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Wie gelingt Steuerung durch Recht?

Eine interdisziplinäre Analyse

Titre: Wie gelingt Steuerung durch Recht?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 21 Pages , Note: 1,3

Autor:in: M.A. Stefan Pilz (Auteur)

Droit - Philosophie, Sociologie et Histoire du Droit
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Zu den Aufgaben des Rechts gehört unter anderen die Gestaltungs- und Steuerungsfunktion zur Realisierung rechtspolitischer Ziele. Um diese zu verwirklichen ist bereits im Rahmen der Rechtssetzung die Frage zu klären, welche Folgen das Recht in der Rechtswirklichkeit haben könnte bzw. welche Reaktionen der handelnden Akteure zu erwarten sind. Es gilt folglich aus der ex-ante Perspektive zu ermitteln, wie die Akteure auf eine bestimmte Rechtsnorm und die in ihrem Vollzug ergehende gericht-liche Entscheidung reagieren werden und wie sie ihr Verhalten an be-stimmte Normierungen anpassen.

Die Prognostizierung und Bewertung der Folgen einer bestimmten Rechtsregel fallen jedoch nicht in den Aufgabenbereich der Rechtswissenschaft, da diese aufgrund der Differenz von Sein und Sollen am Pos-tulat von der Wertfreiheit der Wissenschaft festhält und somit ein unmittelbarer Übergang von empirischen Aussagen zu Werturteilen nicht möglich ist. Um die Wirkung des Rechts zu erklären, bedarf es daher einer interdisziplinären Analyse unter Bezugnahme von Erklärungsansätzen der Rechtssoziologie, der Ökonomie und der Sozialpsychologie.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A Zur Notwendigkeit einer interdisziplinären Analyse

B Die Wirkungsweise des Rechts anhand einer interdisziplinären Analyse

B.I Ansatz der Rechtssoziologie

B.I.a Abgrenzung der Rechtssoziologie von der Rechtswissenschaft

B.I.b Die Theorie zur Befolgung von Gesetzen

B.I.c Die Theorie zur Befolgung von Gesetzen am Beispiel „Rauchverbot“

B.I.d Fazit

B.II Ansatz der Ökonomie

B.II.a Homo oeconomicus – ein ökonomisches Verhaltensmodell

B.II.b Die ökonomische Analyse des Rechts

B.II.b.1 Die Sanktion als Anreiz

B.II.b.2 Die Norm als Informationsträger

B.II.c Fazit

B.III Ansatz der Sozialpsychologie

B.III.a Ansatz 1: Einstellungsänderung durch Abbau kognitiver Dissonanz

B.III.b Ansatz 2: Verhaltensänderung aufgrund der Anerkennung legitimer Macht

B.III.b.1 Zum Begriff der Legitimität

B.III.b.2 Aktivierung injunktiver Sozialnormen

B.III.c Erklärung der Sozialpsychologie für die Ursachen eines Steuerungsversagens

B.III.d Fazit

C Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die verhaltenssteuernde Wirkung des Rechts durch eine interdisziplinäre Untersuchung zu analysieren und zu erklären, da eine rein rechtswissenschaftliche Betrachtung aufgrund methodischer Einschränkungen keine hinreichenden Aussagen über tatsächliche Folgen in der Rechtswirklichkeit treffen kann.

  • Interdisziplinäre Analyse der Wirkungsweisen von Recht.
  • Analyseansätze der Rechtssoziologie, Ökonomie und Sozialpsychologie.
  • Untersuchung von Verhaltensmodellen (Homo oeconomicus) und psychologischen Faktoren (kognitive Dissonanz, Legitimität).
  • Erklärung von Ursachen für Steuerungsversagen durch rechtliche Regelungen.
  • Notwendigkeit der Kooperation zwischen Rechtswissenschaft und Verhaltenswissenschaften.

Auszug aus dem Buch

B.II.a Homo oeconomicus – ein ökonomisches Verhaltensmodell

Neben der Soziologie ist auch die Ökonomie in den letzten Jahren in wachsendem Maße der Frage nachgegangen, welche Folgen durch Rechtsnormen und gerichtliche Entscheidungen in der Wirklichkeit ausgelöst werden. Im Rahmen dieser Forschung hat sich die aus den USA stammende ‚Ökonomische Analyse des Rechts’ herausgebildet, die eine klar formulierte Konzeption zur Prognostizierung und Bewertung dieser Folgen anhand des Kriteriums der ökonomischen Effizienz vorlegt: das Modell des Homo oeconomicus.6

Die Figur des Homo oeconomicus steht für ein positives Menschenbild, anhand dessen wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorgänge prognostiziert und bewertet werden.7 Homo oeconomici sind folgenorientierte und nutzenmaximierende Entscheider, die unter jeweils geltenden Restriktionen diejenige Handlungsalternative wählen, die sie am höchsten bewerten.8

Zusammenfassung der Kapitel

A Zur Notwendigkeit einer interdisziplinären Analyse: Die Einleitung betont, dass die Rechtswissenschaft allein die Folgen von Rechtsnormen nicht bewerten kann und daher eine interdisziplinäre Analyse unter Einbeziehung von Rechtssoziologie, Ökonomie und Sozialpsychologie erforderlich ist.

B.I Ansatz der Rechtssoziologie: Dieses Kapitel erörtert die rechtssoziologische Perspektive, die sich auf die faktische Wirksamkeit von Gesetzen konzentriert, und wendet das Modell nach Opp/Diekmann auf das Beispiel eines Rauchverbots an.

B.II Ansatz der Ökonomie: Hier wird das Modell des Homo oeconomicus vorgestellt und erläutert, wie Rechtsnormen durch Sanktionen als Anreize sowie als Informationsträger das Verhalten rational entscheidender Akteure beeinflussen können.

B.III Ansatz der Sozialpsychologie: Dieser Abschnitt untersucht psychologische Mechanismen wie den Abbau kognitiver Dissonanz und die Anerkennung legitimer Macht, um tiefere Ursachen für Steuerungserfolge oder -versagen im Verhalten der Adressaten zu erklären.

C Schlussbemerkungen: Das Fazit stellt fest, dass keine Disziplin allein eine „Universalantwort“ auf die Steuerungswirkung des Rechts geben kann und fordert eine verstärkte wissenschaftliche Kooperation zwischen Jurisprudenz, Sozialwissenschaften und Ökonomie.

Schlüsselwörter

Recht, Steuerungswirkung, Rechtssoziologie, Ökonomie, Sozialpsychologie, Rechtswirklichkeit, Homo oeconomicus, Verhaltensänderung, kognitive Dissonanz, Legitimität, Steuerungsversagen, interdisziplinäre Analyse, Sanktion, Rechtsnorm, Verhaltenssteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Recht als Medium zur Steuerung von Staat und Markt eingesetzt werden kann und warum eine interdisziplinäre Herangehensweise notwendig ist, um die tatsächliche Wirkung von Normen zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die rechtssoziologische Beobachtung, die ökonomische Analyse des Rechts auf Basis rationaler Entscheidungsmodelle sowie sozialpsychologische Erklärungsansätze für menschliches Verhalten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu erklären, wie Steuerung durch Recht gelingt, indem untersucht wird, wie Adressaten auf Rechtsnormen reagieren und warum bestimmte Steuerungsversuche erfolgreich sind oder scheitern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden theoretische Ansätze und Modelle aus der Rechtssoziologie, der Mikroökonomie sowie der Sozialpsychologie herangezogen und in einen interdisziplinären Kontext gestellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die drei disziplinären Ansätze, diskutiert deren Modelle (wie den Homo oeconomicus oder kognitive Dissonanz) anhand von Beispielen und untersucht Ursachen für Steuerungsversagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie interdisziplinäre Analyse, Rechtssteuerung, Verhaltensmodell, Effizienz, kognitive Dissonanz und Steuerungsversagen charakterisiert.

Warum reicht die Rechtswissenschaft allein zur Analyse der Rechtswirkung nicht aus?

Aufgrund des Postulats der Wertfreiheit und der Trennung von Sein und Sollen ist die Rechtswissenschaft aus eigener Kraft nicht in der Lage, empirisch zu analysieren, welche Faktoren das Verhalten der Normadressaten beeinflussen.

Wie erklärt die Sozialpsychologie das Scheitern von Rechtsnormen?

Das Scheitern wird oft auf Wahrnehmungsprobleme, entgegenstehende Einstellungen der Adressaten, den Einfluss devianter Bezugsgruppen oder eine Ineffektivität des Rechts für den spezifischen Regelungsgegenstand zurückgeführt.

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Résumé des informations

Titre
Wie gelingt Steuerung durch Recht?
Sous-titre
Eine interdisziplinäre Analyse
Université
University of Erfurt  (Staatswissenschaftliche Fakultät)
Cours
Recht als Steuerungsmedium von Staat und Markt
Note
1,3
Auteur
M.A. Stefan Pilz (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
21
N° de catalogue
V89304
ISBN (ebook)
9783638026512
ISBN (Livre)
9783638924580
Langue
allemand
mots-clé
Steuerung Recht Steuerungsmedium Staat Markt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.A. Stefan Pilz (Auteur), 2006, Wie gelingt Steuerung durch Recht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89304
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Extrait de  21  pages
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