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Schillers Blick auf die Frage nach dem Schönen und der Kunst vor dem Hintergrund der Interessen seiner Zeit

Title: Schillers Blick auf die Frage nach dem Schönen und der Kunst vor dem Hintergrund der Interessen seiner Zeit

Seminar Paper , 2006 , 33 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Antonina Kostretska (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Summary Excerpt Details

Die Schrift Über die ästhetische Erziehung des Menschen (1793/1795) ist der dritte Versuch Schillers über die Schönheit zu schreiben. Zuvor legte er schon in den Schriften Kallias, oder über die Schönheit (1793) und Anmut und Würde (1793) seine Überlegungen dar.
Schillers Gedanken zur ästhetischen Erziehung sind ein Wendepunkt in der Philosophie. Zum ersten Mal wurden der Selbstzweck der Kunst und die Kunst als Mittel zur positiven gesellschaftlichen Veränderung aufgehoben.
Der Grundgedanke des Dichters ist der Weg zur Freiheit über die Schönheit, die Wandlung des Notstaates in einen sittlichen Vernunftstaat. Hierzu arbeitet er ein Konzept aus, das durchdrungen von seinem Humanitätsideal und dem Glauben an die Entwicklungsfähigkeit der Menschheit ist. In dieser Veränderung der Gesellschaft sieht Schiller jedoch auch Schwierigkeiten und stellt deshalb fest, dass es eine Aufgabe für mehr als ein Jahrhundert sein wird.
Die zeitgeschichtliche französische Revolution beeinflusste sehr stark Schillers Überlegungen darüber. Auch seine intensive Beschäftigung mit der Philosophie Kants nimmt zunehmend Einfluss auf seine programmatischen Vorstellungen.
Diese und manche andere Aspekten werden in folgendem Text genauer betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einige Vormerkungen

2. Einleitung

3. Schillers Zeitalter. Die Französische Revolution

4. Schiller als Zeit- und Staatbürger

5. Einige Bemerkungen zum Thema Ästhetik

5.1. Schillers Ästhetik

5.2. Das Schöne als ästhetischer Begriff

6. Einleitung zu Schillers Briefe an den dänischen Erbprinzen 6. Herzog Friedrich Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg

7. Gegenstand von Schillers Untersuchung und seine Überlegungen zu Kants Gedanken

8. Freiheit als der Vorläufer der Schönheit. Schillers Auffassung zum Begriff Schönheit

9. Blick auf die gegenwärtige Welt. Der Naturstaat

10. Das gegenwärtige Zeitalter in der Geschichte der menschlichen Kultur

11. Der Vernunftstaat

12. Aufklärung des Verstandes – die Gebote der Zeit

13. Die Aufgabe der ästhetischen Erziehung und der Herausforderung des Künstlers

14. Schlusswort

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht Friedrich Schillers Konzept zur ästhetischen Erziehung anhand seiner Briefe Über die ästhetische Erziehung des Menschen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Schiller durch die Vermittlung von Freiheit und Schönheit den Übergang vom Naturstaat zu einem sittlichen Vernunftstaat konzipiert und welche zentrale Rolle der Kunst sowie dem Künstler in diesem Transformationsprozess zukommt.

  • Analyse von Schillers theoretischem Konzept zur ästhetischen Erziehung
  • Einfluss der Französischen Revolution und der Kantischen Philosophie auf Schillers Denken
  • Gegenüberstellung von Naturstaat, Zivilisation und Vernunftstaat
  • Die Rolle der Kunst als autonomes Instrument gesellschaftlicher Veredelung
  • Untersuchung der Schönheit als notwendige Bedingung für menschliche Freiheit

Auszug aus dem Buch

3. Schillers Zeitalter. Die Französische Revolution

Friedrich Schiller– der deutsche Dichter, Philosoph und Aufklärer (1759-1805) - ist der hervorstechende Vertreter der deutschen klassischen Ästhetik. Sein Werk beinhaltet verschiedene Epochen und Gedanken: Sturm und Drang, Romantik, philosophische Ästhetik. Schiller steht unter dem starken Einfluss Klopstocks. Als junger Mensch hat schon Schiller den Konflikt von Trieb und Geist, wie auch den Gegenstand der Natur und Freiheit ins Bewusstsein gebracht. Er bekennt sich leidenschaftlich zur Freiheitsidee (Die Räuber, 1782, Sturm-und-Drang-Drama). Sein romantischer Idealismus des unbedingten Gefühls lehnt sich gegen die absolutistischen gesellschaftlichen Bedingungen auf (Kabale und Liebe, 1784, Trauerspiel).

Der junge Schiller wurde einerseits von der Philosophie Leibniz’ (1646-1716) und Wolffs (1679-1754) mit ihren Frühaufklärung-Ideen beeinflusst, anderseits - von der Philosophie der Shaftesbury (1671- 1713) und Rousseau (1712-1778) mit ihren Ideen des idealen Menschen und der Harmonie des Weltganzes.

1790 lernt Schiller die Kantische Philosophie näher kennen. Er studiert sie eingehend, stimmt der aber nicht ganz mit ihr überein. Er sieht den Mensch nicht geteilt (Willen und Vernunft), sondern als eine Einheit. Der Mensch ist ein Wesen, das immer nach der Freiheit strebt. Absolut frei kann aber nur der Mensch sein, der eine klare und hohe moralische Motivation hat. Die Erziehung und innere Kultur können den Menschen helfen, diese Freiheit zu erwerben. Schiller ist von Kant beeinflusst; die terminologische Beschreibungsweise ähnelt der kantischen sehr stark.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einige Vormerkungen: Einführung in Schillers ästhetische Schriften und die zentrale Bedeutung der ästhetischen Erziehung als Wendepunkt in der Philosophie.

2. Einleitung: Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit und des thematischen Aufbaus basierend auf den ersten zehn Briefen Schillers.

3. Schillers Zeitalter. Die Französische Revolution: Analyse von Schillers geistiger Entwicklung unter dem Einfluss seiner Zeit und der historischen Umwälzungen in Frankreich.

4. Schiller als Zeit- und Staatbürger: Betrachtung von Schillers Selbstverständnis als Bürger und Kosmopolit in einer Zeit des sozialen und politischen Wandels.

5. Einige Bemerkungen zum Thema Ästhetik: Theoretischer Abriss der Ästhetikbegriffe von Baumgarten über Du Bos bis hin zu Immanuel Kant.

6. Einleitung zu Schillers Briefe an den dänischen Erbprinzen 6. Herzog Friedrich Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg: Historischer Kontext zur Entstehung und Veröffentlichung der Briefe in der Zeitschrift Die Horen.

7. Gegenstand von Schillers Untersuchung und seine Überlegungen zu Kants Gedanken: Darstellung von Schillers rhetorischer Form und seiner kritischen Weiterentwicklung kantischer Grundsätze.

8. Freiheit als der Vorläufer der Schönheit. Schillers Auffassung zum Begriff Schönheit: Untersuchung der engen Verknüpfung von Freiheit und Schönheit sowie der Wirkung von Kultur auf den Geschmack.

9. Blick auf die gegenwärtige Welt. Der Naturstaat: Analyse von Schillers Konzept zur Überwindung des Naturstaates durch die sittliche Veredelung des Charakters.

10. Das gegenwärtige Zeitalter in der Geschichte der menschlichen Kultur: Vergleich der modernen Gesellschaft mit der griechischen Antike und Diagnose der modernen Einseitigkeit.

11. Der Vernunftstaat: Erörterung der Bedingungen für den dauerhaften Erfolg eines sittlichen Vernunftstaates und der Lösung des sogenannten Zirkeleinwands.

12. Aufklärung des Verstandes – die Gebote der Zeit: Diskussion der Notwendigkeit, das Empfindungsvermögen auszubilden und dem Appell sapere aude zu folgen.

13. Die Aufgabe der ästhetischen Erziehung und der Herausforderung des Künstlers: Zusammenfassung der Rolle der Kunst und des Künstlers als Erzieher der Nation zur Harmonie.

14. Schlusswort: Resümee der bleibenden Relevanz von Schillers Humanitätsideal und seines Einflusses auf spätere Denker wie Dostojewski.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Ästhetische Erziehung, Schönheit, Freiheit, Vernunftstaat, Naturstaat, Französische Revolution, Kantische Philosophie, Kunst, Zeitbürger, Humanitätsideal, Kultur, Ästhetik, Idealismus, Individuum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Schillers Briefe Über die ästhetische Erziehung des Menschen und dessen Vision einer besseren Gesellschaft durch die Kunst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte Freiheit, Schönheit, ästhetische Erziehung, das Verhältnis von Kunst und Staat sowie die philosophische Auseinandersetzung mit Kants Theorien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schiller den Wandel vom menschlichen Naturzustand zum sittlichen Vernunftstaat durch eine ästhetische Erziehung als notwendigen Entwicklungsschritt begründet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt einen thematischen statt chronologischen Zugang, um Schillers Konzepte zu systematisieren und die Bedeutung seiner Briefe in einen philosophischen Kontext zu setzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse des Zeitgeists, dem Einfluss Kants, dem Begriff der Schönheit als Freiheit sowie der Rolle des Künstlers als Erzieher.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Ästhetische Erziehung, Vernunftstaat, Humanitätsideal, Freiheit, Schönheit und die Transformation des Individuums.

Wie definiert Schiller den Unterschied zwischen dem physischen und dem sittlichen Menschen?

Der physische Mensch ist der natürlichen Notwendigkeit unterworfen, während der sittliche Mensch durch die Vernunft frei von den Zwängen der Sinnlichkeit handelt.

Warum spielt die Kunst bei Schiller eine so bedeutende Rolle für die Gesellschaft?

Die Kunst ist für Schiller ein autonomes Medium, das den Menschen zur Harmonie führt, seine einseitigen Fähigkeiten ausgleicht und ihn befähigt, die Ideale der Aufklärung im Handeln umzusetzen.

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Details

Title
Schillers Blick auf die Frage nach dem Schönen und der Kunst vor dem Hintergrund der Interessen seiner Zeit
College
University of Heidelberg  (Deutsch als Fremdsprachphilologie)
Course
Seminar: Die Kunst und die Wahrheit
Grade
2,0
Author
Antonina Kostretska (Author)
Publication Year
2006
Pages
33
Catalog Number
V80952
ISBN (eBook)
9783638886901
ISBN (Book)
9783638937856
Language
German
Tags
Schillers Blick Frage Schönen Kunst Hintergrund Interessen Zeit Seminar Kunst Wahrheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antonina Kostretska (Author), 2006, Schillers Blick auf die Frage nach dem Schönen und der Kunst vor dem Hintergrund der Interessen seiner Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80952
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