Das „bessere“ Produkt ist heutzutage rar, de facto ist es jedoch das einzige Produkt, das in der heutigen Zeit noch begeisterte und zufriedene Käufer findet. In den letzten Jahren konnten in den westlichen Industrieländern weniger als 25 Prozent aller Produktneuentwicklungen erfolgreich in den Markt eingeführt werden. Die deutsche Wirtschaft weist je nach Branche „Flopraten“ zwischen 65 und 80 Prozent auf.
Worauf ist dieser gravierende Misserfolg zurückzuführen? Auf den sich zunehmend verschärfenden Verdrängungswettbewerb in nahezu allen Branchen? Auf die gesättigten Märkte und die hybriden Konsumenten? Allein sicher nicht. Die hohe Floprate bei neuen Produkten kann nicht nur den hybriden Konsumenten und dem harten Konkurrenzkampf in die Schuhe geschoben werden, sondern die Ursachen sind zu einem großen Teil bei den anbietenden Unternehmen selbst zu suchen.
Viele Unternehmen behandeln die Produktentwicklung stiefmütterlich - schwache Sortimente und sinkende Deckungsbeiträge sind die Folge. Die Unternehmen verbannen die Produktpolitik und somit auch das Design, denn die Qualität eines Produktes wird überwiegend durch sein Design bestimmt, aus ihrem strategischen Fokus. Dies erweist sich als gravierender Managementfehler, denn die Unternehmensexistenz kann langfristig nur durch zukunftsorientierte Design-Konzepte, die zur Unternehmenskultur passen, gesichert werden. Einfallslose Mee-too-Strategien und lieblose Produkte sind in der heutigen Zeit fehl am Platz, wenn man am Markt etwas bewegen und sich erfolgreich von der Konkurrenz differenzieren möchte. Axel Buck bringt dies in seinem Buch Design Management folgendermaßen auf den Punkt: „Unternehmenserfolg ist Produkterfolg“. Und der Produkterfolg kann nur durch professionelles Design Management erreicht werden. Kein zukunftsorientiertes Unternehmen kann es sich mehr leisten, auf Design als Instrument der Produktdifferenzierung und –verbesserung zu verzichten. Vor diesem Hintergrund soll die vorliegende Arbeit klären, welche Rolle das Design Management im Unternehmen und besonders im Marketing-Mix einnehmen kann.
Inhaltsverzeichnis
- Ausgangssituation und Aufgabenstellung
- Was ist Design Management?
- Die heutige Situation des Design in den Unternehmen
- Probleme der Manager mit Design
- Warum sich Design zur Managementaufgabe wandelt - Die Notwendigkeit von Design Management
- Designmanagement als Querschnittsaufgabe im Unternehmen
- Design braucht Marketing - Marketing braucht Design
- Design Management im Marketing-Mix
- Die Aufgabe des Design Management im Marketing-Mix
- Die Rolle des Design in der Preispolitik
- Die Rolle des Design in der Distributionspolitik
- Die Rolle des Design in der Produktpolitik
- Die Rolle des Design in der Kommunikationspolitik
- Design Management im Marketing-Mix
- Bedingungen für erfolgreiches Designmanagement
- Erfolgreiches Designmanagement in der Praxis – ausgewählte Fallbeispiele
- Ausblick und Stellungnahme
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Rolle des Design Managements im Unternehmen, insbesondere im Marketing-Mix. Sie untersucht die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der wachsenden Bedeutung von Design für den Unternehmenserfolg ergeben. Im Fokus stehen die Herausforderungen, die sich aus der mangelnden Designkompetenz vieler Manager und der Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit im Design Management ergeben.
- Die Bedeutung von Design für den Unternehmenserfolg
- Die Herausforderungen des Design Managements in der Praxis
- Die Rolle des Design im Marketing-Mix
- Die Notwendigkeit einer stärkeren Integration von Design in die Unternehmenskultur
- Erfolgreiche Beispiele für Design Management in Unternehmen
Zusammenfassung der Kapitel
- Ausgangssituation und Aufgabenstellung: Dieses Kapitel beleuchtet die aktuelle Situation von Produktentwicklungen und die Herausforderungen, die sich aus der hohen Floprate bei neuen Produkten ergeben. Die Arbeit identifiziert die Notwendigkeit eines professionellen Design Managements als Schlüssel zum Unternehmenserfolg.
- Was ist Design Management? Dieses Kapitel definiert Design Management als die Steuerung aller designrelevanten Prozesse im Unternehmen und erklärt die Bedeutung des Design für die Produktentwicklung und -differenzierung.
- Die heutige Situation des Design in den Unternehmen: Dieses Kapitel analysiert die aktuelle Situation des Designs in Unternehmen, untersucht die Probleme, die Manager im Umgang mit Design haben, und erklärt die Notwendigkeit von Design Management als Management-Aufgabe.
- Designmanagement als Querschnittsaufgabe im Unternehmen: Dieses Kapitel beleuchtet die spartenübergreifende Funktion des Design Managements und erklärt die Bedeutung der Integration von Designprozessen in Forschung und Entwicklung, Produktion und Marketing.
- Design braucht Marketing - Marketing braucht Design: Dieses Kapitel untersucht die Rolle des Design Management im Marketing-Mix und analysiert die verschiedenen Bereiche, in denen Design eine wichtige Rolle spielt, wie Preispolitik, Distributionspolitik, Produktpolitik und Kommunikationspolitik.
- Bedingungen für erfolgreiches Design Management: Dieses Kapitel identifiziert die wichtigsten Faktoren, die zum Erfolg des Design Managements beitragen, wie z. B. die Integration von Design in die Unternehmenskultur, die Förderung von Designkompetenz und die Entwicklung von klaren Designstrategien.
- Erfolgreiches Designmanagement in der Praxis – ausgewählte Fallbeispiele: Dieses Kapitel präsentiert Beispiele von Unternehmen, die erfolgreich Design Management in die Praxis umgesetzt haben, und analysiert die Erfolgsfaktoren.
Schlüsselwörter
Design Management, Unternehmenserfolg, Produktentwicklung, Marketing-Mix, Designkompetenz, Unternehmenskultur, Integration von Design, Fallbeispiele, Designstrategie.
- Citation du texte
- Andrea Ruhland (Auteur), 2002, Die Rolle des Design-Manangements im Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8524