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Phasen der psychosexuellen Entwicklung nach Sigmund Freud

Title: Phasen der psychosexuellen Entwicklung nach Sigmund Freud

Term Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Eva Schade (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Die Pubertät gilt als die Phase im Leben eines Menschen, in der er sich sexuell entwickelt und reift, bis er schließlich körperlich und geistig zur Fortpflanzung in der Lage ist.
Doch ist der Begriff „Sexualität“ ausschließlich in Verbindung mit dem Fortpflanzungsgedanken zu verwenden? Masturbation dient nicht der Fortpflanzung, sondern der Triebbefriedigung – und wird trotzdem als Sexualität verstanden. Bereits das Vorspiel vor dem eigentlichen Akt, das den gesamten Körper einbeziehen kann, wird als Sexualität beschrieben.
Zu welchem Verhalten zählt man also die Neugier zum eigenen und zu fremden Körpern in den ersten Lebensjahren, wenn nicht zur Sexualität?
Existiert auch bei Kleinkindern eine Form der Sexualität, die zwar nicht der Fortpflanzung, sehr wohl aber dem Lustgewinn dient? Oder entwickelt sich die menschliche Sexualität mit ihren facettenreichen Bedürfnissen und Befriedigungsformen wirklich erst in der Pubertät?
Bereits bei seinen ersten psychotherapeutischen Behandlungen mit unter Hysterie leidenden Patienten stellte Sigmund Freud während unzähligen Hypnosesitzungen fest, dass die Ursachen hysterischer Symptome oftmals mit lang zurück liegenden sexuellen Ereignissen bzw. Phantasien in Verbindung stehen.
Das war der Anlass für Sigmund Freud, sich intensiv mit den Phasen der psychosexuellen Entwicklung zu befassen. Seine Thesen und Behauptungen sind allerdings oft kritisiert und deswegen häufig erweitert worden, um sie der äußerlich erkennbaren Lebenswelt eines Kindes anzupassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Erogene Zone

2.2 Libido

2.3 Psychosexuelle Entwicklung

2.4 Sexualtrieb

2.5 Trieb

3 Die Phasen der psychosexuellen Entwicklung

3.1 Die orale Phase (1. Lebensjahr/ erste 18 Lebensmonate)

3.1.1 Erogene Zonen & Triebbefriedigung

3.1.2 Beitrag zur Entwicklung des Kindes

3.1.3 Orale Bedürfnisse & der spätere Charakter

3.1.4 Kritik

3.2 Die anale Phase (2. und 3. Lebensjahr)

3.2.1 Erogene Zonen & Triebbefriedigung

3.2.2 Beitrag zur Entwicklung des Kindes

3.2.3 Anale Bedürfnisse & der spätere Charakter

3.3 Phallische/ infantil-genitale Phase (3. bis 6. Lebensjahr)

3.3.1 Erogene Zonen & Triebbefriedigung

3.3.2 Beitrag zur Entwicklung des Kindes

3.3.3 Bedürfnisse & der spätere Charakter

3.3.4 Kritik

3.4 Latenzzeit (5./ 6. Lebensjahr bis Pubertät)

3.4.1 Kritik

3.5 Genitale Phase (Pubertät)

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Phasen der psychosexuellen Entwicklung nach Sigmund Freud. Das Hauptziel besteht darin, die körperliche Fixierung auf spezifische erogene Zonen, die Mechanismen der Triebbefriedigung sowie die Auswirkungen unzureichender oder übermäßiger Triebbefriedigung auf die Persönlichkeitsentwicklung darzustellen und kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen der psychoanalytischen Begriffe (Libido, Trieb, Sexualität)
  • Die orale Phase und die Bedeutung des Urvertrauens
  • Die anale Phase, Reinlichkeitserziehung und die Entwicklung von Autonomie
  • Der Ödipus-Komplex und die phallische Phase
  • Latenzzeit und Genitale Phase
  • Kritische Würdigung der freudschen Thesen

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Beitrag zur Entwicklung des Kindes

In der analen Phase lernt das Kind seine Grenzen bezüglich des Behaltens und Hergebens sowie den Umgang mit Macht und Ohnmacht kennen. (Süss, 2003) Bspw. üben die Eltern im Sinne einer Reinlichkeitserziehung Macht aus. Da das Kind die Defäkation nun kontrollieren kann, kann es sich den Eltern entgegenstellen, indem es die Exkremente gibt oder verweigert und hat damit sein erstes Machterlebnis, das nicht nur die Macht über die Eltern, sondern ebenso über den eigenen Körper beinhaltet. (Kriz, 2001, S.30) (Brühlmeier, 2004) (Elhardt, 1998, S. 83) (Freud, 1972, S.93)

Außerdem werden erstmals Erfahrungen mit den Grundgefühlen Autonomie und Selbstbewusstsein gemacht, da das Kind durch seinen Eigenwillen und seinen Eigensinn erste Schritte zur Trennung der Einheit von Mutter und Kind einleitet. (Fellner, 2004) (Elhardt, 1998, S. 83)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den erweiterten Sexualitätsbegriff Freuds und stellt das Anliegen dar, dessen Phasenmodell der psychosexuellen Entwicklung zu analysieren und kritisch zu betrachten.

2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende psychoanalytische Konzepte wie Erogene Zone, Libido, Sexualtrieb und Trieb definiert, um das Verständnis für die späteren Phasenmodelle zu gewährleisten.

3 Die Phasen der psychosexuellen Entwicklung: Dieser Hauptteil erläutert detailliert die fünf Entwicklungsphasen (oral, anal, phallisch, Latenz, genital), deren spezifische Triebziele, Auswirkungen auf die Persönlichkeit sowie die jeweils geübte Kritik.

4 Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung von Freuds Modell für das Verständnis kindlicher Entwicklungsprozesse und konstatiert, dass trotz Kritik an der empirischen Belegbarkeit viele Beobachtungen des Modells plausibel bleiben.

5 Literaturverzeichnis: Hier werden alle in der Arbeit verwendeten Quellen und Fachliteraturangaben aufgelistet.

Schlüsselwörter

Sigmund Freud, Psychosexuelle Entwicklung, Libido, Triebbefriedigung, orale Phase, anale Phase, phallische Phase, Ödipus-Komplex, Latenzzeit, genitale Phase, Sozialisation, Persönlichkeitsstruktur, Psychoanalyse, Kindheit, Triebtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Sigmund Freuds Modell der psychosexuellen Entwicklung des Menschen von der Geburt bis zur Pubertät.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Bedeutung der Libido, die Fixierung auf erogene Zonen in verschiedenen Lebensaltern sowie die Rolle von Triebbefriedigung für die spätere Charakterbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die strukturierte Darstellung der Phasen nach Freud und eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Thesen unter Berücksichtigung modernerer entwicklungspsychologischer Erkenntnisse.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse psychoanalytischer Grundlagenwerke und ergänzender psychologischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich nach den fünf Entwicklungsphasen und beleuchtet für jede Phase die körperliche Zone, den Beitrag zur Entwicklung, den Einfluss auf den Charakter sowie die Kritik daran.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Psychoanalyse, psychosexuelle Phasen, Libido, Triebtheorie, kindliche Entwicklung und Persönlichkeitsstruktur.

Wie unterscheidet sich die orale von der analen Phase in Bezug auf die Autonomieentwicklung?

Während in der oralen Phase vor allem das Urvertrauen in die Versorgung durch die Mutter aufgebaut wird, steht in der analen Phase das Erlernen von Grenzen, Selbstkontrolle und die Erfahrung von Macht und Autonomie gegenüber den Eltern im Vordergrund.

Welche Bedeutung hat das "Über-Ich" laut Freud in der phallischen Phase?

Das Über-Ich entsteht als Abwehrreaktion auf den Ödipus-Komplex durch die Identifizierung mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil, was den Verzicht auf Inzestwünsche und die Internalisierung moralischer Grenzen ermöglicht.

Warum wird die Latenzzeit als "Ruhephase" der Sexualität bezeichnet?

Laut Freud ruht die Sexualität in dieser Zeit, da die Libido auf soziale Beziehungen, schulisches Lernen und die Ausbildung des Über-Ichs sowie kulturelle Interessen umgelenkt wird.

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Details

Title
Phasen der psychosexuellen Entwicklung nach Sigmund Freud
College
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Course
Einführung in die Sozialisationsforschung
Grade
1,0
Author
Eva Schade (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V80825
ISBN (eBook)
9783638877565
ISBN (Book)
9783638896504
Language
German
Tags
Phasen Entwicklung Sigmund Freud Einführung Sozialisationsforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Schade (Author), 2006, Phasen der psychosexuellen Entwicklung nach Sigmund Freud , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80825
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