Denn07: 289]
Doch was macht pädagogische Professionalität überhaupt aus? Wodurch lässt sie sich definieren?
Die Folgende Definition pädagogischer Professionalität stellt Karl-Oswald Bauer [Baue98] auf Grundlage seiner Studie auf. Hierbei wurde Professionalität nahezu unabhängig von formalen Kriterien bestimmt, da davon ausgegangen werden muss, dass „eine nach formalen Kriterien vielleicht sogar beachtliche Professionalität keineswegs ausreichende Berufskompetenz garantiert“ [Baue98: 346]. Diese Annahme begründet sich auf der Berufsbiographieforschung, die festgestellt hat, dass Lehrer ihre pädagogische Kompetenz erst durch persönlich berufliche Erfahrung, also während der Praxis, erwerben [Flaa89].

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Überblick über das Thema

2 Entwicklung pädagogischer Professionalität

2.1 Pädagogische Professionalität

2.2 Professionelles Selbst

2.3 Pädagogisches Handlungsrepertoire und seine Dimensionen

2.3.1 Soziale Strukturen bilden

2.3.2 Interagieren

2.3.3 Kommunizieren

2.3.4 Gestalten

2.3.5 Hintergrundarbeit

2.4 Modell professionellen pädagogischen Handelns

3 Schulentwicklung

4 Professionalisierung und Schulentwicklung im Kontext einer Pädagogik und Didaktik der Differenz und Gleichheit

5 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von pädagogischer Professionalität und Schulentwicklung als zentrale Faktoren, um den Zusammenhang zwischen sozialer bzw. ethnischer Herkunft und dem Schulerfolg von Kindern zu entkoppeln und somit Bildungschancen für alle zu gewährleisten.

  • Konzeption pädagogischer Professionalität nach Karl-Oswald Bauer
  • Dimensionen des pädagogischen Handlungsrepertoires im Berufsalltag
  • Wechselwirkung von Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung
  • Bedeutung der Einzelschule als „Lernende Schule“
  • Integration heterogener Schülerschaft und Erziehungspartnerschaft mit Eltern

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Soziale Strukturen bilden

Laut Bauer [Baue99: 116] müssen Lehrer gemeinsam mit ihren Schülern eine soziale Struktur hervorbringen, um überhaupt den Handlungszusammenhang Unterricht herstellen zu können. Erfolgreiche Pädagogen übernehmen dabei Leitung und Führung, ermöglichen und fördern aber zugleich die Selbstorganisation der Schüler.

Verantwortungsvolle Selbstorganisation hebt den Selbstwert des Einzelnen, was sich sowohl positiv auf die Kreativität als auch auf die Produktivität auswirken kann. Darüber hinaus fördert selbstorganisiertes Lernen auch die Selbstregulation und -disziplinierung der Schüler in Arbeitsgruppen. Diese gekonnt zu bilden und anzuleiten ist Aufgabe des Lehrers.

Ohne konkrete Handlungsanweisungen, Ablaufstrukturen und Zielvorgaben wäre die Bildung von Arbeitsgruppen wenig effektiv. So spricht Bauer im Zusammenhang von ‚Regeln entwickeln’ von einer „autoritativen“ Klassenführung, die sich dadurch auszeichnet, dass „feste Richtlinien und Normen zwar vorgegeben, mit den Lernenden aber gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden“ [Baue05: 22]. Auch muss der Lehrer in der Lage sein Leitungs- und Animationsfunktionen hinsichtlich Kommunikationsstrukturen zu übernehmen (siehe Fallbericht Schiller [Baue98: 349]).

Elementar wichtig für die Bildung sozialer Strukturen ist es, dass der Lehrer Kontakt und soziale Bindungen zum Schüler aufbaut und fördert. Laut Bauer [Baue99] sollen die Schüler spüren, dass Lernen Spaß macht, was allerdings nur möglich erscheint, wenn die Beziehungsebene Schüler-Lehrer berücksichtigt wird und positive soziale Bindungen aufgebaut werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Überblick über das Thema: Die Einleitung verdeutlicht die Notwendigkeit einer verbesserten Bildungsqualität und legt den Fokus auf Professionalität und Schulentwicklung zur Entkoppelung von Herkunft und Schulerfolg.

2 Entwicklung pädagogischer Professionalität: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des „professionellen Selbst“ sowie das „pädagogische Handlungsrepertoire“ inklusive seiner fünf spezifischen Dimensionen.

3 Schulentwicklung: Der Abschnitt definiert Schulentwicklung als systemische Weiterentwicklung der Bereiche Unterricht, Personal und Organisation mit dem Ziel der „Lernenden Schule“.

4 Professionalisierung und Schulentwicklung im Kontext einer Pädagogik und Didaktik der Differenz und Gleichheit: Hier wird der Transfer der Theorie auf den Umgang mit heterogenen Lerngruppen und die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Elternhaus dargelegt.

5 Resümee: Das Fazit fasst zusammen, dass Professionalität und Schulentwicklung entscheidende Stellschrauben für den „Schulerfolg für alle“ sind und strukturelle sowie individuelle Aspekte berücksichtigen müssen.

Schlüsselwörter

Pädagogische Professionalität, Schulentwicklung, Handlungsrepertoire, Professionelles Selbst, Heterogenität, Bildungschancen, Schulerfolg, Lernende Schule, Unterrichtsoptimierung, Erziehungspartnerschaft, Lehrerrolle, Bildungsqualität, Sozialer Kontext, Reflexion, Didaktik der Differenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Professionalität von Lehrkräften und der gezielten Schulentwicklung als Strategien, um Bildungserfolg unabhängig von sozialer oder ethnischer Herkunft zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem professionellen Selbst der Lehrperson, den notwendigen Handlungsrepertoires für den Unterricht sowie der systemischen Entwicklung von Einzelschulen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Lehrer durch kontinuierliche professionelle Weiterentwicklung und Schulen durch adäquate Organisationsstrukturen den Schulerfolg für alle Schüler gleichermaßen sicherstellen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer theoretischen Aufarbeitung des Konzepts pädagogischer Professionalität nach Karl-Oswald Bauer sowie der Analyse einschlägiger Literatur und empirischer Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des Modells professionellen Handelns (Selbst und Repertoire), die systemischen Aspekte der Schulentwicklung und deren Anwendung im Kontext einer Pädagogik der Vielfalt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Professionalisierung, Schulentwicklung, Handlungsrepertoire, Heterogenität und das professionelle Selbst.

Welche Bedeutung kommt dem „professionellen Selbst“ in Bauers Modell zu?

Das „professionelle Selbst“ bildet den Kern des Modells; es fungiert als organisierende Instanz, die Werte, Ziele und Kompetenzen des Lehrers widerspruchsfrei zusammenführt und als treibende Kraft für lebenslange Entwicklung dient.

Was macht laut Arbeit ein erfolgreiches Schulprofil aus?

Ein erfolgreiches Schulprofil trägt der individuellen Situation der Schule Rechnung, integriert alle relevanten Gruppen wie Eltern und Betriebe und setzt gezielte Maßnahmen zur Sprachförderung und zum Umgang mit Heterogenität um.

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Details

Title
Professionalisierung und Schulentwicklung
College
Karlsruhe University of Education
Course
Schulerfolg für alle – Beitrag einer Pädagogik und Didaktik der Differenz und Gleichheit
Grade
1.5
Author
Désirée Frietsch (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V90230
ISBN (eBook)
9783638044745
Language
German
Tags
Professionalisierung Schulentwicklung Schulerfolg Beitrag Pädagogik Didaktik Differenz Gleichheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Désirée Frietsch (Author), 2008, Professionalisierung und Schulentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90230
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