Manch einer wählt bewusst eine "sachliche" Schrift, um nicht als "Spielkind" zu gelten. Ein anderer setzt auf "verschnörkelte" Buchstaben, um seine Individualität zu unterstreichen. Mit Typografie kann man Eindruck schinden. Das war's dann aber auch schon. Wer versucht, anhand der Schriftart Rückschlüsse auf den Inhalt, sogar auf den Autor eines Textes zu ziehen, der wird auf die Nase fallen. Die Seminararbeit sagt warum.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Form und Inhalt
- Inhalt
- Form
- Lesbarkeit
- Schrift als Präsupposition
- Schrift als Ausdrucksmittel
- Charakteristik der Schriften
- Schrift-Moden
- Schrift als Ideologieträger
- Physiognomik der Typographie
- Schluß
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Physiognomik der Typographie. Dabei wird untersucht, ob und inwieweit Rückschlüsse vom Schriftbild auf den Inhalt eines Textes oder sogar auf den Charakter des Autors möglich sind. Der Fokus liegt auf der Frage, ob und wie die Wahl der Schrift den Eindruck beeinflusst, den ein Text beim Leser hinterlässt.
- Die Bedeutung der Schriftwahl für die Wahrnehmung eines Textes
- Der Einfluss der Schriftart auf die Interpretation von Inhalt und Autor
- Die Rolle der Typographie als Mittel der Kommunikation und Manipulation
- Die historische Entwicklung der Typographie und ihre Verbindung zur Handschrift
- Die Verwendung von Schriftarten in verschiedenen Textgattungen und Medien
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt das Thema der Physiognomik der Typographie vor und erläutert die Ausgangssituation, die durch ein Erlebnis im Rahmen eines Praxis-Seminars entstanden ist. Es wird die Frage aufgeworfen, ob und wie die Wahl der Schrift den Eindruck beeinflusst, den ein Text beim Leser hinterlässt.
- Form und Inhalt: Dieser Abschnitt beleuchtet den Zusammenhang zwischen Form und Inhalt. Es wird die These vertreten, dass die Form der Schrift den Inhalt eines Textes beeinflussen kann, auch wenn dies nicht immer bewusst geschieht.
- Inhalt: Dieser Unterabschnitt befasst sich mit dem "Was" des Textes, seiner inhaltlichen Aussage. Es wird betont, dass die typographische Fachliteratur hauptsächlich auf die Gattungen von Texten eingeht, während andere Merkmale des Inhalts unbeachtet bleiben.
Schlüsselwörter
Typographie, Physiognomik, Schriftbild, Inhalt, Form, Lesbarkeit, Graphologie, Textgattung, Manipulation, Schriftarten, Handschrift, Druckschrift, Werbebrief, Geschäftsbrief, Roman, Groschenheft, wissenschaftliche Arbeit.
Häufig gestellte Fragen
Kann man vom Schriftbild auf den Charakter eines Autors schließen?
Die Arbeit untersucht diese Frage kritisch und kommt zu dem Schluss, dass solche Rückschlüsse oft täuschen können, auch wenn Typografie Eindruck schinden kann.
Was ist die "Physiognomik der Typografie"?
Es bezeichnet die Lehre vom äußeren Erscheinungsbild der Schrift und dessen vermeintlicher oder tatsächlicher Aussagekraft über Inhalt und Urheber.
Inwiefern beeinflusst die Schriftwahl die Wahrnehmung eines Textes?
Schriften können als Präsupposition wirken; eine "sachliche" Schrift vermittelt Seriosität, während "verschnörkelte" Schriften Individualität suggerieren sollen.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schriftart und Ideologie?
Ja, die Arbeit beleuchtet Schrift auch als Ideologieträger und untersucht historische Schrift-Moden.
Warum spielt die Lesbarkeit eine zentrale Rolle?
Lesbarkeit ist die funktionale Basis der Typografie; ohne sie verliert die Schrift ihre primäre Kommunikationsaufgabe, unabhängig von ihrer ästhetischen Wirkung.
Wie wird Typografie zur Manipulation eingesetzt?
Durch die gezielte Wahl von Schriftarten in Werbe- oder Geschäftsbriefen werden Emotionen geweckt oder eine bestimmte Autorität vorgetäuscht.
- Quote paper
- Tankred Stachelhaus (Author), 1997, Physiognomik der Typografie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84576