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Private Altersvorsorge in Deutschland: drei Schichten - drei Optionen

Title: Private Altersvorsorge in Deutschland: drei Schichten - drei Optionen

Research Paper (undergraduate) , 2007 , 29 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Gerald Gieseke (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Anfang 2005 ist das neue Alterseinkünftegesetz in Kraft getreten. Zurückzuführen ist dies auf eine Diskussion, die bereits in den 80er Jahren sowohl die Bundesregierung als auch die Finanzgerichte beschäftigte. Bereits damals hatte sich das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) mit der Problematik auseinandergesetzt, ob die unterschiedliche Besteuerung von Beamtenpensionen und gesetzlichen Renten mit dem Gleichbehandlungsgebot des Grundgesetzes vereinbar ist. Das BVerfG hatte den Gesetzgeber bereits mit dem Urteil vom 26.03.19801 aufgefordert, eine Rechtsänderung vorzunehmen. Mit Ausnahme von geringfügigen Korrekturen wurde dieser Aufforderung jedoch zunächst nicht nachgekommen. Erst das Urteil vom 06.03.2002 des BVerfG, in dem nochmals auf die Verfassungswidrigkeit der unterschiedlichen Besteuerung der Alterseinkünfte hingewiesen wurde, gab den Anstoß zu einer grundlegenden Reformierung der Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Alterseinkünften. Die Bundesregierung wurde mit diesem Urteil dazu verpflichtet, spätestens ab dem 01.01.2005 eine verfassungskonforme Neuregelung zu treffen, um damit die Steuergerechtigkeit wieder herzustellen. Wäre keine Neuregelung der Besteuerung erfolgt, so hätten die bisherigen Bestimmungen zur Besteuerung der Beamtenpension ab dem Jahr 2005 nicht mehr angewendet werden dürfen, und dies hätte wiederum zu erheblichen Steuermindereinahmen geführt. Insbesondere sollte der Gesetzgeber im Rahmen der Neuregelung die Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen so aufeinander abstimmen, dass eine doppelte Besteuerung vermieden wird.2 Am 29.04.2004 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Neuordnung der
einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und
Altersbezügen (Alterseinkünftegesetz) verabschiedet und der Bundesrat stimmte dem Gesetz in einer Sitzung vom 11.06.2004 zu.3 Das Alterseinkünftegesetz wurde schließlich am 09.07.2004 im Bundesgesetzblatt verkündet und ist in seinen wesentlichen Elementen am 01.05.2005 in Kraft getreten.4

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1. Allgemeine Problemstellung

1.2. Rürup- Kommission

1.3. Überblick über die Änderungen

2 Altersvorsorge: Drei-Schichten-Modell

2.1. Basisversorgung (Erste Schicht)

2.1.1 Allgemeines

2.1.2 Die gesetzliche Rente

2.1.3 Berufsständische Versorgungswerke

2.1.4 Landwirtschaftliche Alterskasse

2.1.5 Rürup-Rente

2.2 Zusatzversorgung (Zweite Schicht)

2.2.1 Allgemeines

2.2.2 Riester-Rente

2.2.2.1 Allgemeines

2.2.2.2 Förderung der Riester-Rente

2.2.2.2.1 Zulagenförderung

2.2.2.2.2 Steuerliche Förderung

2.2.2.3 Weitere wichtige Punkte zur Riester-Rente

2.2.3 Betriebsrente

2.2.3.1 Allgemeines

2.2.3.2 Die fünf Durchführungswege der BAV

2.2.3.2.1 Direktzusage

2.2.3.2.2 Unterstützungskasse

2.2.3.2.3 Direktversicherung

2.2.3.2.4 Pensionszusage

2.2.3.2.5 Pensionsfonds

2.3 Kapitalanlageprodukte (Dritte Schicht)

2.3.1 Allgemeines

2.3.2 Private Rentenversicherung

2.3.3 Kapitallebensversicherung

3. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das durch das Alterseinkünftegesetz in Deutschland eingeführte „Drei-Schichten-Modell“ der Altersvorsorge. Ziel ist es, einen Überblick über die steuerlichen Rahmenbedingungen und die verschiedenen Vorsorgeoptionen zu geben, um aufzuzeigen, welche Strategien für unterschiedliche Personengruppen am besten zur Schließung der individuellen Rentenlücke geeignet sind.

  • Grundlagen des Alterseinkünftegesetzes und der nachgelagerten Besteuerung
  • Struktur des Drei-Schichten-Modells (Basis-, Zusatz- und private Vorsorge)
  • Förderkriterien und Zielgruppen der Riester-Rente
  • Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge (BAV)
  • Steuerliche Vor- und Nachteile privater Renten- und Kapitallebensversicherungen

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Die gesetzliche Rente

Die gesetzliche Rente war für einen Großteil der Bevölkerung jahrzehntelang das wichtigste Standbein der Altersversorgung. Deshalb wird sie in Deutschland auch als erste Säule der Altersversorgung bezeichnet (neben staatlich geförderter Vorsorge, betrieblicher Altersvorsorge und privater Altersvorsorge)8. Die Rentner hatten mit ihr ein passables Einkommen, denn die gesetzliche Rente sicherte den Lebensstandard zum größten Teil ab.

Diese Zeiten sind vorbei. Die Rentner von heute bekommen zwar noch eine relativ hohe gesetzliche Rente, sie werden aber kaum noch Rentenerhöhungen erhalten, sodass die Preissteigerung den tatsächlichen Wert ihrer Rente jedes Jahr ein bisschen kürzt. Fest steht, dass die Arbeitnehmer heutzutage eine deutlich geringere Rente beziehen werden. Diese Rente wird nicht viel mehr als eine Grundversorgung leisten.9 Das Rentenniveau sinkt, weil immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner finanzieren müssen. Eine Entwicklung, die heute schon sichtbar ist und sich in Zukunft sehr wahrscheinlich stetig fortsetzen wird. So kommt im Jahr 2005 auf einen Rentner noch eineinhalb Beitragszahler, 2035 wird es nur noch ein Beitragszahler sein.10 Jedoch kann man sagen, dass die Rente sicher ist - so sicher, dass sogar ein weit in der Zukunft liegender Anspruch auf Rente gepfändet werden kann (Bundesgerichtshof Az. IX ZB 85/02).11

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die historische Entwicklung und die Notwendigkeit des neuen Alterseinkünftegesetzes aufgrund verfassungsrechtlicher Vorgaben zur Steuergerechtigkeit.

2 Altersvorsorge: Drei-Schichten-Modell: Detaillierte Analyse der drei Schichten der Altersvorsorge, beginnend bei der staatlich geförderten Basisversorgung bis hin zu privaten Kapitalanlageprodukten.

3. Schlussbemerkungen: Fasst die Eignung der verschiedenen Vorsorgeformen für unterschiedliche Zielgruppen zusammen und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen privaten Altersvorsorge.

Schlüsselwörter

Drei-Schichten-Modell, Alterseinkünftegesetz, Altersvorsorge, Riester-Rente, Rürup-Rente, betriebliche Altersvorsorge, nachgelagerte Besteuerung, Steuergerechtigkeit, Rentenlücke, Kapitaldeckungsprinzip, Altersbezüge, Sonderausgabenabzug, Leibrente, Direktversicherung, Versorgungsfreibetrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das in Deutschland geltende Drei-Schichten-Modell der Altersvorsorge im Kontext des Alterseinkünftegesetzes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die gesetzliche Rentenversicherung, die Riester-Rente, die betriebliche Altersvorsorge sowie private Renten- und Kapitallebensversicherungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die steuerlichen Konsequenzen der Rentenreform aufzuzeigen und zu klären, welche Vorsorgeoptionen für verschiedene Personengruppen optimal sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Gesetze, Urteile des Bundesverfassungsgerichts sowie Fachpublikationen zur Altersvorsorge.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die drei Schichten der Vorsorge – Basisversorgung, Zusatzversorgung und private Kapitalanlage – differenziert erläutert und durch Beispielrechnungen sowie Durchführungswege ergänzt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Drei-Schichten-Modell, Alterseinkünftegesetz, nachgelagerte Besteuerung, Riester-Rente, Rürup-Rente und betriebliche Altersvorsorge.

Warum ist die Riester-Rente besonders für Familien interessant?

Aufgrund der Kinderzulagen bietet die Riester-Rente kinderreichen Familien eine hohe Förderquote und eine attraktive Rendite.

Welchen Vorteil bietet die Basisrente (Rürup-Rente) für Selbstständige?

Sie ermöglicht eine steuerlich geförderte Altersvorsorge, bei der die Anwartschaften insolvenz- und pfändungssicher sind, was besonders für Selbstständige ohne gesetzliche Grundabsicherung wichtig ist.

Was ist das Besondere an der nachgelagerten Besteuerung?

Bei der nachgelagerten Besteuerung sind die Beiträge in der Ansparphase steuerbegünstigt, während die daraus resultierenden Rentenzahlungen in der Auszahlungsphase im Alter besteuert werden.

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Details

Title
Private Altersvorsorge in Deutschland: drei Schichten - drei Optionen
College
Karlsruhe University of Cooperative Education
Grade
1,4
Author
Gerald Gieseke (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V82712
ISBN (eBook)
9783638037372
Language
German
Tags
Private Altersvorsorge Deutschland Schichten Optionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gerald Gieseke (Author), 2007, Private Altersvorsorge in Deutschland: drei Schichten - drei Optionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82712
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