Die Aufgaben deutscher Museen sind Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln von Natur- und Kulturgut. Doch die Museen werden der Aufgabe des Vermittelns an einem Großteil der Gesellschaft nicht mehr gerecht, denn die Besucherzahlen sinken, das Stammpublikum ist mehrheitlich älter und verfügt über einen hohen Bildungsstandard. Dies zeigt deutlich, dass es eine innovative Strategie bedarf, um mehr und neue Besucher*innen zu begeistern und nachhaltig an die Museen in Deutschland zu binden.
In der Mitte der 90er-Jahre entstand unter dem Begriff „Audience Development“ eine Strategie für die Entwicklung neuer Besucher*innen für Kultureinrichtungen, die auch auf Museen angewendet werden kann. Das Konzept des Audience Development zielt darauf ab nicht nur mehr Besucher*innen zu eruieren, sondern auch vielfältigeres Publikum anzusprechen und die kulturelle Teil¬habe des Individuums zu fördern. Diese Arbeit soll einen Überblick über die Herkunft sowie die Definition des Audience Development geben. Anhand eines Modelles wird erklärt, wie Audience Development prinzipiell funktioniert und auf welche Handlungsfelder es sich auswirkt. Abschließend wird diese Arbeit ein Fazit zur Verwendung des Audience Development in Deutschland geben und zusammenfassen, was deutsche Museen tun müssen, um diese Strategie erfolgreich anzuwenden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriff Audience Development
- USA und Großbritannien
- Deutschsprachiger Raum
- Ziele
- Aufbau des Audience Development
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, wie durch Audience Development neue Besucher*innen für deutsche Museen gewonnen werden können. Der Fokus liegt auf der Analyse des Konzepts, seiner Entstehung und Anwendung im anglo-amerikanischen Raum sowie in Deutschland. Zudem werden wichtige Ziele und Handlungsfelder des Audience Development beleuchtet.
- Herkunft und Definition des Audience Development
- Anwendungsbereiche und Funktionsweise des Audience Development
- Herausforderungen und Chancen des Audience Development für deutsche Museen
- Wichtige Handlungsfelder für eine erfolgreiche Anwendung des Audience Development in Deutschland
- Zusammenfassende Bewertung der Relevanz des Audience Development für die Zukunft deutscher Museen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung befasst sich mit der Problematik des sinkenden Besucheraufkommens in deutschen Museen und stellt die Notwendigkeit einer innovativen Strategie, wie dem Audience Development, zur Lösung dieses Problems heraus.
Kapitel 2 definiert den Begriff Audience Development und beleuchtet seine Entstehung in den USA und Großbritannien. Der Fokus liegt auf der Analyse des kulturellen und politischen Kontextes, der zur Entwicklung dieser Strategie geführt hat.
Kapitel 2.1 und 2.2 behandeln die Besonderheiten des Audience Development in den USA und Großbritannien sowie im deutschsprachigen Raum.
Schlüsselwörter
Audience Development, Besucher*innenentwicklung, Kultureinrichtungen, Museen, Kulturpolitik, Kulturförderung, Kulturmanagement, Marktforschung, empirische Methoden, Zielgruppenforschung, Teilhabe, Inklusion, Diversität.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2019, Wie können durch Audience Development neue Besucher für deutsche Museen erreicht werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899414