Vor dem Hintergrund, dass Wirtschaftseliten möglicherweise effektivere Möglichkeiten haben, Einfluss auf die politische Klasse auszuüben, soll in dieser Hausarbeit das Ausmaß jener patrimonial hierarchisierten Politik auf gesellschaftliche Spaltung, insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftliche Ungleichheit, untersucht werden. Hierzu wird ein statistischer Vergleich zwischen post-sowjetischen Nationen auf der einen Seite und von patrimonialer Politik nicht gekennzeichneten Staaten auf der anderen Seite durchgeführt.
In Hinblick auf die soziale Ungleichheit sollen hierbei Gini-Koeffizienten untersucht und verglichen werden. Näheres zur Methodologie dieser Arbeit findet sich im vierten Kapitel. Die Kategorisierung für patrimonial geprägte ehemalige Ostblockstaaten ist gänzlich jener Petra Stykows nachempfunden und orientiert sich an ihrem entsprechenden Werk.
Als Kontrollgruppe, also der nicht von patrimonialer Politik geprägten Staaten, werden die Mitgliedsstaaten der ehemaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft herangezogen, näheres zur Fallauswahl findet sich ebenfalls im Kapitel 4.1. Des Weiteren soll im nachfolgenden zweiten Kapitel eine Reflexion der bereits vollbrachten Forschung in diesem Gebiet stattfinden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Forschungsstand
- Die theoretische Grundlage
- Patrimoniale Politik
- Beispiel für eine patrimoniale Policy - Die TNK-BP-Übernahme
- Hypothese - Patrimoniale Politik trägt zur sozialen Spaltung der eurasischen Gesellschaften bei
- Methodologie
- Fallauswahl
- Der Gini-Koeffizient als zu untersuchendes Ungleichheitsmaß
- Analyse
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Untersuchung des Einflusses patrimonialer Politik auf die soziale Spaltung in post-sowjetischen Staaten. Im Fokus steht insbesondere die Frage, inwieweit patrimoniale Strukturen zu einer größeren wirtschaftlichen Ungleichheit führen. Dazu werden die Gini-Koeffizienten von post-sowjetischen Nationen mit denen von Staaten verglichen, die nicht von patrimonialer Politik geprägt sind.
- Patrimoniale Politik und ihre Auswirkungen auf die politische und wirtschaftliche Entwicklung
- Die Rolle von Eliten und deren Einfluss auf die Politikgestaltung
- Der Einfluss von patrimonialen Strukturen auf die soziale Spaltung, insbesondere die wirtschaftliche Ungleichheit
- Der Vergleich der Gini-Koeffizienten als Indikator für die wirtschaftliche Ungleichheit in verschiedenen Ländern
- Die Methodik der Untersuchung und die Auswahl der Fallstudien
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit vor und erläutert die Problematik der sozialen Spaltung in post-sowjetischen Staaten. Es wird die Hypothese aufgestellt, dass patrimoniale Politik einen signifikanten Einfluss auf die wirtschaftliche Ungleichheit hat.
- Forschungsstand: Dieses Kapitel beleuchtet den aktuellen Forschungsstand zum Thema „patrimoniale Politik“. Es werden verschiedene Definitionen und Modelle von patrimonialer Politik sowie deren Auswirkungen auf die politische und wirtschaftliche Entwicklung diskutiert.
- Die theoretische Grundlage: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Arbeit. Es definiert den Begriff „patrimoniale Politik“ und erläutert die spezifischen Eigenschaften dieser Politikform. Die Übernahme von TNK-BP durch Rosneft wird als Beispiel für eine patrimoniale Policy dargestellt.
- Methodologie: Das Kapitel „Methodologie“ erläutert die methodischen Vorgehensweisen der Arbeit. Es werden die Auswahl der Fallstudien und die verwendeten statistischen Methoden wie der Gini-Koeffizient beschrieben.
- Analyse: Die Analyse untersucht die Beziehung zwischen patrimonialer Politik und sozialer Spaltung, insbesondere der wirtschaftlichen Ungleichheit, in den ausgewählten Fallstudien.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen der patrimonialen Politik, insbesondere deren Auswirkungen auf die soziale Spaltung und die wirtschaftliche Ungleichheit in post-sowjetischen Staaten. Die relevanten Schlüsselbegriffe sind: Patrimoniale Politik, soziale Spaltung, wirtschaftliche Ungleichheit, Gini-Koeffizient, post-sowjetische Staaten, Eliten, Einflussnahme, Methodik, Fallstudien.
Häufig gestellte Fragen
Was ist patrimoniale Politik?
Es beschreibt ein Herrschaftssystem, in dem politische Macht wie privater Besitz behandelt wird und persönliche Loyalitäten wichtiger sind als formale Institutionen.
Wie beeinflusst patrimoniale Politik die soziale Ungleichheit?
Sie trägt zur sozialen Spaltung bei, da Wirtschaftseliten durch engen Kontakt zur politischen Klasse Privilegien erhalten, was die Einkommensschere (Gini-Koeffizient) vergrößert.
Was ist der Gini-Koeffizient?
Der Gini-Koeffizient ist ein statistisches Maß zur Darstellung von Ungleichverteilungen, häufig genutzt, um die Einkommens- oder Vermögensungleichheit in einem Staat zu messen.
Warum werden post-sowjetische Staaten in dieser Studie untersucht?
In vielen ehemaligen Sowjetstaaten haben sich nach 1990 patrimoniale Strukturen verfestigt, was sie zu einem idealen Untersuchungsobjekt für den Einfluss auf soziale Spaltung macht.
Was ist ein Beispiel für eine patrimoniale Policy?
Die TNK-BP-Übernahme durch Rosneft wird oft als Beispiel angeführt, wie politische Macht zur Umverteilung wirtschaftlicher Ressourcen genutzt wird.
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- Tom Reinke (Autor), 2017, Patrimoniale Politik und soziale Ungleichheit in den ehemaligen Sowjetstaaten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899779