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Die Abtreibung. Geschichte, Reformen und ethische Grundsätze

Title: Die Abtreibung. Geschichte, Reformen und ethische Grundsätze

Term Paper , 2002 , 22 Pages

Autor:in: Eva Heidingsfelder (Author), Miriam Wohlfarth (Author)

Social Work
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Die Abtreibung - schon seit Menschengedenken bewegt sie die Gemüter - gibt Anlass zu hitzigen Debatten und Diskussionen. Juristen, Theologen, Mediziner, Politiker, aber auch der " kleine Bürger " streiten immer wieder über dieses heikle Thema.

Aber seit wann gibt es überhaupt den Schwangerschaftsabbruch? Welche Formen der Abtreibung gibt es? Wie verhält es sich mit dem Paragraphen 218 StGB? Und wie kann man die Abtreibung unter dem etisch-christlichen Aspekt verstehen?

Darüber soll in den folgenden Ausführungen Auskunft gegeben werden:

1. Die Geschichte der Abtreibung

1.1 Die Abtreibung in der Antike

1.1.1 In der griechischen Kultur

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, wie es um die Gebährpflicht der Frau in der griechischen Gesellschaft bestellt war.
Die Lebenserwartung einer Frau war damals sehr gering, sie wurde meist nicht älter als 35 Jahre. Meistens wurden Mädchen zwischen dem 14.und 18.Lebensjahr verheiratet, wobei geschätzt wird, dass es in diesen Ehen zu 4 Geburten kam.
Fruchtbarkeit wurde zwar von den Griechen hoch geschätzt, jedoch wurde eine kinderreiche Familie nicht unbedingt als gesellschafts- und bevölkerungspolitisches Ideal angesehen. Darauf deuten jedenfalls die Schriften von Aristoteles ( 384 - 322 v.Chr. ) und Plato ( 429 - 347 v. Chr. ) hin.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Geschichte der Abtreibung

1.1 Die Abtreibung in der Antike

1.1.1 In der griechischen Kultur

1.1.2 In der römischen Kultur

1.2 Die Abtreibung im Mittelalter

1.3 Frühe Neuzeit bis heute

1.3.1. Von 1500 bis 1700

1.3.2. Von 1700 bis 1900

1.3.3. Im 20. Jahrhundert

2. Der Paragraph 218 StGB nach der Reform

2.1. Grundlegende Änderungen

2.1.1. Das Indikationsmodell

2.1.2. Die Beratung

2.2. Die Reaktionen auf die Neuregelung

3. Die modernen Abtreibungspraktiken

4. Die Abtreibung aus ethisch- christlicher Sicht

5. Resümee

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die historische Entwicklung der Abtreibung von der Antike bis zur Gegenwart, analysiert die rechtliche Situation in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Paragraphen 218 StGB und beleuchtet die ethisch-christliche Perspektive auf den Schwangerschaftsabbruch.

  • Historische Entwicklung der Abtreibungspraxis und deren moralische Bewertung
  • Das Indikationsmodell und die Beratungspflicht nach der Reform des § 218 StGB
  • Moderne medizinische Verfahren und Techniken des Schwangerschaftsabbruchs
  • Kritische Reflexion der Abtreibung aus ethisch-christlicher Sicht

Auszug aus dem Buch

1.1.1 In der griechischen Kultur

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, wie es um die Gebährpflicht der Frau in der griechischen Gesellschaft bestellt war.

Die Lebenserwartung einer Frau war damals sehr gering, sie wurde meist nicht älter als 35 Jahre. Meistens wurden Mädchen zwischen dem 14.und 18.Lebensjahr verheiratet, wobei geschätzt wird, dass es in diesen Ehen zu 4 Geburten kam.

Fruchtbarkeit wurde zwar von den Griechen hoch geschätzt, jedoch wurde eine kinderreiche Familie nicht unbedingt als gesellschafts- und bevölkerungspolitisches Ideal angesehen. Darauf deuten jedenfalls die Schriften von Aristoteles ( 384 - 322 v.Chr. ) und Plato ( 429 - 347 v. Chr. ) hin.

Nach den Überlegungen dieser beiden griechischen Denker sollte der Staat weder zu groß noch zu klein sein. Um ein ausgeglichenes Völkerwachstum zu erreichen, war die möglichst früh vorzunehmende Abtreibung das geeignete Mittel, eine gleichbleibende Bevölkerungszahl durchzusetzen. Über die verschiedenen Abtreibungsmotive ist äußerst wenig bekannt, man nimmt jedoch an, dass Frauen aus allen Gesellschaftsschichten zu den damals bekannten Verhütungsmitteln und den teilweise sehr gefährlichen Abtreibungsmitteln griffen.

Von einem uneingeschränkten Lebensrecht des Kindes konnte also in der griechischen Polis keine Rede sein. Es gab keinen ausreichenden Rechtsschutz, und auch dich sittliche Beurteilung der Abtreibung hin von der Beantwortung der Frage ab, ob die Leibesfrucht ein eigenes Leben hat, und wann die "Beseelung" eines Menschen zeitlich angesetzt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Geschichte der Abtreibung: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung des Schwangerschaftsabbruchs und seiner gesellschaftlichen sowie rechtlichen Bewertung von der griechischen und römischen Antike über das Mittelalter bis hin zum 20. Jahrhundert nach.

2. Der Paragraph 218 StGB nach der Reform: Hier werden die wesentlichen Änderungen durch das Indikationsmodell sowie die Bedeutung und Kritik der vorgeschriebenen Beratung vor einem Abbruch erläutert.

3. Die modernen Abtreibungspraktiken: Dieser Abschnitt beschreibt gängige medizinische Methoden wie den medikamentösen Abbruch (RU 486), die Curettage und die Absaug-Methode sowie die damit verbundenen ethischen Kontroversen.

4. Die Abtreibung aus ethisch- christlicher Sicht: Die Autoren legen die ablehnende Haltung der christlichen Ethik gegenüber der direkten Abtreibung dar und diskutieren diese im Kontext der verschiedenen medizinischen und sozialen Indikationen.

5. Resümee: Das abschließende Kapitel reflektiert die Komplexität der Thematik und appelliert an die individuelle Verantwortung der Paare sowie die Bedeutung präventiver Aufklärung und Hilfsangebote.

Schlüsselwörter

Abtreibung, Paragraph 218 StGB, Schwangerschaftsabbruch, Indikationsmodell, Beratungspflicht, Geschichte der Abtreibung, Ethik, christliche Moral, Beseelung, Abtreibungspraktiken, Curettage, soziale Indikation, Lebensschutz, Selbstbestimmung, ungewollte Schwangerschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über die Geschichte, die rechtliche Neuregelung sowie die ethischen Aspekte und medizinischen Methoden rund um das Thema Schwangerschaftsabbruch.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung, die Ausgestaltung des Paragraphen 218 StGB nach der Reform, die Analyse gängiger Abtreibungspraktiken und die Auseinandersetzung mit der christlich-ethischen Perspektive.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das komplexe Thema Abtreibung sachlich und unter Einbeziehung verschiedener Blickwinkel (historisch, rechtlich, ethisch) für den Leser aufzubereiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die historische Schriften und rechtliche Dokumente auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Details des reformierten Strafrechts, die Darstellung medizinischer Techniken und eine kritische Auseinandersetzung mit der christlichen Moral.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Abtreibung, Paragraph 218, Indikationsmodell, christliche Ethik und Lebensschutz definiert.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen direkter und indirekter Abtreibung?

Nach christlichem Verständnis wird die direkte (absichtliche) Tötung als schweres Vergehen abgelehnt, während die indirekte Abtreibung als Folge notwendiger lebensrettender medizinischer Maßnahmen als sittlich erlaubt betrachtet wird.

Warum wird die Beratungspflicht kritisch gesehen?

Die Autoren hinterfragen, ob die gesetzliche Beratung nicht eine Form der Manipulation darstellt, wenn die Entscheidung der Frau bereits getroffen wurde und der Berater versuchen soll, die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu bewegen.

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Details

Title
Die Abtreibung. Geschichte, Reformen und ethische Grundsätze
College
University of Applied Sciences Nuremberg  (Fachbereich Sozialwesen)
Course
Lehrveranstaltung Werte und Normen in der Sozialen Arbeit
Authors
Eva Heidingsfelder (Author), Miriam Wohlfarth (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V783
ISBN (eBook)
9783638105057
Language
German
Tags
Abtreibung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Heidingsfelder (Author), Miriam Wohlfarth (Author), 2002, Die Abtreibung. Geschichte, Reformen und ethische Grundsätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/783
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