Obwohl die Konstantinische Schenkung als Fälschung betrachtet werden kann, lieferte sie die rechtliche Basis für die Pippinische Schenkung, die wiederum bedeutend für die Entstehung des „Kirchenstaates“ gewesen sein soll: In der Literatur wird die Pippinische Schenkung sogar als Begründung des Kirchenstaates gesehen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Fragestellung
- Forschungsstand und Quellenlage
- Die Lage im Frankenreich Mitte des achten Jahrhunderts
- Lage der Kirche um 750
- Die politische Lage im Frankenreich um 750
- Der Weg der Königserhebung Pippins des Jüngeren 751
- Kirche und König – erste Verbindungen politischer Natur
- Die Pippinische Schenkung
- Abschlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert die Entstehung des „Kirchenstaates“ im 8. Jahrhundert, speziell im Kontext der Pippinischen Schenkung. Sie untersucht, ob die Entstehung dieses neuen Staatswesens explizit geplant war oder eher eine Folge der gegenseitigen Notlage und Unterstützung von Kirche und Königtum war.
- Die Rolle der Konstantinischen Schenkung als rechtliche Grundlage
- Die Lage der römischen Kirche und des Frankenreichs im 8. Jahrhundert
- Die politisch bedingte Königserhebung Pippins des Jüngeren
- Die Bedeutung der Pippinischen Schenkung für die Kirche
- Der Einfluss der Schenkung auf die Entwicklung des Kirchenstaates
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt die Fragestellung und den Forschungsstand zum Thema „Kirchenstaat“ dar, beleuchtet die Rolle der Konstantinischen Schenkung und zeigt auf, wie die Pippinische Schenkung als Grundlage für die Entstehung des Kirchenstaates gilt.
- Das zweite Kapitel beschreibt die Situation der römischen Kirche und des Frankenreichs um 750. Es beleuchtet die schwierige Lage des Papstes zwischen dem byzantinischen Reich und den Langobarden, sowie die politische Instabilität im Frankenreich und die Herausbildung der Karolinger Dynastie.
- Das dritte Kapitel widmet sich der Königserhebung Pippins des Jüngeren im Jahr 751 und analysiert die ersten Verknüpfungen zwischen Kirche und Königtum.
- Kapitel vier analysiert die Pippinische Schenkung und ihre Bedeutung für die Kirche, insbesondere hinsichtlich der Ausweitung von Besitz und Eigenständigkeit.
Schlüsselwörter
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Entstehung des Kirchenstaates im 8. Jahrhundert, wobei die Pippinische Schenkung und ihre Bedeutung für die Kirche im Zentrum stehen. Es werden die politische Lage im Frankenreich, die Rolle der Karolinger, die Beziehungen zwischen Kirche und Königtum sowie die rechtliche Basis für die Schenkung in Form der Konstantinischen Schenkung beleuchtet.
Häufig gestellte Fragen
Was war die Pippinische Schenkung?
Die Pippinische Schenkung im 8. Jahrhundert gilt als die rechtliche und territoriale Grundlage für die Entstehung des Kirchenstaates.
Welche Rolle spielte die Konstantinische Schenkung dabei?
Obwohl sie eine Fälschung war, lieferte sie die vermeintlich rechtliche Basis, auf die sich die Pippinische Schenkung stützte.
Warum unterstützte Pippin der Jüngere den Papst?
Es war eine gegenseitige Unterstützung: Pippin benötigte die sakrale Legitimation für seine Königserhebung, während der Papst Schutz vor den Langobarden suchte.
War die Gründung des Kirchenstaates von Anfang an geplant?
Die Hausarbeit untersucht, ob die Entstehung des Staatswesens ein gezielter Plan war oder eher eine Folge der politischen Notlagen von Kirche und Königtum.
Wie war die Lage der Kirche um das Jahr 750?
Die römische Kirche befand sich in einer schwierigen Position zwischen dem byzantinischen Reich und dem Expansionsdrang der Langobarden.
Wer waren die Karolinger in diesem Kontext?
Die Karolinger waren die neue Dynastie im Frankenreich, deren Aufstieg eng mit der engen Verbindung zum Papsttum verknüpft war.
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- Dipl. Simone Menzer (Autor:in), 2007, Gründung des Kirchenstaates durch die Pippinische Schenkung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77132