„Der hansisch-englische Wirtschaftskrieg und der Friede zu Utrecht fallen in eine Zeit, da alles Leben und alle Formen der menschlichen Gesellschaft in Europa in Bewegung waren.“ So auch und gerade in England, wo die Häuser York und Lancaster um die Vorherrschaft und den englischen Thron kämpften, was später als „Rosenkriege“ in die Geschichte einging.
In Verbindung von Rosenkriegen und hansisch-englischem Seekrieg stellt sich vor allem die Frage, ob und wie die Thronstreitigkeiten in England die Hanse, deren Politik und den Verlauf des Kaperkrieges beeinflusst haben und ob im Gegenzug die Hanse durch ihre Außenpolitik sowie ihr diplomatisches Verhalten in den Verlauf der Rosenkriege eingegriffen hat.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- Thematische Einführung
- Einführung in die Geschichte der Rosenkriege
- Einführung in die Geschichte der Hanse
- Die hansisch-englische Konfliktlinie
- Der hansisch-englische Seekrieg
- Der Auslöser des hansisch-englischen Seekrieges
- Erste Vermittlungsversuche
- Gefangennahme Edwards IV. / Abbruch der ersten Friedensverhandlungen
- Die diplomatische Zwickmühle der Hanse
- Die Entscheidung der Hanse für Burgund / Verhansung Kölns
- Das kurze Gastspiel Heinrichs VI. / Die Reaktion der Hanse
- Erneutes Verhandlungsangebot durch Burgund
- Die Erwartungen an die Friedensverhandlungen
- Die Zielsetzungen Englands
- Die Forderungen der Hanse
- Das Ende des hansisch-englischen Seekrieges: Der Frieden von Utrecht
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den gegenseitigen Einfluss der hansisch-englischen Seekriege (1468-1473) und der englischen Rosenkriege (1455-1485). Sie analysiert, ob und wie die Thronstreitigkeiten in England die Hanse, ihre Politik und den Verlauf des Seekrieges beeinflusst haben, und ob umgekehrt die Hanse durch ihre Außenpolitik und ihr diplomatisches Verhalten in den Verlauf der Rosenkriege eingegriffen hat.
- Die historischen Hintergründe und Ursachen der hansisch-englischen Seekriege
- Die Rolle der Hanse in der europäischen Politik des 15. Jahrhunderts
- Die Auswirkungen der Rosenkriege auf den hansischen Handel und die Außenpolitik
- Die diplomatischen Verhandlungen und Vermittlungsversuche während des Seekrieges
- Die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Friedens von Utrecht
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die Fragestellung und den Forschungsansatz vor und beleuchtet die historischen Rahmenbedingungen des Seekrieges und der Rosenkriege.
- Thematische Einführung: Dieses Kapitel bietet eine kurze Einführung in die Geschichte der Rosenkriege und der Hanse, um den historischen Kontext der Forschungsfrage zu schaffen.
- Die hansisch-englische Konfliktlinie: Dieses Kapitel analysiert die Beziehungen zwischen der Hanse und England vor dem Seekrieg und zeigt die Spannungen auf, die zu dem Konflikt führten.
- Der hansisch-englische Seekrieg: Dieses Kapitel befasst sich mit dem Verlauf des Seekrieges, beleuchtet die wichtigsten Ereignisse, die diplomatischen Vermittlungsversuche und die jeweiligen Ziele der Konfliktparteien.
Schlüsselwörter
Hansische Seekriege, Englische Rosenkriege, Hanse, England, Diplomatie, Außenpolitik, Handel, Wirtschaft, Frieden von Utrecht.
Häufig gestellte Fragen
Worum ging es im hansisch-englischen Seekrieg (1468-1473)?
Es war ein wirtschaftlich und politisch motivierter Konflikt um Handelsprivilegien und die Vorherrschaft auf den Seewegen zwischen der Hanse und dem englischen Königreich.
Wie beeinflussten die englischen Rosenkriege diesen Konflikt?
Die Thronstreitigkeiten zwischen den Häusern York und Lancaster schwächten die englische Position und zwangen die Hanse zu diplomatischen Lavieren zwischen den wechselnden Machthabern.
Was war das Ergebnis des Friedens von Utrecht?
Der Frieden von Utrecht (1474) beendete den Seekrieg und sicherte der Hanse weitreichende Privilegien in England, was ihre wirtschaftliche Macht vorerst stabilisierte.
Warum wurde Köln aus der Hanse ausgeschlossen ("Verhansung")?
Köln hatte sich im Konflikt auf die Seite Englands gestellt und damit gegen die gemeinsame Politik des Hansebundes verstoßen, was zum zeitweiligen Ausschluss führte.
Welche Rolle spielte Burgund in diesem Konflikt?
Burgund agierte als Vermittler und Bündnispartner, wobei die Hanse sich schließlich für eine Unterstützung Burgunds entschied, um ihre Handelsinteressen zu wahren.
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- Yves Martin Görsch (Autor), 2007, England und die Hanse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88624