Ausghend von Elias' Zivilisationstheorie untersuche ich in meiner Arbeit das Verhalten des Wigalois in Wint von Grafenbergs gleichnamigen Artusroman. Mein besonderes Interesse gilt dabei dem Zusammenhang zwischen Gewaltausübung bzw. Affektkontrolle und sozialem Raum.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretische Grundlage: Die Zivilisationstheorie des Norbert Elias
- Zum Verhalten des Wigalois in unterschiedlichen sozialen Räumen
- „sîn herze was âne mein / und ledic aller bôsheit“ - Wigalois in höfischer Gesellschaft
- „ez geschach ein teil ân sînen danc / daz er in alsô hêt erslagen“ - Wigalois in der Wildnis
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Verhalten des Romanhelden Wigalois in unterschiedlichen sozialen Räumen. Dabei soll untersucht werden, inwiefern die verschiedenen Umgebungen, in denen er sich bewegt, Einfluss auf sein Handeln nehmen. Als theoretisches Fundament dient die Zivilisationstheorie von Norbert Elias, die grundlegende Erkenntnisse zur Entwicklung des Verhaltens des mittelalterlichen Kriegers liefert.
- Analyse des Verhaltens von Wigalois in höfischer Gesellschaft
- Untersuchung des Verhaltens von Wigalois in der Wildnis
- Anwendung der Zivilisationstheorie von Norbert Elias auf das Verhalten des Romanhelden
- Bedeutung von sozialen Räumen für die Charakterentwicklung und das Verhalten von Wigalois
- Zusammenhang zwischen den Verhaltensweisen des Wigalois und den sozialen Strukturen des Mittelalters
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit stellt den Romanhelden Wigalois und seine Abenteuer vor. Es werden die zentralen Handlungsorte und die wichtigsten Charaktere des Werkes vorgestellt. Im zweiten Kapitel werden die grundlegenden Gedanken der Zivilisationstheorie von Norbert Elias dargestellt, die als theoretisches Fundament für die Analyse des Verhaltens von Wigalois dient. Im dritten Kapitel wird das Verhalten von Wigalois in höfischer Gesellschaft untersucht. Es wird gezeigt, wie der Romanheld seine Triebe und Affekte im höfischen Kontext unter Kontrolle hält und sich durch seine Tugendhaftigkeit auszeichnet. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit dem Verhalten von Wigalois in der Wildnis. Hier wird deutlich, wie das Verhalten des Romanhelden sich in einer bedrohlichen Umgebung verändert und er zu einer größeren Aggressivität fähig ist.
Schlüsselwörter
Wigalois, Artusroman, höfische Gesellschaft, Wildnis, Zivilisationstheorie, Norbert Elias, Verhalten, soziale Räume, Verhaltensweisen, Mittelalter, Tugend, Ritterlichkeit, Affekte, Triebsublimation.
Häufig gestellte Fragen
Wie verhält sich Wigalois in der höfischen Gesellschaft?
In der höfischen Umgebung zeichnet sich Wigalois durch hohe Affektkontrolle, Tugendhaftigkeit und die Einhaltung ritterlicher Normen aus.
Wie ändert sich sein Verhalten in der Wildnis?
In der bedrohlichen Wildnis zeigt der Held eine größere Aggressivität und Gewaltbereitschaft, was im Gegensatz zu seinem höfischen Ideal steht.
Welche Theorie dient als Grundlage der Analyse?
Die Zivilisationstheorie von Norbert Elias, die den Zusammenhang zwischen sozialen Strukturen und individueller Affektkontrolle untersucht.
Was ist der "soziale Raum" im Artusroman?
Die Arbeit unterscheidet zwischen zivilisierten Räumen (Hof) und unzivilisierten Räumen (Wildnis) als Determinanten des menschlichen Handelns.
Was sagt die Analyse über das mittelalterliche Ritterideal aus?
Sie verdeutlicht die Spannung zwischen notwendiger kriegerischer Gewalt und der geforderten Triebsublimation im sozialen Kontext des Mittelalters.
- Arbeit zitieren
- Michael Schadow (Autor:in), 2007, Zum Verhalten des Wigalois in unterschiedlichen sozialen Räumen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77996