Das Ziel der folgenden Arbeit ist es die politischen Ideale der Protagonisten aus Schillers Werken Don Karlos, Maria Stuart und Die Jungfrau von Orleans zu analysieren: welche politischen Ideale sind enthalten, wo stoßen die Handelnden an die Grenzen des Machbaren? Warum und auf welche Weise scheitern sie? Außerdem sollen Schillers persönliche politische Vorstellungen aufgezeigt werden und wie sich diese in den Dramen des schwäbischen Dichters und Denkers wiederspiegeln. Zu diesem Zweck gehe ich anfangs auf Schillers Lebensumstände ein. Im Anschluss daran werde ich die politischen Leitbilder von den Hauptpersonen der drei genannten Dramen differenziert betrachten und dabei ihre Entfaltung sowie die Art und Weise ihres Scheiterns untersuchen. Dabei werde ich darauf eingehen, inwiefern sich Schillers politische Orientierung und die ihm bewussten Machbarkeitsgrenzen seiner persönlichen Idealvorstellungen in den Dramen wiederfinden und wie er die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit in seinen Werken verarbeitet. Im Schlussteil soll geklärt werden, ob für Schiller ein Nicht-Scheitern der Ideale überhaupt theaterfähig ist.
Inhaltsverzeichnis
- 0 Einleitung
- 1 Schillers Lebenssituation
- 1.1 Situation in Württemberg
- 1.2 Direkte Einflüsse auf Schillers politische Einstellung
- 1.2.1 Zeit auf Karlsschule
- 1.2.2 Der Einfluss politischer Philosophen auf Friedrich Schiller
- 1.3 Schillers politische Einstellung
- 2 Don Karlos
- 2.1 Die politischen Ideale
- 2.1.1 Posa
- 2.1.2 König Philipp II.
- 2.1.3 Großinquisitor
- 2.2 Das Scheitern der politischen Ideale
- 2.3 Zwischenbilanz
- 2.1 Die politischen Ideale
- 3 Maria Stuart
- 3.1 Entstehungsgeschichte und historische Hintergründe
- 3.2 Elisabeth
- 3.2.1 Elisabeths Rollenverständnis
- 3.2.2 Elisabeths Kampf um Machterhalt
- 3.3 Das Scheitern aufklärerischer Ideale an Elisabeth I
- 3.4 Zwischenbilanz
- 4 Die Jungfrau von Orleans
- 4.1 Entstehungsgeschichte und historischer Hintergrund
- 4.2 Johannas politische Ideale und ihr Scheitern
- 4.2.1 Johannas Sendungsbewusstsein
- 4.2.2 Johannas Schuldbewusstsein
- 4.2.3 Johannas Katharsis
- 4.3 Zwischenbilanz
- 5 Fazit
- 5.1 Die Unvereinbarkeit von Ideal und Individuum
- 5.2 Warum die Ideale scheitern müssen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die politischen Ideale der Protagonisten in Schillers Dramen "Don Karlos", "Maria Stuart" und "Die Jungfrau von Orleans". Dabei werden die jeweiligen Ideale, ihre Grenzen und das Scheitern dieser untersucht. Im Zentrum steht die Frage, warum und auf welche Weise die Ideale der Figuren in den Dramen scheitern und wie sich Schillers persönliche politische Ansichten in seinen Werken widerspiegeln.
- Schillers politische Ideale und ihre Umsetzung in seinen Dramen
- Die Konflikte zwischen persönlichen Idealen und den realen Machbarkeitsgrenzen
- Das Scheitern politischer Ideale in historischen und gesellschaftlichen Kontexten
- Die Rolle der politischen Macht und ihrer Auswirkungen auf den Einzelnen
- Schillers Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen seiner Zeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet Schillers persönliches Leben und seine politischen Ideale im Kontext der gesellschaftlichen und politischen Situation des 18. Jahrhunderts. Das erste Kapitel untersucht Schillers Lebenssituation, die Zeit auf der Karlsschule und den Einfluss politischer Philosophen auf seine Entwicklung. Das zweite Kapitel befasst sich mit "Don Karlos", analysiert die politischen Ideale von Posa, König Philipp II. und dem Großinquisitor sowie deren Scheitern. Kapitel drei untersucht "Maria Stuart" und beleuchtet Elisabeths Rollenverständnis, ihren Kampf um Machterhalt und das Scheitern aufklärerischer Ideale. Kapitel vier behandelt "Die Jungfrau von Orleans" und analysiert Johannas politische Ideale, ihr Sendungsbewusstsein, Schuldbewusstsein und Katharsis, sowie die Ursachen ihres Scheiterns. Das Fazit der Arbeit soll klären, ob für Schiller ein Nicht-Scheitern der Ideale überhaupt theaterfähig ist.
Schlüsselwörter
Friedrich Schiller, politische Ideale, Dramen, "Don Karlos", "Maria Stuart", "Die Jungfrau von Orleans", Posa, König Philipp II., Elisabeth I., Johanna, aufgeklärter Absolutismus, Macht, Gesellschaft, Geschichte, Scheitern, Ideologiekritik.
Häufig gestellte Fragen
Welche Dramen von Friedrich Schiller werden in dieser Arbeit analysiert?
Die Arbeit untersucht die politischen Ideale in den Werken "Don Karlos", "Maria Stuart" und "Die Jungfrau von Orleans".
Was ist das zentrale Thema der Analyse?
Im Mittelpunkt steht die Frage, warum und auf welche Weise die politischen Ideale der Protagonisten an den Grenzen des Machbaren scheitern.
Wie hängen Schillers Lebensumstände mit seinen Werken zusammen?
Die Arbeit beleuchtet Einflüsse wie Schillers Zeit auf der Karlsschule und die politische Situation in Württemberg, um seine persönlichen politischen Vorstellungen in den Dramen wiederzufinden.
Welche Figuren werden bezüglich ihrer Ideale untersucht?
Untersucht werden unter anderem Marquis Posa und König Philipp II. (Don Karlos), Elisabeth I. (Maria Stuart) sowie Johanna (Die Jungfrau von Orleans).
Was ist das Fazit zur „Theaterfähigkeit“ von Idealen?
Die Arbeit diskutiert abschließend, ob für Schiller ein Nicht-Scheitern der Ideale überhaupt mit der dramatischen Form und der Realität vereinbar wäre.
- Quote paper
- Beate Sewald (Author), 2006, „Ich kann nicht Fürstendiener seyn“ - Politische Ideale und ihr Scheitern in Schillers Dramen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87885