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Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung von Verlust und Trauer

Modelle der Unterstützung in Niederösterreich und Aufgaben der Sozialarbeit in diesem Handlungsfeld

Title: Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung von Verlust und Trauer

Diploma Thesis , 2007 , 80 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mag. (FH) Elisabeth Pilecky (Author)

Social Work
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80 % aller Menschen sterben heute nicht im Kreis ihrer Familie sondern in Krankenhäusern oder Heimen. Diese Entwicklung führt auch zu einer Veränderung der traditionellen Bewältigungsformen. Der Tod eines nahen Angehörigen kann eine Krise auslösen. Die Auswirkungen dieses Verlustes sind sehr unterschiedlich und hängen von zahlreichen Faktoren ab, unter anderem von der Art und dem Zeitpunkt des Verlustes, der Beziehung zum Verstorbenen, dem jeweiligen sozialen Umfeld und zunehmend auch von den professionellen Unterstützungsmöglichkeiten in der Region.

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der Erfassung und Darstellung der professionellen Modelle zur Unterstützung betroffener erwachsener Angehöriger bei der Bewältigung von Verlust und Trauer in Niederösterreich. Weiters wird untersucht, in welchen Einrichtungen es Sozialarbeit gibt und welchen berufsspezifischen Beitrag sie in diesem Handlungsfeld leistet.

In dieser Diplomarbeit werden die Ziele und Zielgruppen nachstehend angeführter Einrichtungen anhand von ExpertInneninterviews und Internetrecherchen näher beschrieben:

• Kriseninterventionsteam Rotes Kreuz,
• Akutteam Land NÖ,
• Hospiz,
• Palliativstation,
• Bestattung,
• Telefonseelsorge und
• Selbsthilfegruppen.

Mit der Darstellung einer Übersicht der einzelnen Einrichtungen und ihrer Schnittstellen möchte diese Arbeit dazu beitragen, die Zusammenarbeit untereinander zu verbessern und mithelfen, dass sich jede als wichtiger Teil eines Gesamtnetzwerkes sieht und dadurch zur „Unterstützung und Begleitung bei der Bewältigung von Verlust und Trauer“ effizienter für die Betroffenen arbeiten kann.

Wie aus dem Hospizkonzept und dem Leitbild des Akutteams hervorgeht, kann auf Sozialarbeit in diesem Handlungsfeld aus qualitativen Gründen nicht verzichtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 PROBLEMSTELLUNG

1.2 FORSCHUNGSFRAGE

1.3 INHALTLICHER AUFBAU DER ARBEIT

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1 EINLEITUNG

2.2 VERLUST

2.2.1 Definition des Begriffes Verlust

2.2.2 Verschiedene Formen des Verlustes

2.2.2.1 Der schleichende Tod und die vorgezogene Trauer

2.2.2.2 Der plötzliche Tod

2.2.2.3 Suizid

2.2.2.4 Der Tod von Kindern

2.3 KRISEN

2.3.1 Definition des Begriffes Krise

2.3.2 Arten von Krisen

2.3.2.1 Traumatische Krisen

2.3.2.2 Klassische Krisen

2.3.2.3 Soziale Krise

2.4 TRAUER

2.4.1 Definition des Begriffes Trauer

2.4.2 Trauerphasen nach Kast

2.5 WICHTIGE FAKTOREN FÜR DIE VERLUSTBEWÄLTIGUNG

2.5.1 Art des Todes

2.5.2 Beziehung zum Verstorbenen und soziales Umfeld

2.5.3 Persönlichkeit des Betroffenen und Selbstwertgefühl

2.5.4 Bisherige Erfahrungen mit Verlusten und Einstellung zum Tod

2.5.5 Männer trauern anders

2.5.6 Schuldgefühle

2.5.7 Rituale

2.5.8 Professionelle Hilfe

3 FORSCHUNGSDESIGN

3.1 EINLEITUNG

3.2 METHODENWAHL

3.3 DATENGEWINNUNG

3.4 DATENAUSWERTUNG

4 MODELLE DER UNTERSTÜTZUNG

4.1 EINLEITUNG

4.2 KRISENINTERVENTIONSTEAM (ROTES KREUZ)

4.2.1 Geschichtliche Entwicklung

4.2.2 Ziele und Zielgruppen

4.2.3 Zahlen und Fakten

4.3 AKUTTEAM (LAND NÖ)

4.3.1 Geschichtliche Entwicklung

4.3.2 Ziele und Zielgruppen

4.3.3 Zahlen und Fakten

4.4 HOSPIZ

4.4.1 Geschichtliche Entwicklung

4.4.2 Ziele und Zielgruppen

4.4.3 Zahlen und Fakten

4.5 PALLIATIVSTATION KRANKENHAUS

4.5.1 Geschichtliche Entwicklung

4.5.2 Ziele und Zielgruppen

4.5.3 Zahlen und Fakten

4.6 BESTATTUNG

4.6.1 Geschichtliche Entwicklung

4.6.2 Ziele und Zielgruppen

4.6.3 Zahlen und Fakten

4.7 TELEFONSEELSORGE

4.7.1 Geschichtliche Entwicklung

4.7.2 Ziele und Zielgruppen

4.7.3 Zahlen und Fakten

4.8 SELBSTHILFEGRUPPEN

4.8.1 Geschichtliche Entwicklung

4.8.2 Ziele und Zielgruppen

4.8.3 Zahlen und Fakten

5 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION DER INTERVIEWS

5.1 EINLEITUNG

5.2 KATEGORIEN

5.2.1 Ziele und Zielgruppen

5.2.2 Problemlagen

5.2.3 Methoden und Handlungen

5.2.4 Konflikte und Lösungsansätze

5.2.5 Veränderungswünsche

6 AUFGABEN DER SOZIALARBEIT IN DIESEM HANDLUNGSFELD

6.1 HOSPIZ UND PALLIATIVSTATION

6.2 AKUTTEAM

6.3 BEDÜRFNISPYRAMIDE NACH MASLOW

6.4 AUFGABEN DER SOZIALARBEIT

7 RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht professionelle Unterstützungsmodelle für erwachsene Angehörige bei Verlust und Trauer in Niederösterreich sowie den spezifischen Beitrag der Sozialarbeit in diesem Handlungsfeld.

  • Erfassung professioneller Unterstützungsangebote (KIT, Akutteam, Hospiz, etc.)
  • Analyse der Ziele und Zielgruppen der untersuchten Einrichtungen
  • Untersuchung der Rolle und Aufgaben der Sozialarbeit in der Krisenintervention und Sterbebegleitung
  • Identifikation von Kooperationspotenzialen und Verbesserungsansätzen zur Vernetzung

Auszug aus dem Buch

2.2.2.2 Der plötzliche Tod

Viele Arten des Sterbens sind langsam und ermöglichen dadurch eine Vorbereitung auf die kommenden starken Veränderungen, die der Tod für die Angehörigen mit sich bringt. Es gibt aber Todesarten, die plötzlich und völlig unerwartet passieren. Dazu gehören Unfälle, Gewaltverbrechen und Suizid. Manche Krankheiten wie Herzinfarkt oder Gehirnschlag können ebenso zu einem plötzlichen Tod führen. Bei einem plötzlichen Tod ändern sich die Lebensumstände der Angehörigen von einem Augenblick zum nächsten. (Paul 2004:9)

Generell geht aus Untersuchungen und ExpertInnenmeinungen hervor, dass plötzliche unerwartete Todesfälle schwieriger zu verarbeiten sind, als solche, auf die sich die Angehörigen einstellen können. Der Schockzustand und die Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens dauern beim plötzlichen Tod häufig länger an.

Besonders wichtig für das Einsetzen des Trauerprozesses ist die Möglichkeit, sich vom Verstorbenen verabschieden zu können. Bis vor einigen Jahren war es für Angehörige kaum möglich, sich von einem durch einen Unfall ums Leben gekommenen Menschen zu verabschieden, außer das Unfallopfer musste identifiziert werden. Mittlerweile erkennen – auch dank der Zusammenarbeit mit dem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes - immer mehr Bestatter, dass die Möglichkeit der Verabschiedung, dieses wortwörtliche „Begreifen“ des Todes der betroffenen Person für die Realisierung und das Einsetzen des Trauerprozesses bei den Angehörigen sehr wichtig ist. (Interview 4:6)

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung, die Forschungsfrage und den inhaltlichen Aufbau der Arbeit im Kontext von Tod und Trauer.

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Vermittelt Grundlagen zu den Themen Verlust, Krisen und Trauer sowie wichtige Faktoren für den Trauerprozess.

3 FORSCHUNGSDESIGN: Beschreibt die methodische Vorgehensweise, insbesondere die Nutzung qualitativer Experteninterviews.

4 MODELLE DER UNTERSTÜTZUNG: Stellt die in Niederösterreich existierenden Einrichtungen und ihre Arbeitsweisen detailliert dar.

5 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION DER INTERVIEWS: Analysiert die gewonnenen Daten aus den Experteninterviews hinsichtlich Zielen, Problemlagen und Methoden.

6 AUFGABEN DER SOZIALARBEIT IN DIESEM HANDLUNGSFELD: Diskutiert die spezifischen Einsatzbereiche und Aufgaben von SozialarbeiterInnen im betrachteten Bereich.

7 RESÜMEE: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige Entwicklungen in der Versorgungsstruktur.

Schlüsselwörter

Trauerarbeit, Verlustbewältigung, Sozialarbeit, Krisenintervention, Hospiz, Palliativmedizin, Angehörigenbetreuung, psychosoziale Akuthilfe, Trauerphasen, psychische Krisen, Vernetzung, Bestattung, Telefonseelsorge, Suizid, Unterstützungssysteme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die professionellen Unterstützungsmöglichkeiten für erwachsene Angehörige in Niederösterreich, die mit Verlusten und Trauer konfrontiert sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die Bereiche Verlustbegleitung, Krisenintervention, hospizliche Versorgung und die spezifische Rolle der Sozialarbeit ab.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Sie fragt nach professionellen Modellen der Unterstützung in NÖ und dem berufsspezifischen Beitrag, den SozialarbeiterInnen hier leisten können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung verwendet?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews mit MitarbeiterInnen verschiedener Hilfseinrichtungen basiert.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil erfasst theoretische Grundlagen, beschreibt die untersuchten Modelle (wie KIT, Hospiz, Bestattung) und analysiert die Ergebnisse der Experteninterviews.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Verlustbewältigung, Trauerphasen, professionelle Krisenintervention und soziale Netzwerke aus.

Warum ist das Kriseninterventionsteam (KIT) für die Arbeit von besonderer Bedeutung?

Das KIT leistet die Erstversorgung bei traumatischen, plötzlichen Todesfällen, was den Beginn des Trauerprozesses maßgeblich beeinflusst.

Welche Rolle spielt die Sozialarbeit laut der Autorin in diesem Bereich?

Sie fungiert als koordinierende Instanz, die nicht nur für emotionale Begleitung sorgt, sondern auch bei rechtlichen und existentiellen Fragen unterstützt.

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Details

Title
Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung von Verlust und Trauer
Subtitle
Modelle der Unterstützung in Niederösterreich und Aufgaben der Sozialarbeit in diesem Handlungsfeld
College
St. Pölten University of Applied Sciences
Grade
2,0
Author
Mag. (FH) Elisabeth Pilecky (Author)
Publication Year
2007
Pages
80
Catalog Number
V89602
ISBN (eBook)
9783638037006
ISBN (Book)
9783638934503
Language
German
Tags
Begleitung Unterstützung Bewältigung Verlust Trauer Krise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. (FH) Elisabeth Pilecky (Author), 2007, Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung von Verlust und Trauer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89602
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