In seiner Abhandlung über eine materialistische Theorie des Geistes versucht D. M. Armstrong, die Plausibilität der sogenannten Identitätstheorie zu erweisen, nach der mentale Prozesse nichts anderes sind als Prozesse des Zentralnervensystems (ZNS) und im besonderen der Gehirns. Als nicht identisch gelten natürlich die verschiedenen Zugangsweisen oder Perspektiven: Der Träger der neuronalen Vorgänge erlebt diese als mental, der ihn untersuchende Neurologe dagegen erkennt sie als physikalisch.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- 1. Darstellung
- Erster Teil
- Zweiter Teil
- Dritter Teil
- 2. Kritische Würdigung
- Allgemeines
- Zum Problem der Qualia
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
In seiner Hausarbeit „A Materialist Theory of the Mind: Darstellung und kritische Würdigung unter besonderer Berücksichtigung des Problems der Qualia“ befasst sich Kenneth Mauerhofer mit der materialistischen Theorie des Geistes von D. M. Armstrong. Die Arbeit untersucht, ob mentale Prozesse als Prozesse des Zentralnervensystems (ZNS) und insbesondere des Gehirns verstanden werden können.
- Die Schwierigkeiten nichtmaterialistischer Theorien des Geistes
- Die Identitätstheorie und ihre Vorteile
- Das Problem der Qualia und die Reduktion von sekundären Qualitäten auf physikalische Eigenschaften
- Die Analyse von mentalen Begriffen auf physikalistischer Basis
- Die Bedeutung des Materialismus für das Selbstverständnis des Menschen
Zusammenfassung der Kapitel
Erster Teil: Theorien des Geistes
- Kapitel 1: Eine Klassifikation von Theorien des Geistes: Armstrong stellt verschiedene Theorien des Geistes vor, darunter den Dualismus, den Monismus und den Materialismus. Er kritisiert den Dualismus und die Attribut-Theorie und argumentiert für die eigene Theorie des zentralen Zustands.
- Kapitel 2: Der Dualismus: Armstrong argumentiert gegen den Bündel-Dualismus und den kartesischen Dualismus. Er kritisiert die Unfähigkeit dieser Theorien, die Einheit von Geist und Körper, die numerische Differenzierung verschiedener Seelen und die Interaktion zwischen Körper und Geist zu erklären.
- Kapitel 3: Die Attribut-Theorie: Armstrong argumentiert gegen die Attribut-Theorie und ihre beiden Varianten. Er kritisiert die Unplausibilität einer körperlosen Existenz und die "müssigen" Eigenschaften des Geistes, die aus der Sicht des Materialismus unnötige Verdoppelungen der physikalischen Eigenschaften sind.
- Kapitel 4: Eine Schwierigkeit für jede nichtmaterialistische Theorie: Armstrong argumentiert für die Suprematie der Physik und die Reduzierbarkeit der Biologie auf Chemie und Physik. Er entgegnet Einwänden aus der Philosophie, der Religion, der Parapsychologie und der Theorie der sekundären Qualitäten.
- Kapitel 5: Der Behaviorismus: Armstrong beschreibt den Behaviorismus und seine Vorteile, wie die Einheit von Körper und Geist und die Kompatibilität mit den Naturwissenschaften. Er kritisiert aber auch die Leugnung innerer mentaler Prozesse, die fehlende Erklärung für die Intentionalität und die Schwierigkeit, das "Zeugnis der Introspektion" zu erklären.
- Kapitel 6: Die Theorie des zentralen Zustands: Armstrong stellt seine eigene Theorie des zentralen Zustands vor, die den Geist mit dem ZNS identifiziert. Er argumentiert für die Plausibilität dieser Theorie und entgegnet verschiedenen Einwänden.
Zweiter Teil: Das Konzept Geist
- Kapitel 12: Die sekundären Qualitäten: Armstrong diskutiert die sekundären Qualitäten, die ein Problem für eine materialistische Sicht des Geistes darstellen, da sie irreduzible mentale Eigenschaften zu sein scheinen. Er schlägt vor, sie mit physikalischen Eigenschaften zu identifizieren, und entgegnet verschiedenen a-priori- und empirischen Einwänden.
Dritter Teil: Die Natur (das Wesen) des Geistes
Armstrong verweist auf die Arbeiten von J. J. C. Smart und diskutiert die Bedeutung der Identitätstheorie. Er antwortet auf Einwände, die die materialistische Erklärung von überragenden Leistungen, den "Emergenz"-Materialismus und die Indizien gegen eine physikalische Erklärung betreffen.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen und Konzepte der Arbeit umfassen den Materialismus, die Identitätstheorie, das Problem der Qualia, die Analyse von mentalen Begriffen, die Suprematie der Physik, der Behaviorismus, die Theorie des zentralen Zustands, die Reduktion von sekundären Qualitäten auf physikalische Eigenschaften und die Bedeutung des Materialismus für das Selbstverständnis des Menschen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Kernaussage von Armstrongs Materialismus?
Armstrong vertritt die Identitätstheorie, nach der mentale Zustände identisch mit physikalischen Zuständen des Zentralnervensystems sind.
Was versteht man unter dem Problem der Qualia?
Qualia sind subjektive Erlebnisinhalte (wie das "Rot" einer Rose), die schwer rein physikalisch zu erklären sind und eine Herausforderung für den Materialismus darstellen.
Warum lehnt Armstrong den Dualismus ab?
Er kritisiert, dass der Dualismus die Interaktion zwischen Körper und Geist sowie die Einheit der Person nicht wissenschaftlich plausibel erklären kann.
Was ist die "Theorie des zentralen Zustands"?
Es ist Armstrongs spezifische Theorie, die den Geist als inneren Zustand des Gehirns definiert, der dazu neigt, bestimmte Verhaltensweisen hervorzubringen.
Wie erklärt Armstrong sekundäre Qualitäten (Farben, Töne)?
Er versucht, diese auf rein physikalische Eigenschaften der Objekte zu reduzieren, um eine lückenlose materialistische Weltanschauung zu wahren.
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- Dr. Kenneth Mauerhofer (Autor), 1996, Darstellung und kritische Würdigung von D. M. Armstrongs "A materialist theory of the mind", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80955