Universell ist den Menschen, dass sie die Fähigkeit zur verbalen Kommunikation besitzen, sich die Sprache nutzbar machen können, um mit ihrer Umwelt in Kontakt zu treten und nicht zuletzt auch, um ihre äußere und innere Welt zu beschreiben.
Sprache ist ohne ihre Zweckgebundenheit und die Verbindung zu den Sprachbenutzern nicht vorstellbar, sie definiert sich über die Individuen, die sie gebrauchen. Aus diesem Grunde möchte ich in der vorliegenden Arbeit in besonderer Weise die wesentliche Rolle der Institution Sprecher für alle Sprachwandelprozesse herausarbeiten, um darauf aufbauend unter Einbezug einiger repräsentativer Forschungsarbeiten generelle Überlegungen zur "Natur" des sprachlichen Wandels anzustellen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Sprache und Wandel
- Vom Wesen der Sprache
- Wandel versus Innovation
- Bedeutung des Sprechers für den Sprachwandel
- Sprache als "Phänomen der dritten Art"
- Soziale Einflüsse
- Abschließende Betrachtungen
- Anmerkungen
- Bibliographie
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Sprechers im Sprachwandel. Dabei wird erörtert, wie sich Sprache im Laufe der Zeit verändert und welche Faktoren diese Veränderungen beeinflussen. Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Interaktion zwischen Sprache und dem Sprachbenutzer, um das Wesen des Sprachwandels aus einer sprecherzentrierten Perspektive zu beleuchten.
- Die Bedeutung des Sprechers für Sprachwandelprozesse
- Die Interaktion zwischen Sprache und Sprachbenutzern
- Die Rolle sozialer Einflüsse auf den Sprachwandel
- Die "Natur" des sprachlichen Wandels
- Die Funktion der Sprache als Kommunikationsmittel und Problemlösungsinstrument
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Das Kapitel stellt die Bedeutung von Sprache für die menschliche Kommunikation und Denkleistung heraus. Es wird die These aufgestellt, dass Sprachwandel eng mit der Rolle des Sprechers verbunden ist und die Arbeit die Bedeutung des Sprechers für diese Prozesse untersuchen soll.
- Sprache und Wandel: Es wird festgestellt, dass alle Sprachen Veränderungen unterliegen. Der Wandel kann sich durch Hinzufügen, Modifizieren und Neutralisieren von Sprachelementen sowie durch Rücknahme von Veränderungen äußern. Die Frage nach den Gründen für den Sprachwandel wird aufgeworfen.
- Vom Wesen der Sprache: Das Kapitel beleuchtet verschiedene Definitionen von Sprache und betont die Bedeutung der Sprech- und Sprachfähigkeit des Menschen. Dabei wird die arbiträre Natur der Verbindung zwischen Ausdruck und Inhalt von Sprache sowie die Bedeutung gesellschaftlicher Konventionen für die Verständigung hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit dem Sprachwandel aus der Perspektive des Sprechers, wobei die Interaktion zwischen Sprache und Sprachbenutzer im Vordergrund steht. Wichtige Schlüsselbegriffe sind Sprachwandel, Sprecherrolle, Sprachfähigkeit, Kommunikationsmittel, soziale Einflüsse, Sprachgeschichte, Sprachsystem, signifiant/signifié-Relation, Sprachkompetenz, Sprachperformanz, Interaktion und gesellschaftliche Konventionen.
Häufig gestellte Fragen
Welche zentrale Rolle spielt der Sprecher im Sprachwandel?
Der Sprecher wird als die wesentliche Institution für alle Sprachwandelprozesse angesehen. Sprache definiert sich über die Individuen, die sie gebrauchen; ohne die Verbindung zu den Sprachbenutzern ist Sprache und deren Wandel nicht vorstellbar.
Was ist der Unterschied zwischen Wandel und Innovation in der Sprache?
Die Arbeit differenziert zwischen sprachlichen Innovationen (neue Formen oder Ausdrücke) und dem eigentlichen Wandel, der eintritt, wenn diese Innovationen durch gesellschaftliche Konventionen in das Sprachsystem übernommen werden.
Was wird unter Sprache als "Phänomen der dritten Art" verstanden?
Dieser Begriff bezieht sich auf die Theorie, dass Sprachwandel das Ergebnis menschlichen Handelns ist, aber nicht unbedingt das Ergebnis eines bewussten Plans. Es ist eine unbeabsichtigte Folge der Kommunikation zwischen Sprechern.
Welchen Einfluss haben soziale Faktoren auf die Sprachentwicklung?
Soziale Einflüsse und gesellschaftliche Konventionen sind entscheidend für die Verständigung. Der Wandel wird oft durch das Bedürfnis der Sprecher vorangetrieben, Sprache als effizientes Kommunikationsmittel und Problemlösungsinstrument in ihrem sozialen Umfeld zu nutzen.
Wie wird das Verhältnis von Ausdruck und Inhalt (signifiant/signifié) beschrieben?
Die Arbeit hebt die arbiträre (willkürliche) Natur der Verbindung zwischen dem sprachlichen Ausdruck und dem Inhalt hervor, welche durch soziale Übereinkunft stabilisiert wird, sich aber im Laufe der Zeit wandeln kann.
- Arbeit zitieren
- Tobias Rösch (Autor:in), 2006, Sprecher und Sprachwandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77152