Inhalt dieser Arbeit ist es mit Fokus auf die EU Osterweiterung 2004 sein, zunächst die Ursachen und Gründe für Migration vorzustellen und aufzuzeigen, inwiefern und in welcher Ausprägung diese innerhalb der Grenzen der EU vorliegen. Anschließend wird in einem zweiten Schritt dargestellt, welche Migrationstendenzen anhand der vorliegenden Motivatoren zu erwarten wären, wie sich diese in der Realität darstellen bzw. prognostiziert werden und welche Probleme daraus resultieren können, insbesondere mit Blick auf die nationalen Arbeitsmärkte der EU-15. Obwohl die Unionsbürgerschaft grundsätzlich das Recht der unbedingten Personenfreizügigkeit inkludiert, existieren derzeit gegenüber den Bürgern der MOEL-12 Beschränkungen, insbesondere in der Arbeitnehmerfreizügigkeit. Im letzten Teil dieser Arbeit wird auf der einen Seite anhand des Beispiels von Großbritannien und Irland, die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit umgehend nach der Osterweiterung 2004 gewährten, auf der anderen Seite anhand von Deutschland als einen der Hauptverfechter der temporären Freizügigkeitsbeschränkungen die Auswirkungen der verschiedenen Politiken auf die jeweiligen Arbeitsmärkte dieser Volkswirtschaften skizziert. Ferner werden Beweggründe für die deutsche Sichtweise aufgezeigt und Sinn und Zweck der Übergangsfristen kritisch hinterfragt.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Fragestellung und Ziel
- 2. Definition und Begriffsabgrenzung
- 3. Ökonomische Erklärungsansätze für Migration
- 3.1. Motive für Migration
- 3.2 Migration im europäischen Kontext
- 3.2.1 Die Volkswirtschaften der EU-25 in einer Kurzgegenüberstellung
- 3.2.2 Migration in Europa als Folge der Osterweiterung
- 4. Einschränkung vs. voller Liberalisierung der Arbeitnehmerfreizügigkeit
- 4.1. Volle Liberalisierung der Arbeitnehmerfreizügigkeit:
Das Beispiel Irland und Großbritannien
- 4.1.1 Ausmaß der Migration
- 4.1.2 Auswirkungen auf die Volkswirtschaften beider Länder
- 4.2 Beschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit: Das Beispiel Deutschland
- 4.2.1 Gründe für die Beschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit
- 4.2.2 Prognosen zum Ausmaß der Immigration
- 4.2.3 Beurteilung der Argumente gegen die Arbeitnehmerfreizügigkeit
- 4.1. Volle Liberalisierung der Arbeitnehmerfreizügigkeit:
Das Beispiel Irland und Großbritannien
- 5. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Osterweiterung der Europäischen Union auf die Migration im europäischen Kontext, insbesondere auf die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Im Fokus steht die Frage, wie die Liberalisierung der Arbeitnehmerfreizügigkeit die Volkswirtschaften der EU-Mitgliedstaaten beeinflusst.
- Ökonomische Motive für Migration
- Auswirkungen der Osterweiterung auf die Migration in Europa
- Liberalisierung vs. Beschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit
- Fallstudien: Irland, Großbritannien und Deutschland
- Bewertung der Auswirkungen auf die Volkswirtschaften
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel legt die Fragestellung und das Ziel der Arbeit dar. Kapitel 2 definiert und grenzt den Begriff der Migration im europäischen Kontext ab. Kapitel 3 beleuchtet ökonomische Erklärungsansätze für Migration und untersucht die Motive für Migration sowie die Auswirkungen der Osterweiterung auf die Migration in Europa. Kapitel 4 analysiert die Liberalisierung vs. Beschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit anhand von Fallstudien in Irland, Großbritannien und Deutschland. Es beleuchtet die Gründe für die Beschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit in Deutschland und beurteilt die Argumente gegen die volle Liberalisierung.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Migration, Osterweiterung der EU, Arbeitnehmerfreizügigkeit, ökonomische Motive, Auswirkungen auf die Volkswirtschaften, Liberalisierung, Beschränkung, Fallstudien (Irland, Großbritannien, Deutschland), Argumente gegen die Arbeitnehmerfreizügigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Warum schränkte Deutschland die Arbeitnehmerfreizügigkeit nach 2004 ein?
Deutschland befürchtete eine Überlastung des nationalen Arbeitsmarktes und Lohndumping durch massenhafte Zuwanderung aus den neuen MOEL-Staaten.
Wie wirkte sich die volle Freizügigkeit in Großbritannien und Irland aus?
Im Gegensatz zu den Befürchtungen profitierten beide Länder ökonomisch von der Zuwanderung, da Arbeitskräftemangel in bestimmten Sektoren ausgeglichen wurde.
Was sind die Hauptmotive für Migration innerhalb der EU?
Die wichtigsten Motive sind ökonomischer Natur, insbesondere das Lohngefälle zwischen den alten EU-15 und den neuen MOEL-Mitgliedstaaten.
Was bedeutet „Übergangsfristen“ bei der EU-Osterweiterung?
Dies sind zeitlich begrenzte Beschränkungen (bis zu sieben Jahre), die es alten Mitgliedstaaten erlaubten, ihren Arbeitsmarkt schrittweise für Bürger der neuen Staaten zu öffnen.
Hatten die Prognosen zur Immigration nach Deutschland recht?
Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob die hohen Zuwanderungsprognosen realistisch waren oder primär als politisches Argument für die Beschränkungen dienten.
- Arbeit zitieren
- Dennis Pohlmann (Autor:in), 2007, Migration in Europa im Kontext der Osterweiterung der Europäischen Union, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80139