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Das Ende des Buches

Eine medienpädagogische Betrachtung der möglichen, aus den computerbasierten Lernmedien resultierenden Veränderungen für des Lehrbuch

Titel: Das Ende des Buches

Diplomarbeit , 2007 , 94 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Diplom-Pädagoge Kai-Daniel Restemeier (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In weiten Teilen der Gesellschaft herrscht eine positive Einstellung gegenüber Neuen Medien. Beinahe könnte man von einer Euphorie sprechen. Über Internet und Computer lassen sich Prozesse vereinfachen, lassen sich Wege verkürzen, lässt sich Zeit sparen. Mit den neuen Technologien ist zweifellos ein gewaltiges Potenzial verbunden: Im Computer können Schrift, Tonaufzeichnungen, Bilder und audiovisuelle Informationen dargestellt werden. Außerdem können neben solchen Informationen, die aufgezeichnet und zur Bearbeitung an den Computer übertragen werden, vollkommen neue Inhalte generiert werden. Als weiterer Vorteil ist der flexible Zugriff auf die im Computer gespeicherten und strukturierten Informationen zu nennen. Inhalte, die im Buch linear aneinandergereiht sind, können am Computer je nach Bedarf und Interesse abgerufen werden, bieten Erklärungen, wo sie nötig sind. Über das Internet erschließen sich zudem neuartige und zeitsparende Mittel zur Kommunikation zwischen Einzelpersonen oder Gruppen. Die vielfältigen Möglichkeiten des Computers bieten daher einen hohen Anreiz für dessen Verwendung.
Ob diese reizvollen Optionen dem Lehrbuch seinen Stellenwert nehmen oder es gar vollständig von der Bildfläche verdrängen können, ist die zentrale Frage, die in dieser Arbeit beantwortet werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffe und Definitionen

2.1 Lehrbuch

2.2 computerbasierte Lernumgebungen

3. Medienkritik als Phänomen

3.1 Kritik am Buch

3.2 Die Auswirkungen des Fernsehens auf das Leseverhalten

3.3 Lesemüdigkeit

3.4 Kritik an der Medienkritik

4. Mediennutzung

4.1 Modelle des Leseprozesses

4.1.1 Grundbegriffe des Leseprozesses

4.1.2 Lesen am Bildschirm

4.2 Rezeption von Bildern

4.2.1 Kombination von Bild und Text

4.2.2 Bildtypologie nach Pöggeler

4.3 Nutzung von Multimedia-Inhalten

4.3.1 Gestaltungsprinzipien nach Varesi

4.3.2 Gestaltungsprinzipien nach Mayer

5. Mediendidaktik

5.1 Aufgabe des Lernmediums

5.2 Lerntheoretische Grundlagen

5.2.1 Behavioristisches Lernmodell

5.2.2 Kognitivistisches Lernmodell

5.2.3 Konstruktivistisches Lernmodell

5.3 Didaktischer Aufbau von Lehrbüchern

5.3.1 Allgemeine Kriterien zur Lehrbuchgestaltung

5.3.2 Erstellung von Lehrtexten

5.3.3 Zulassungskriterien für Schulbücher

5.3.4 Lehrbuchtypen

5.4 Didaktischer Aufbau computerbasierter Lernumgebungen

5.4.1. Programme zur Instruktion

5.4.2 Programme zur Darstellung von Inhalten

5.4.3 Programme zur Produktion von Inhalten

5.4.4 Programme zur Kommunikation

5.4.4.1 synchrone Online-Kommunikation

5.4.4.2 asynchrone Online-Kommunikation

5.4.5 Programmkombinationen zu Lernzwecken

5.4.6 Unentdeckte Nutzungsmöglichkeiten

6. Wird das Lehrbuch von computerbasierten Lernprogrammen verdrängt?

6.1 Vergleich der Eigenschaften

6.1.1 Vorteile des Lehrbuchs

6.1.2 Nachteile des Lehrbuchs

6.1.3 Vorteile von CBL

6.1.4 Nachteile von CBL

6.2 Zukunftsprognosen

6.2.1 Ausschluss-Szenario

6.2.2 Koexistenz-Szenario

6.2.3 Zusammenspiel-Szenario

6.2.4 Konvergenz-Szenario

7. Abschließende Worte

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, auf Basis mediendidaktischer Erkenntnisse und der Leseforschung zu untersuchen, ob der Computer in Zukunft die Funktionen des Buches als Lernmedium vollständig übernehmen kann oder ob eine Verdrängung des Lehrbuches durch computerbasierte Lernangebote wahrscheinlich ist.

  • Kritische Analyse des Verhältnisses zwischen traditionellen Lehrbüchern und computerbasierten Lernumgebungen (CBL).
  • Untersuchung von Mediennutzung und kognitiven Leseprozessen am Bildschirm versus gedruckten Texten.
  • Betrachtung didaktischer Gestaltungsprinzipien für digitale Lerninhalte.
  • Vergleichende Bewertung der Vor- und Nachteile beider Medientypen.
  • Entwicklung von Zukunftsszenarien für die Koexistenz oder Konvergenz beider Medien.

Auszug aus dem Buch

3.1 Kritik am Buch

Die häufigste und immer wiederkehrende Kritik an Medien im Allgemeinen ist auf der Sorge um deren schädliche Wirkungen auf Kinder und Jugendliche begründet. Die Debatte um mögliche Zusammenhänge zwischen Gewalt und Kriminalität von Jugendlichen und entsprechenden Motiven in Medien wird nicht erst seit dem Aufkommen von Videofilmen und Computerspielen geführt. Mit der wachsenden Verfügbarkeit von Büchern und dem Aufkommen entsprechender Literaturgattungen wurden ähnliche Auswirkungen bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts befürchtet. Durch die Alphabetisierung großer Bevölkerungsteile ergab sich eine hohe Nachfrage nach preisgünstigen Büchern. Die Produktion der Inhalte richtete sich nicht länger nach den Vorgaben gesellschaftlicher Institutionen, sondern nach der Nachfrage.

"Indiz hierfür sind die sogenannten Groschenromane, kurze Liebes- oder Abenteuergeschichten, die für einen Groschen angeboten wurden und sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreuten. [...] ´Schmutz und Schundliteratur´ erhielt ebenso rasch wie ungerechtfertigt den Ruf, für die hohe Kriminalitätsrate in den unteren sozialen Schichten mitverantwortlich zu sein" (Busche, 2005, S.13f).

Erste gesetzliche Grundlagen zur Kontrolle von Schriften zum Schutz der Jugend wurden laut Busche (2005) im Jahr 1926 eingeführt (vgl. ebd.). Durch die Möglichkeit der Medienkontrolle bot sich allerdings auch ein Vorwand für Zensur und Manipulation durch politische Machthaber. So konnte der Jugendschutz auch als Vorwand genutzt werden, unerwünschte Schriften von der Öffentlichkeit fernzuhalten. Die Zugangsbeschränkung für Jugendliche und damit verbundene Einschränkungen für die Vermarktung derartiger Medien wirkte sich schließlich auf deren Erreichbarkeit für Erwachsene aus (vgl. dies., S. 15f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage, ob der Computer das Lehrbuch verdrängen wird, und ordnet die Arbeit medienpädagogisch ein.

2. Begriffe und Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe wie Lehrbuch und verschiedene Formen computerbasierter Lernumgebungen (CBL) definiert und eingegrenzt.

3. Medienkritik als Phänomen: Hier werden historische und aktuelle medienkritische Diskurse, insbesondere Sorgen um Medienwirkungen auf die Jugend, untersucht.

4. Mediennutzung: Dieses Kapitel widmet sich den kognitiven Prozessen des Lesens sowie der Rezeption von Bildern und Multimedia-Inhalten im didaktischen Kontext.

5. Mediendidaktik: Hier werden lerntheoretische Grundlagen und Kriterien für die didaktische Gestaltung von Lehrbüchern und digitalen Lernprogrammen vorgestellt.

6. Wird das Lehrbuch von computerbasierten Lernprogrammen verdrängt?: Das Kernkapitel vergleicht die Eigenschaften beider Medien und entwickelt Prognosen anhand verschiedener Szenarien.

7. Abschließende Worte: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Beurteilung und einem Ausblick auf zukünftige Fragestellungen der Medienforschung.

Schlüsselwörter

Lehrbuch, computerbasiertes Lernen, Medienpädagogik, Leseprozess, Mediendidaktik, Multimedia, Mediennutzung, Medienkritik, Lernumgebung, E-Learning, Textverständnis, Schulpädagogik, Informationstechnik, Digitalisierung, Medienszenarien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das medienpädagogische Verhältnis zwischen dem traditionellen Lehrbuch und modernen computerbasierten Lernmedien im Hinblick auf ihre zukünftige Bedeutung im Bildungswesen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Medienkritik, die kognitive Mediennutzung (insb. Lesen), mediendidaktische Konzepte sowie eine vergleichende Analyse der Vor- und Nachteile von Print- und Digitalmedien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu prognostizieren, ob der Computer das Buch vollständig als Lernmedium verdrängen wird oder ob eine Koexistenz bzw. ein Zusammenspiel der Medien wahrscheinlicher ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, in der Erkenntnisse aus der Medienpädagogik, der Leseforschung und der Mediendidaktik zusammengeführt und kritisch verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die kognitiven Prozesse bei der Mediennutzung, die lerntheoretischen Grundlagen des digitalen Lehrens sowie spezifische Gestaltungsprinzipien für multimediale Lerninhalte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Medienkompetenz, E-Learning, Didaktik, Leseprozess, Multimedialität und Lehrbuchanalyse beschreiben.

Wie bewertet der Autor den Einsatz von Simulationen?

Der Autor sieht in Simulationen ein mächtiges Instrument zur Veranschaulichung komplexer Prozesse, mahnt jedoch an, dass die Lernenden sich der Grenzen der dargestellten Wirklichkeit bewusst sein müssen.

Welches Szenario für die Zukunft der Medien wird als am wahrscheinlichsten eingestuft?

Der Autor schätzt ein Ausschluss-Szenario als sehr unwahrscheinlich ein und favorisiert Modelle, in denen die Medien sich gegenseitig ergänzen (Zusammenspiel-Szenario) oder koexistieren.

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Details

Titel
Das Ende des Buches
Untertitel
Eine medienpädagogische Betrachtung der möglichen, aus den computerbasierten Lernmedien resultierenden Veränderungen für des Lehrbuch
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,3
Autor
Diplom-Pädagoge Kai-Daniel Restemeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
94
Katalognummer
V80969
ISBN (eBook)
9783638835435
ISBN (Buch)
9783638835992
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ende Buches eBook eLearning Schulbuch Mediendidaktik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Pädagoge Kai-Daniel Restemeier (Autor:in), 2007, Das Ende des Buches, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80969
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  94  Seiten
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