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Religion in Zeichen der Säkularisierung

Titel: Religion in Zeichen der Säkularisierung

Seminararbeit , 2006 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Simon Eder (Autor:in)

Soziologie - Religion
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie soll man Aussagen über ein Phänomen treffen, dass so komplex ist und zudem noch so alt zu sein scheint, wie die Menschheit selbst. Wohl nur, wenn man zu ihrem Ursprung zurückkehrt, sie von allem Dazugekommenen säubert, um zu sehen was Religion ist und warum sie entstanden ist. Im diesem Essay soll nun versucht werden, deutlich zu machen, woran man nach Durkheim Religion erkennt und es sollen aktuelle Phänomene aufgeführt werden, auf die diese Definition zutrifft.
Es soll also untersucht werden, inwieweit Durkheims Definition von Religion auf die heutige Gesellschaft anwendbar ist. Hierfür wird sie einer weiteren Definition, der von Thomas Luckmann, gegenübergestellt.
Zuletzt wird untersucht, inwieweit diese Religionsdefinitionen auf die heutige Welt übertragbar sind.
Dabei soll der Aspekt der Ganzheitlichkeit, welcher für moderne Religionsformen zentral ist, ins Zentrum der Untersuchung gestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Religionsdefinition nach Durkheim

2.1 Negative Religionsdefinition

2.1.1 Existens von und Glaube an etwas Übernatürliches

2.1.2 Gottheiten

2.2 Positive Religionsdefinition

2.2.1 Die Unterscheidung zwischen heilig und profan

2.2.2 Die Kirche

2.3 Anwendung

3 Die Kirche als die institutionelle Spezialisierung der Religion

3.1 Der Religionsbegriff nach Luckmann

3.2 Die Entstehung von Kirchen

4 Moderne Religionsformen

4.1 Die Religiosität moderner Religionsformen

4.2 Die Ganzheitlichkeit moderner Religionsformen

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz klassischer Religionsdefinitionen, insbesondere nach Émile Durkheim, im Kontext einer säkularisierten modernen Gesellschaft und stellt diese dem Begriff der unsichtbaren Religion von Thomas Luckmann gegenüber, um die Entstehung moderner, ganzheitlicher Religionsformen zu analysieren.

  • Kritische Analyse der Religionsdefinition nach Durkheim
  • Die Kirche als institutionelle Spezialisierung der Religion
  • Luckmanns Konzept der unsichtbaren Religion
  • Merkmale und Religiosität moderner Religionsformen
  • Die Rolle der Ganzheitlichkeit in heutigen spirituellen Bewegungen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Die Unterscheidung zwischen heilig und profan

Religionen zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus einer gebündelten Anzahl von Glaubensüberzeugungen und Riten bestehen. Die Glaubensüberzeugungen sind die religiösen Meinungen, die sich im Denken des Gläubigen manifestieren und die Riten bestimmte Handlungsweisen, die sich im religiösen Tun äußern. Alle Glaubensüberzeugungen haben eines gemeinsam und zwar klassifizieren sie alle Dinge, die sich der menschlichen Vorstellung erschließen in zwei Klassen. Demnach lässt sich alles zwei entgegengesetzten Polen zuschreiben, die mit den Ausdrücken profan und heilig bezeichnet werden. Diese Vorstellung beinhaltet die Kreation zweier konträren Welten, die alles Existierende umschließen. Allerdings lässt sich der Kreis der heiligen Objekte nicht auf Götter oder götterartige Wesen reduzieren, beinahe alles kann heilig sein, solange es nur im absoluten Gegensatz zum Profanen, dem Normalen steht.

Die Religionsdefinition nach Durkheim speist sich also aus der Abgrenzung der heiligen von der profanen Welt. Demnach kann man also sagen, dass „wenn heilige Dinge untereinander Beziehungen der Zu- und Unterordnung haben, so dass sie ein System von gewisser Einheit bilden, das aber selbst in keinem anderen System derselben Art einbezogen ist, dann bildet die Summe der Überzeugungen und der entsprechende Riten eine Religion“ (Durkheim, 1981, S.67).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, den Wandel und die Komplexität von Religion in der heutigen Gesellschaft anhand der Theorien von Durkheim und Luckmann zu untersuchen.

2 Religionsdefinition nach Durkheim: Hier werden Durkheims Ansätze einer negativen und positiven Religionsdefinition dargelegt, wobei die Trennung von heilig und profan sowie die Funktion der Kirche als zentral erachtet werden.

3 Die Kirche als die institutionelle Spezialisierung der Religion: Dieses Kapitel kontrastiert Durkheims Kirchenmodell mit Thomas Luckmanns weiterem Religionsbegriff und beleuchtet die Institutionalisierungsprozesse von Religion.

4 Moderne Religionsformen: Es wird untersucht, wie moderne, ganzheitliche Religionsformen die Rolle der institutionellen Kirche ergänzen oder herausfordern und wie Religiosität heute individuell gelebt wird.

5 Zusammenfassung: Das Fazit stellt fest, dass klassische Definitionen im Wandel der Säkularisierung an Kraft verloren haben und neue, diffuse Spiritualitätsformen an deren Stelle treten.

Schlüsselwörter

Religion, Säkularisierung, Durkheim, Luckmann, Kirche, heilig, profan, Moderne Religionsformen, Ganzheitlichkeit, New Age, Transzendenz, Institutionalisierung, individuelle Religiosität, unsichtbare Religion, Weltansicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich das Verständnis von Religion in einer zunehmend säkularisierten modernen Gesellschaft gewandelt hat und inwieweit klassische Definitionen noch Gültigkeit besitzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die religionssoziologischen Ansätze von Émile Durkheim und Thomas Luckmann, die Rolle der Kirche als Institution und der Aufstieg moderner, ganzheitlicher Religionsformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob die institutionelle Definition von Religion nach Durkheim auf die moderne Gesellschaft anwendbar ist oder ob sie durch neue Formen der Individualreligiösität ersetzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und den Vergleich soziologischer Begriffsmodelle zur Religion, um aktuelle gesellschaftliche Phänomene einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Religion, der Entstehung der Kirche als institutionelle Spezialisierung und der Analyse moderner religiöser Bewegungen wie dem New Age.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Säkularisierung, Heilig/Profan, Ganzheitlichkeit, institutionelle Spezialisierung und unsichtbare Religion.

Warum hält der Autor Durkheims Religionsdefinition für problematisch?

Da Durkheim Religion primär als kollektives Phänomen innerhalb einer Kirche definiert, kann sein Modell heutige, eher individuell geprägte spirituelle Erfahrungen nur schwer erfassen.

Wie unterscheidet Luckmann die Religion von der Kirche?

Luckmann fasst den Religionsbegriff weiter und sieht ihn in der menschlichen Weltansicht und Transzendenzerfahrung begründet, unabhängig von der institutionellen Bindung an eine Kirche.

Welche Rolle spielt die „Ganzheitlichkeit“ bei modernen Religionsformen?

Ganzheitlichkeit beschreibt das Individuum als eigene Entscheidungsinstanz, die sich Sinn aus verschiedenen Quellen schöpft, anstatt dogmatische Vorgaben einer Institution zu übernehmen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Religion in Zeichen der Säkularisierung
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Soziologie)
Note
2,0
Autor
Simon Eder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
16
Katalognummer
V82684
ISBN (eBook)
9783638885768
ISBN (Buch)
9783638895309
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religion Zeichen Säkularisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Eder (Autor:in), 2006, Religion in Zeichen der Säkularisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82684
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Leseprobe aus  16  Seiten
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