Das Jahr 1998 stellte einen gewichtigen Einschnitt in die deutsche Parteiengeschichte dar: Nach 16 Jahren Regierungsarbeit musste die Koalition aus CDU/CSU und FDP abdanken. Die SPD übernahm - koalierend mit den Grünen - das Ruder. Für "Einheitskanzler" Helmut Kohl hieß es Abschied nehmen, jetzt schlug die Stunde des Gerhard Schröder. Union und Sozialdemokraten haben die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland seit Jahrzehnten entscheidend geprägt. Es macht daher Sinn, sich einmal näher mit ihnen zu beschäftigen. Wie sind SPD, CDU und CSU entstanden? Was sind ihre Ziele, und wen sprechen sie an? Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um ein verschriftliches Referat.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die SPD
2.1. Von der Entstehung bis zur Gegenwart
2.1.1. Der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein
2.1.2. Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei
2.1.3. Die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands
2.1.4. Neuer Name: SPD
2.1.5. USPD und MSPD
2.1.6. Vereinigte Kommunistische Partei und Vereinigte Sozialdemokratische Partei Deutschlands
2.1.7. Die Jahre bis zum Zweiten Weltkrieg
2.1.8. Die Sozialdemokraten im Exil
2.1.9. Neubeginn
2.1.10. Parteireform / Godesberger Programm
2.1.11. Regierungspartei
2.1.12. Der allmähliche Abstieg
2.1.13. Die SPD erneut in der Opposition
2.1.14. „Die neue Mitte“ geht an den Start
2.2. Wen spricht die SPD an?
3. Die CDU
3.1. Von der Entstehung bis zur Gegenwart
3.1.1. Der Weg zur Parteigründung
3.1.2. Beginn der Adenauer-Ära
3.1.3. Krisensymptome
3.1.4. Große Koalition / Opposition
3.1.5. Die Ära Kohl
3.1.6. Opposition / Spendenaffäre / Neuorientierung
3.2. Wen spricht die CDU an?
4. Die CSU
4.1. Von der Entstehung bis zur Gegenwart
4.1.1. Gründungsinitiativen
4.1.2. Die CSU wird landesweite Partei
4.1.3. Adenauer-Ära / Bayernpartei
4.1.4. Die CSU in den 70er Jahren
4.1.5. Die CSU ab 1982
4.2. Wen spricht die CSU an?
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die Wählerstruktur der deutschen Parteien SPD, CDU und CSU, um ein tieferes Verständnis für ihre Entstehung, Zielsetzungen und gesellschaftliche Verankerung zu vermitteln.
- Chronologische Darstellung der Parteigeschichten von der Gründung bis zur Gegenwart.
- Analyse der programmatischen Entwicklung und wichtiger Parteidokumente.
- Untersuchung der strukturellen Veränderungen innerhalb der Parteien (Wandlung zur Volkspartei).
- Darstellung der jeweiligen Wählerklientel und Mitgliederstruktur.
- Einordnung der Parteien in das historische und politische Gesamtgefüge Deutschlands.
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein
Das Jahr 1863 gilt als Geburtsjahr der deutschen Sozialdemokratie. Nachdem sich bereits in den Vorjahren in mehreren deutschen Städten Arbeitervereine gebildet hatten, die jedoch 1854 wieder aufgelöst werden mussten, erfolgte am 23. Mai 1863 – 15 Jahre nach Veröffentlichung des „Kommunistischen Manifests“ durch Karl Marx unter Mitwirkung von Friedrich Engels – in Leipzig die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV). Erster Präsident war der Publizist Ferdinand Lassalle. Die Zeit dafür schien reif, denn die Industrialisierung griff immer weiter um sich – mit der Folge einer immer größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich. Der ADAV forderte ein allgemeines, gleiches, direktes Wahlrecht, und er plädierte für Produktionsgenossenschaften. Als Endziel sah er den Kommunismus. Der ADAV zeichnete sich durch einen autoritären Organisationsaufbau aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den historischen Einschnitt des Regierungswechsels 1998 und führt in die Fragestellungen zu Entstehung, Zielen und Zielgruppen von SPD, CDU und CSU ein.
2. Die SPD: Dieses Kapitel behandelt die wechselvolle Geschichte der Sozialdemokratie von ihren Anfängen als Arbeiterverein bis hin zur Strategie der „neuen Mitte“ unter Gerhard Schröder.
3. Die CDU: Der Abschnitt widmet sich der Gründung der Union nach 1945, den prägenden Ären Adenauer und Kohl sowie der späteren Neuorientierung in der Opposition.
4. Die CSU: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten der CSU als bayerische Regionalpartei, ihren Weg zur landesweiten Organisation und ihre Rolle in der deutschen Bundespolitik.
Schlüsselwörter
SPD, CDU, CSU, Parteiengeschichte, Volkspartei, deutsche Politik, Sozialdemokratie, Christdemokratie, Bundestagswahl, Regierungsbildung, Ideologie, Mitgliederstruktur, historische Entwicklung, Grundsatzprogramm, politische Reformen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über die historische Entstehung und Entwicklung der drei großen deutschen Parteien SPD, CDU und CSU sowie deren Wandel zu Volksparteien.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Fokus stehen die Gründungsgeschichten, die programmatische Ausrichtung, die Entwicklung des Parteiapparats und die Veränderung der jeweiligen Wählergruppen über mehrere Jahrzehnte hinweg.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit zielt darauf ab, dem Leser in kompakter Form zu vermitteln, wie die genannten Parteien entstanden sind, welche Ziele sie verfolgen und welche Teile der Bevölkerung sie mit ihren Inhalten ansprechen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?
Der Autor verwendet eine chronologische Analyse der Parteigeschichten und zieht relevante historische Ereignisse sowie Programm- und Mitgliederstatistiken zur Beantwortung der Fragestellungen heran.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil ist in drei große Blöcke (SPD, CDU, CSU) unterteilt, die jeweils die historische Chronologie bis zur Jahrtausendwende sowie eine Analyse der Zielgruppen (Mitgliederstruktur) behandeln.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Parteiengeschichte, Volksparteien, politische Transformation und die spezifischen Profile von SPD, CDU und CSU definieren.
Warum wurde die SPD als erste Partei in der Arbeit vorgestellt?
Die SPD wird zuerst behandelt, da sie als älteste der betrachteten Parteien eine längere historische Entwicklung aufweist als die beiden konservativen Schwesterparteien.
Welche Rolle spielt die CSU im Vergleich zur CDU in dieser Analyse?
Die Arbeit verdeutlicht, dass die CSU zwar eine rein bayerische Organisation ist, jedoch durch die enge Zusammenarbeit mit der CDU eine bundesweite politische Bedeutung erlangt hat.
- Quote paper
- Marcel Maack (Author), 2002, SPD - CDU - CSU von der Entstehung bis zur Gegenwart, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8187