Ich wollte mir selbst einen Überblick über das Gebiet des Seniorenstudiums verschaffen und fand durch umfassende Recherchen in der Bibliothek der Universität Siegen sowie nicht zuletzt Dank der Literaturliste der betreuenden Dozentin Frau Dipl.-Päd. Christel Ruback einige interessante Titel, auf deren Inhalt ich mich im Folgenden stütze. Eine ausführliche Literaturangabe findet sich im Abschluß dieser Hausarbeit.
Während der Arbeit an dieser Hausarbeit habe ich mir, durch meinen geweckten „Wissensdurst“ angetrieben, darüber hinaus durch das Internet Informationen verschafft, auf die ich ebenfalls im Rahmen dieser Arbeit eingehen werde.
Durch meine Tätigkeit (im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung) in einer Tagespflegeeinrichtung des Caritasverbandes Siegen-Wittgenstein sehe ich mich ohnehin oftmals mit Fragen des Alter(n)s konfrontiert. Das Studium der hier verarbeiteten Literatur unterstützte diese sensiblen Reflexionsphasen noch umso mehr. Ich möchte mich früh genug mit dem Thema "persönliches Altern" auseinandersetzen, um nicht in 3-4 Jahrzehnten meinen persönlichen „Pensionierungsbankrott“ durchleben zu müssen.
Die vorliegende Arbeit soll keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben ; mittlerweile existieren hunderte, vielleicht sogar tausende Bücher, die sich mit dem Thema des Seniorenstudiums auseinandersetzen – darüber hinaus bestehen oftmals fließende Übergänge zu anderen Bildungsinstitutionen und Formen der Altenbildung, die hier nicht aufgegriffen wurden. Dem interessierten Leser wird vielmehr ein umfassender Überblick als Einstieg in die Thematik angeboten.
Ich wünsche nun viel Spaß bei der Lektüre dieses Textes und hoffe, dass ich zumindest einige grundlegende Informationen vermitteln kann, die als Anregung zu einem selbständigen, gründlicheren Studium des Themengebietes aufgefasst werden können und sollen.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Seniorenstudium - Motive
- Motiv der Aufklärung
- Das,,völkische“ Motiv
- Das,,soziale\" Motiv
- Das,,lebensweltliche\" Motiv
- Das Motiv der „allgemeinen Bildung“
- Das,,politische\" Motiv
- Etappen der Hochschulöffnung für Ältere
- Die,,Universitäts-Ausdehnungs-Bewegung“ (1871-1918)
- Die,,Volkshochschulbewegung“ in der Weimarer Republik (1918-1933)
- Erste Öffnungsinitiativen nach dem Zweiten Weltkrieg (1945-1960)
- Die „realistische Wende“ der univers. Erwachsenenbildung (1960-1976)
- Die Ausbreitung der akademischen Seniorenbildung (1973-1992)
- Wozu im Alter studieren?
- Inhalte eines Studiums
- Lern- und Lehrformen
- Dialektisches Lernen
- Bedeutungslernen
- Gruppenlernen
- Austauschlernen
- Lokaler Exkurs: die „Mittwochsakademie“
- Allgemeines / Information
- Ziele
- Arbeitsweise
- Finanzierung
- Programm Wintersemester 2000/01
- ,,Zukunftsmusik“ – Senioren und Internet
- SeniorenNet
- Virtuelles Studium
- Literatur- und Internetverzeichnis
- Literatur
- Internet
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Thema des Seniorenstudiums und verfolgt das Ziel, einen Überblick über die Entstehung, die Motive und die Inhalte des Seniorenstudiums zu geben. Dabei wird die historische Entwicklung der Hochschulöffnung für Ältere beleuchtet und die Bedeutung des Seniorenstudiums in der heutigen Gesellschaft betrachtet.
- Entwicklung und Motive des Seniorenstudiums
- Inhalte und Formen des Seniorenstudiums
- Die Rolle des Seniorenstudiums in der Gesellschaft
- Aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des Seniorenstudiums
- Der Einfluss des Internets auf das Seniorenstudium
Zusammenfassung der Kapitel
- Das Kapitel "Seniorenstudium - Motive" beleuchtet die verschiedenen Gründe, die Menschen im Alter zum Studium motivieren. Hierbei werden Motive wie Aufklärung, Völkischkeit, Soziales, Lebenswelt und Politisches beleuchtet.
- Das Kapitel "Etappen der Hochschulöffnung für Ältere" zeichnet die historische Entwicklung des Seniorenstudiums nach. Von der "Universitäts-Ausdehnungs-Bewegung" im 19. Jahrhundert bis zur Ausbreitung der akademischen Seniorenbildung in den 1970er Jahren werden wichtige Meilensteine der Öffnung der Hochschulen für ältere Menschen dargestellt.
- Das Kapitel "Lern- und Lehrformen" befasst sich mit den verschiedenen Formen des Lernens und Lehrens im Seniorenstudium. Dialektisches Lernen, Bedeutungslernen, Gruppenlernen und Austauschlernen werden als wichtige Methoden des Lernens im Alter beschrieben.
- Das Kapitel "Lokaler Exkurs: die „Mittwochsakademie“" stellt ein konkretes Beispiel für ein Seniorenstudium vor und gibt einen Einblick in die Ziele, die Arbeitsweise und die Finanzierung einer solchen Einrichtung.
Schlüsselwörter
Seniorenstudium, Hochschulöffnung, Altenbildung, Erwachsenenbildung, Motive, Etappen, Lernformen, Zukunftsperspektiven, Internet, SeniorenNet, Virtuelles Studium
Häufig gestellte Fragen zum Seniorenstudium
Warum studieren Menschen im Alter?
Die Motive sind vielfältig: Sie reichen von allgemeiner Wissensbegierde über soziale Kontakte und politische Teilhabe bis hin zur persönlichen Aufklärung und Lebensgestaltung.
Wie hat sich die Hochschulöffnung für Ältere entwickelt?
Die Entwicklung verlief in Etappen, beginnend mit der Universitäts-Ausdehnungs-Bewegung (1871) über die Volkshochschulbewegung bis hin zur Ausbreitung der akademischen Seniorenbildung ab den 1970er Jahren.
Welche Lernformen sind für das Seniorenstudium typisch?
Besonders verbreitet sind dialektisches Lernen, Bedeutungslernen sowie das Lernen in Gruppen und der gegenseitige Austausch von Erfahrungen.
Was ist die „Mittwochsakademie“?
Die Mittwochsakademie ist ein Beispiel für ein lokales Bildungsangebot für Senioren (hier Universität Siegen), das spezifische wissenschaftliche Programme für ältere Menschen bereitstellt.
Welche Rolle spielt das Internet im Seniorenstudium?
Das Internet ermöglicht virtuelle Studienformen und Plattformen wie „SeniorenNet“, die den Zugang zu Wissen und den Austausch unabhängig vom Standort erleichtern.
- Citar trabajo
- Bernd Hoffmann (Autor), 2000, Das Seniorenstudium. Motive der Teilnehmer, Formen der Organisation und historische Entwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79654