Sprachen wir vor einigen Jahren noch vom Web, dann wohl vom Web 1.0. Seit O' Reilly das heutige Web als Web 2.0 bezeichnet hat, scheinen einige Diskussionen über die Interaktivität im Web in Gang gekommen zu sein. Heute sind wir nicht mehr nur Web-Konsumenten sondern haben uns inzwischen zu Web-Produzenten gemausert: Downloads sind zwar immer noch üblich, aber haben inzwischen nicht etwa Uploads überhand genommen? Diese Arbeit geht den Fragen nach, wie, warum und wo sich Menschen im Web 2.0 begegnen und darstellen (und Interaktion betreiben) und welche (Neben-)Wirkungen dadurch verzeichnet werden können.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Arpa Kadabra – auf dem Weg zum Web 2.0
- Web 2.0: Begriff, Wesen und Funktion
- Soziale Aspekte: Links & Netzwerke – kollektive Intelligenz
- Interaktivität: Bedeutung, Motive und das Web
- Interaktion im Web 2.0: Altes und neues Konzept - Chat und Blog
- Interaktion im Chat: Die Nähe zum mündlichen Gespräch
- Identität und Selbstdarstellung: Das andere Ich
- Aspekte der Fassade: Sprache und Ausdruck im Chat
- Interaktion via Blog
- Bürgerjournalismus: Publizieren für alle?
- Communities und soziale Netzwerke
- Soziale Folgen der Web 2.0 Nutzung
- Soziale Informationsverarbeitung und Filtermodelle: Bewertung von Online-Interaktion und mögliche Problemstellungen
- Online-Beziehungen – soziale Vereinsamung?
- Communities: Flucht in die Schein-Welt oder Zugewinn?
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Web 2.0 und seinen sozialen Aspekten, insbesondere mit den neuen Kommunikations- und Interaktionsformen und -strukturen. Sie untersucht, welche Möglichkeiten das Web 2.0 im Vergleich zu klassischen Kommunikationsformen bietet und inwiefern es diese übertrifft.
- Die Entwicklung des Webs von Web 1.0 zu Web 2.0
- Die Bedeutung und Funktionsweise von Interaktivität im Web 2.0
- Die Rolle von Chat und Blog in der Web 2.0 Kommunikation
- Die sozialen Folgen der Web 2.0 Nutzung, insbesondere hinsichtlich Online-Beziehungen und Communities
- Die Auswirkungen des Web 2.0 auf das reale Leben des Users
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Bedeutung von Kommunikation und Medien im Wandel der Zeit beleuchtet und die Relevanz des Web 2.0 für die heutige Kommunikation hervorhebt. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Begriff Web 2.0, seiner Definition, seinen Merkmalen und seiner Abgrenzung von Web 1.0. Im dritten Kapitel wird der Begriff der Interaktivität erläutert und die Frage nach den Motiven für menschliche Kommunikation im Web behandelt.
Kapitel vier widmet sich der Interaktion im Web 2.0, insbesondere im Chat und im Blog. Es analysiert die Selbstdarstellung und Identitätskonstruktion im Chat, die Besonderheiten der chat-spezifischen Kommunikation und die Möglichkeiten des Bürgerjournalismus im Blog. Das fünfte Kapitel untersucht die sozialen Folgen der Web 2.0 Nutzung und beleuchtet die Auswirkungen von Online-Beziehungen und Communities auf das reale Leben des Users.
Schlüsselwörter
Web 2.0, Interaktivität, Kommunikation, Chat, Blog, Bürgerjournalismus, Online-Beziehungen, Communities, soziale Folgen, Social Software, Filtermodell, soziale Informationsverarbeitung, Identität, Selbstdarstellung, virtuelle Welt, reale Welt
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Web 1.0 und Web 2.0?
Während das Web 1.0 primär ein Konsum-Medium war, zeichnet sich das Web 2.0 durch Interaktivität und Partizipation aus. Nutzer werden von reinen Konsumenten zu Produzenten (User Generated Content).
Wie hat sich die Kommunikation im Web 2.0 verändert?
Neue Formen wie Chats und Blogs ermöglichen eine direktere, oft informelle Interaktion. Soziale Netzwerke fördern die Bildung von Communities und die Nutzung kollektiver Intelligenz.
Welche Rolle spielt die Identität im Chat?
Im Chat können Nutzer mit Identitäten experimentieren ("das andere Ich"). Die Selbstdarstellung erfolgt über Sprache, Avatare und spezifische Ausdrucksformen, was oft eine Nähe zum mündlichen Gespräch erzeugt.
Was versteht man unter Bürgerjournalismus?
Bürgerjournalismus bezeichnet das Publizieren von Informationen und Meinungen durch Laien, insbesondere über Blogs, wodurch traditionelle Medienformate ergänzt oder herausgefordert werden.
Führt die Nutzung von Web 2.0 zur sozialen Vereinsamung?
Die Forschung diskutiert hierzu verschiedene Filtermodelle. Während Online-Beziehungen reale Kontakte ergänzen können, besteht bei exzessiver Nutzung die Gefahr einer Flucht in Scheinwelten.
Was bedeutet "kollektive Intelligenz" im Netz?
Kollektive Intelligenz entsteht durch die Vernetzung vieler Nutzer, die ihr Wissen teilen und gemeinsam Probleme lösen, wie es beispielsweise in Wikis oder sozialen Netzwerken geschieht.
- Citar trabajo
- Melanie Riesen (Autor), 2007, Vom Arpanet zum Web 2.0 - Neue Kommunikationsformen und -strukturen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87409