In dieser Arbeit wird auf zwei Seiten Karl Polanyis "The Great Transformation. Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen" behandelt.
Inhaltsverzeichnis
- Die Entwicklung des Selbstregulierungssystems
- Die Gefahren der Marktwirtschaft
- Kritik an Adam Smiths Homo oeconomicus
- Nicht-marktwirtschaftliche Wirtschaftsformen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Karl Polanyis „The Great Transformation“ analysiert die Entstehung und Auswirkungen des wirtschaftlichen Liberalismus, insbesondere die Auswirkungen der Marktwirtschaft auf die Gesellschaft. Das Werk kritisiert die Vorstellung eines sich selbst regulierenden Marktes und betont die Bedeutung sozialer und institutioneller Faktoren in der Gestaltung wirtschaftlicher Systeme.
- Kritik am wirtschaftlichen Liberalismus und der Marktwirtschaft
- Analyse der Entstehung des Selbstregulierungssystems
- Die Gefahren der Kommerzialisierung und der Herrschaft der Märkte über die Gesellschaft
- Die Bedeutung sozialer und institutioneller Faktoren in der Wirtschaft
- Untersuchung von nicht-marktwirtschaftlichen Wirtschaftsformen
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel untersucht die historischen Entwicklungen, die zum Aufstieg der Marktwirtschaft führten. Polanyi argumentiert, dass die Einfriedung und die Industrielle Revolution zu einer tiefgreifenden Umstrukturierung der Gesellschaft führten, die nicht durch marktwirtschaftliche Prinzipien allein erklärt werden kann.
- Das zweite Kapitel widmet sich den Gefahren der Marktwirtschaft. Polanyi argumentiert, dass die Kommerzialisierung und die Gewinnmaximierung zu einer Verzerrung der sozialen Beziehungen und einer Bedrohung der natürlichen Lebensräume führen. Die Herrschaft der Märkte über die Gesellschaft sei eine Gefahr für die menschliche Existenz.
- Das dritte Kapitel kritisiert Adam Smiths Theorie des Homo oeconomicus. Polanyi zeigt anhand von Beispielen aus verschiedenen vorindustriellen Kulturen, dass die wirtschaftliche Tätigkeit in diesen Gesellschaften Teil des sozialen Systems und von sozialen Motiven gesteuert wurde.
- Das vierte Kapitel analysiert verschiedene Typen nicht-marktwirtschaftlicher Wirtschaftsformen, wie z.B. Reziprozität, Redistribution und die Haushaltswirtschaft. Diese Wirtschaftsformen beruhen auf sozialen Normen und Prinzipien und sind nicht durch Gewinnorientierung oder Nutzenmaximierung gekennzeichnet.
Schlüsselwörter
Wirtschaftlicher Liberalismus, Marktwirtschaft, Selbstregulierung, Kommerzialisierung, soziale Beziehungen, Homo oeconomicus, nicht-marktwirtschaftliche Wirtschaftsformen, Reziprozität, Redistribution, Haushaltswirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Kernaussage von Polanyis „The Great Transformation“?
Polanyi kritisiert die Idee des selbstregulierenden Marktes und argumentiert, dass die Marktwirtschaft soziale Beziehungen zerstört, wenn sie nicht in die Gesellschaft eingebettet ist.
Warum lehnt Polanyi das Konzept des „Homo oeconomicus“ ab?
Er zeigt anhand vorindustrieller Kulturen, dass wirtschaftliches Handeln ursprünglich Teil des sozialen Systems war und von sozialen Motiven statt reiner Gewinnmaximierung gesteuert wurde.
Welche Gefahren sieht Polanyi in der Marktwirtschaft?
Die Kommerzialisierung führt zur Verzerrung sozialer Bindungen und bedroht die natürliche Lebensumwelt des Menschen.
Was versteht Polanyi unter „Reziprozität“ und „Redistribution“?
Dies sind nicht-marktwirtschaftliche Wirtschaftsformen, die auf Gegenseitigkeit (Reziprozität) oder zentraler Umverteilung (Redistribution) beruhen.
Welche Rolle spielte die Industrielle Revolution laut Polanyi?
Sie löste eine tiefgreifende Umstrukturierung der Gesellschaft aus, die den Markt aus seinen sozialen Bindungen riss und ihn über die Gesellschaft stellte.
Was ist das Ziel von Polanyis Analyse?
Die Untersuchung der politischen und ökonomischen Ursprünge moderner Wirtschaftssysteme und deren Auswirkungen auf die menschliche Existenz.
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- B.A. Malte Gaier (Author), 2007, Über Karl Polanyi: The Great Transformation - Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82697