Für die vorliegende empirische Studie wurden im April-Mai 2006 100 jüdische Einwanderer aus ganz Deutschland anhand eines Fragebogens befragt. Das Ziel dieser Untersuchung bestand darin, die soziokulturellen Hintergründe der Befragten zu untersuchen und festzustellen, ob diese Migrantengruppe gemeinsame Gesetzmäßigkeiten im Bezug auf den Prozess des Zweitspracherwerbs und Erstspracherhalts aufweist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretische Grundlagen der Studie
- Problem im Kontext der Soziolinguistik
- Kontaktlinguistik
- Zweisprachigkeit
- Zweitspracherwerb
- Spracherhalt
- Empirische Studien zum Thema
- Fragestellung und Arbeitshypothesen
- Rechtsgrundlage der jüdischen Einwanderung
- Empirische Studie
- Untersuchungsmethode
- Durchführung der Befragung, Personenkreis der Probanden
- Anzahl der Probanden, Auswertungsmethode
- Auswertung
- Wohnort
- In der (ehemaligen) Sowjetunion
- In Deutschland
- Alter
- Geschlecht
- Soziale Struktur
- Familienstand
- Ethnische Identität
- Nationalität und Religion
- Mischehen
- Bildungsstand
- Berufliche Situation
- Vor der Ausreise
- In Deutschland
- Ausreisemotive
- Sprachverhalten
- Sprachverhalten vor der Ausreise
- Sprachverhalten in Deutschland
- Individuelle Geschichte des Deutschlernens
- Selbsteinschätzung
- Lernmotivation
- Korrelation von Deutschkenntnissen und außersprachlichen Faktoren
- Sprachgebrauch in Deutschland
- Netzwerk
- Domänenspezifischer Sprachgebrauch
- Sprachattitüden
- Spracherhalt, Sprachwechsel
- Zusammenfassung
- Zusammenfassung der Ergebnisse
- Ausblick
- Verzeichnisse
- Literaturverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Anhang
- Soziokulturelle Hintergründe und Einfluss auf den Spracherwerb
- Zweitspracherwerb und Erstspracherhalt bei jüdischen Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion
- Sprachliche Integrationsprozesse und Herausforderungen
- Theoretische Grundlagen der Soziolinguistik und Sprachkontaktforschung
- Empirische Analyse des Sprachverhaltens und der Sprachattitüden
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, anhand einer empirischen Studie (Befragung) die soziokulturellen Hintergründe der jüdischen Migrantengruppe aus der ehemaligen Sowjetunion zu untersuchen und festzustellen, ob diese Gruppe gemeinsame Gesetzmäßigkeiten im Zweitspracherwerb und Erstspracherhalt aufweist.
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit der Einleitung und stellt die Relevanz der Untersuchung in Bezug auf den Einwanderungsdiskurs in Deutschland dar. Es wird die Bedeutung des Themas „jüdische Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion“ für die Integrationsforschung hervorgehoben und die Zielsetzung der Untersuchung erläutert.
Im zweiten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Studie behandelt. Dazu gehören die Bereiche der Soziolinguistik, Sprachkontaktforschung, Zweisprachigkeit, Zweitspracherwerb und Erstspracherhalt.
Das dritte Kapitel befasst sich mit der Rechtsgrundlage der jüdischen Einwanderung nach Deutschland.
Das vierte Kapitel beschreibt die empirische Studie, die durchgeführt wurde. Es werden die Untersuchungsmethode, die Durchführung der Befragung, die Anzahl der Probanden und die Auswertungsmethode erläutert. Die Ergebnisse der Studie werden präsentiert, wobei die soziokulturellen Hintergründe der Migrantengruppe und ihr Sprachverhalten im Fokus stehen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit sind: jüdische Einwanderung, ehemalige Sowjetunion, Sprachverhalten, Zweitspracherwerb, Erstspracherhalt, Soziolinguistik, Sprachkontaktforschung, empirische Studie, Befragung.
Häufig gestellte Fragen
Wer sind die jüdischen Kontingentflüchtlinge?
Es handelt sich um jüdische Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion, die seit den 1990er Jahren aufgrund einer speziellen Rechtsgrundlage nach Deutschland emigrierten.
Welche Probleme gibt es bei der sprachlichen Integration?
Die Studie untersucht Hürden beim Zweitspracherwerb (Deutsch) und die Herausforderungen beim Erhalt der Erstsprache (meist Russisch).
Wie beeinflusst das Alter den Spracherwerb?
Die empirische Analyse zeigt Korrelationen zwischen dem Alter bei der Einreise und der Selbsteinschätzung der Deutschkenntnisse sowie der Lernmotivation.
Was sind typische Ausreisemotive dieser Migrantengruppe?
Häufige Motive sind die Suche nach wirtschaftlicher Stabilität, Schutz vor Antisemitismus und bessere Bildungschancen für die Kinder.
Was ist "Spracherhalt" im Gegensatz zu "Sprachwechsel"?
Spracherhalt bedeutet die Pflege der Muttersprache im neuen Land, während Sprachwechsel den Übergang zum primären Gebrauch der Zielsprache (Deutsch) beschreibt.
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- M. A. Olena Kyselova (Author), 2007, Probleme bei der sprachlichen Integration der Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77617